Seminar / Training
Bei Flatcar muss die Diagnose den frühen Bootprozess, Ignition, systemd, Container-Runtimes, Netzwerk, Storage und den A/B-Updatepfad gemeinsam berücksichtigen. Das Seminar vermittelt einen belastbaren Analyseablauf von der Konsolensicherung bis zur Wiederherstellung oder zum reproduzierbaren Ersatz des Knotens.
Lernziele
- Fehlerbilder nach Boot-, Konfigurations-, Dienst-, Netzwerk-, Storage- und Updatephase klassifizieren
- Logs, Statusdaten, Crash-Informationen und Laufzeitzustände strukturiert sichern
- Ignition-, systemd-, Container- und btrfs-Probleme zielgerichtet eingrenzen
- Manuelle Rollbacks und Ersatzknotenverfahren kontrolliert durchführen
- Aus Störungen wiederverwendbare Diagnose- und Recovery-Runbooks ableiten
Inhaltsübersicht
- Diagnosemodell und Beweissicherung
- Boot- und Ignition-Fehler
- systemd- und Containerfehler
- Netzwerk-, DNS- und Storageprobleme
- Updatefehler und manueller Rollback
- Recovery, Ersatzknoten und Runbook
Kapitel 1: Diagnosemodell und Beweissicherung
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Fehlerphase; Zeitlinie; Logs und Status; Änderungskontext.
- Schritt 1: Das Fehlerbild im Bereich Fehlerphase reproduzieren und eine unveränderte Zeitlinie sichern.
- Schritt 2: Logs, Statusdaten und Abhängigkeiten zu Zeitlinie erfassen und gegeneinander abgleichen.
- Schritt 3: Die Ursache durch gezielte Prüfungen von Logs und Status eingrenzen und die kleinste wirksame Korrektur anwenden.
- Schritt 4: Wiederherstellung, Nachkontrolle und Prävention für Änderungskontext in einem Runbook festhalten.
Praxisübung: Ein unbekanntes Fehlerbild wird klassifiziert und mit einer vollständigen, unveränderten Beweissammlung für die weitere Analyse vorbereitet.
Kapitel 2: Boot- und Ignition-Fehler
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: serielle Konsole; Emergency Shell; journalctl -u ignition*; Konfigurationsquelle.
- Schritt 1: Das Fehlerbild im Bereich serielle Konsole reproduzieren und eine unveränderte Zeitlinie sichern.
- Schritt 2: Logs, Statusdaten und Abhängigkeiten zu Emergency Shell erfassen und gegeneinander abgleichen.
- Schritt 3: Die Ursache durch gezielte Prüfungen von journalctl -u ignition* eingrenzen und die kleinste wirksame Korrektur anwenden.
- Schritt 4: Wiederherstellung, Nachkontrolle und Prävention für Konfigurationsquelle in einem Runbook festhalten.
Praxisübung: Ein absichtlich fehlerhafter Erststart wird über die Konsole analysiert; Ursache und korrigierte Butane-Quelle werden eindeutig zugeordnet.
Kapitel 3: systemd- und Containerfehler
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Unit-Status; Abhängigkeiten; Restart-Schleifen; Runtime-Logs.
- Schritt 1: Das Fehlerbild im Bereich Unit-Status reproduzieren und eine unveränderte Zeitlinie sichern.
- Schritt 2: Logs, Statusdaten und Abhängigkeiten zu Abhängigkeiten erfassen und gegeneinander abgleichen.
- Schritt 3: Die Ursache durch gezielte Prüfungen von Restart-Schleifen eingrenzen und die kleinste wirksame Korrektur anwenden.
- Schritt 4: Wiederherstellung, Nachkontrolle und Prävention für Runtime-Logs in einem Runbook festhalten.
Praxisübung: Eine fehlerhafte Unit mit Container-Startproblem wird vom ersten systemd-Ereignis bis zum korrigierten Dienstzustand verfolgt.
Kapitel 4: Netzwerk-, DNS- und Storageprobleme
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: networkd-Status; Routen und DNS; Mount Units; btrfs und Blockgeräte.
- Schritt 1: Das Fehlerbild im Bereich networkd-Status reproduzieren und eine unveränderte Zeitlinie sichern.
- Schritt 2: Logs, Statusdaten und Abhängigkeiten zu Routen und DNS erfassen und gegeneinander abgleichen.
- Schritt 3: Die Ursache durch gezielte Prüfungen von Mount Units eingrenzen und die kleinste wirksame Korrektur anwenden.
- Schritt 4: Wiederherstellung, Nachkontrolle und Prävention für btrfs und Blockgeräte in einem Runbook festhalten.
Praxisübung: Ein kombinierter DNS- und Mountfehler wird schrittweise getrennt, behoben und mit Wiederholungsprüfungen abgesichert.
Kapitel 5: Updatefehler und manueller Rollback
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: update_engine_client -status; aktive und passive Partition; Bootauswahl; Erfolgskriterium.
- Schritt 1: Das Fehlerbild im Bereich update_engine_client -status reproduzieren und eine unveränderte Zeitlinie sichern.
- Schritt 2: Logs, Statusdaten und Abhängigkeiten zu aktive und passive Partition erfassen und gegeneinander abgleichen.
- Schritt 3: Die Ursache durch gezielte Prüfungen von Bootauswahl eingrenzen und die kleinste wirksame Korrektur anwenden.
- Schritt 4: Wiederherstellung, Nachkontrolle und Prävention für Erfolgskriterium in einem Runbook festhalten.
Praxisübung: Ein fehlgeschlagener Updatezustand wird diagnostiziert und kontrolliert auf den vorherigen bootfähigen Stand zurückgeführt.
Kapitel 6: Recovery, Ersatzknoten und Runbook
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Datensicherung; Neuaufbau; Wiederanbindung; Abnahme und Nachbereitung.
- Schritt 1: Sollzustand und Prüfkriterien für Datensicherung festlegen.
- Schritt 2: Den aktuellen Zustand von Neuaufbau mit geeigneten Systemwerkzeugen erfassen.
- Schritt 3: Wiederanbindung kontrolliert durchführen und technische Auswirkungen währenddessen beobachten.
- Schritt 4: Abweichungen im Bereich Abnahme und Nachbereitung behandeln und den Ablauf als Runbook festhalten.
Praxisübung: Ein Knoten wird aus deklarativen Quellen neu aufgebaut, an persistente Daten angebunden und mit einem vollständigen Recovery-Protokoll abgenommen.
Methodik und Arbeitsumgebung
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Lernform; Laboraufbau; Validierung; Fehlerfälle und Rücknahme.
Vortrag, technische Einordnung, Live-Demonstrationen und geführte Übungen wechseln sich ab. Jede Konfiguration wird in einer isolierten Laborumgebung erstellt, versioniert, geprüft, angewendet und anhand von Status-, Log- und Funktionskontrollen abgenommen. Fehlerfälle und Rücknahmewege sind Bestandteil der Übungen.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, 2. Tag: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Linux-Administration, DevOps, SRE, Kubernetes-Betrieb, Bereitschaftsdienst und technische Supportteams. |
| Voraussetzungen: | Sichere Linux-Grundkenntnisse, Erfahrung mit systemd, Journald, Netzwerkdiagnose und Container-Runtimes. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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