Seminar Eclipse Capella Arcadia Grundlagen

Die Arcadia-Methode liefert die fachliche Ordnung für eine konsistente Capella-Modellierung. Der Schwerpunkt liegt auf der Trennung von Bedarf und Lösung sowie auf nachvollziehbaren Übergängen zwischen den Architekturebenen.

Inhaltsübersicht

  1. Zielsetzung
  2. Zielgruppe
  3. Voraussetzungen
  4. Seminarinhalte
  5. Praxisübungen
  6. Lernorganisation
  7. Einordnung im Lernpfad

Zielsetzung

Ziel ist ein belastbares methodisches Grundverständnis, mit dem Modellierungsfragen der richtigen Ebene, Sicht und Entscheidung zugeordnet werden können.

Zielgruppe

Systemingenieure, Architekten, Requirements Engineers, technische Projektleitungen und Modellierende.

Voraussetzungen

Allgemeine Kenntnisse der Systementwicklung; Capella-Erfahrung ist nicht erforderlich.

Seminarinhalte

1. MBSE, Systemarchitektur und Einsatzgrenzen einordnen

  1. Schritt 1: Ausgangslage, Systemgrenze und Architekturentscheidungen eines Beispielvorhabens erfassen.
  2. Schritt 2: Dokumentenzentrierte und modellzentrierte Arbeitsweisen anhand konkreter Informationsflüsse vergleichen.
  3. Schritt 3: Rollen, Artefakte und Freigaben für eine belastbare MBSE-Arbeitsweise zuordnen.
  4. Schritt 4: Geeignete Einsatzszenarien, Ausschlusskriterien und einen realistischen Einführungsumfang festlegen.

2. Arcadia-Prinzipien und Ebenen sauber trennen

  1. Schritt 1: Bedarf, erwartete Systemleistungen und Lösungsarchitektur begrifflich voneinander trennen.
  2. Schritt 2: Operational Analysis, System Analysis, Logical Architecture, Physical Architecture und EPBS ihren Leitfragen zuordnen.
  3. Schritt 3: Übergänge zwischen den Ebenen als nachvollziehbare Verfeinerung statt als Kopierprozess behandeln.
  4. Schritt 4: Iterationen, Architekturtreiber und fachliche Rücksprünge in einem Modellierungsplan festhalten.

3. Capella-Arbeitsweise und Modellstruktur verstehen

  1. Schritt 1: Workbench, Projektstruktur, semantisches Modell und grafische Repräsentationen voneinander abgrenzen.
  2. Schritt 2: Modellbereiche für Operational Analysis, System Analysis, Logical Architecture, Physical Architecture und EPBS lokalisieren.
  3. Schritt 3: Eigenschaften, semantischen Browser, Tabellen, Matrizen und Diagramme gezielt einsetzen.
  4. Schritt 4: Änderungen speichern, Modellzustände prüfen und typische Bedienfehler vermeiden.

4. Operativen Bedarf und Nutzungskontext analysieren

  1. Schritt 1: Stakeholder, operative Akteure, externe Systeme und Umgebungsbedingungen identifizieren.
  2. Schritt 2: Missionen, Fähigkeiten und operative Aktivitäten aus realistischen Nutzungssituationen ableiten.
  3. Schritt 3: Operative Interaktionen und Informationsflüsse ohne vorweggenommene Lösung beschreiben.
  4. Schritt 4: Abdeckung und Widerspruchsfreiheit durch Szenarien, Matrizen und Reviews prüfen.

5. Systemgrenze, Akteure und Fähigkeiten festlegen

  1. Schritt 1: System von externen Akteuren und Nachbarsystemen eindeutig abgrenzen.
  2. Schritt 2: Operative Fähigkeiten in Systemfähigkeiten überführen und fachlich begründen.
  3. Schritt 3: Erwartete Dienste, Randbedingungen und externe Wechselwirkungen strukturieren.
  4. Schritt 4: Abdeckung der operativen Bedarfe mit nachvollziehbaren Übergängen und Matrizen kontrollieren.

6. Logische Komponentenarchitektur entwerfen

  1. Schritt 1: Architekturtreiber, Qualitätsmerkmale und Lösungsalternativen sammeln.
  2. Schritt 2: Logische Komponenten nach Verantwortlichkeiten und Kohäsion strukturieren.
  3. Schritt 3: Logische Funktionen Komponenten zuordnen und Schnittstellenkandidaten ableiten.
  4. Schritt 4: Alternativen anhand nachvollziehbarer Kriterien vergleichen und begründen.

7. Physische Architektur und Deployment ausarbeiten

  1. Schritt 1: Verhaltens- und Knotensicht physischer Komponenten unterscheiden.
  2. Schritt 2: Logische Verantwortlichkeiten auf reale technische Bausteine und Ressourcen abbilden.
  3. Schritt 3: Physische Links, Kommunikationspfade und Hosting-Beziehungen modellieren.
  4. Schritt 4: Deployment-Entscheidungen gegen Leistungs-, Sicherheits- und Integrationsanforderungen prüfen.

8. Architektur mit Integration und Verifikation verknüpfen

  1. Schritt 1: Fähigkeiten, funktionale Ketten und Szenarien als Grundlage für Nachweise auswählen.
  2. Schritt 2: Integrationsreihenfolge und erforderliche Konfigurationseinheiten aus Abhängigkeiten ableiten.
  3. Schritt 3: Prüfziele mit Funktionen, Schnittstellen, Zuständen und Anforderungen verknüpfen.
  4. Schritt 4: Lücken zwischen Architekturdefinition und Verifikationsplanung sichtbar machen.

Praxisübungen

  • Eine Entscheidungsvorlage für den MBSE-Einsatz in einem Beispielprojekt erstellen.
  • Eine unscharfe Aufgabenstellung den passenden Arcadia-Ebenen und Modellartefakten zuordnen.
  • Ein vorbereitetes Modell systematisch navigieren und die Herkunft ausgewählter Beziehungen nachweisen.
  • Für ein Beispielsystem eine operative Kontextanalyse mit Aktivitäten und Interaktionen erstellen.
  • Eine Systemgrenze mit Akteuren, Fähigkeiten und externen Austauschbeziehungen modellieren.
  • Zwei logische Architekturvarianten modellieren und anhand definierter Treiber bewerten.

Lernorganisation

Methodische Erläuterungen werden unmittelbar an einem durchgängigen Fallbeispiel umgesetzt. Die Modellierungstiefe bleibt bewusst grundlegend und legt die Basis für die Fachseminare.

Einordnung im Lernpfad

Empfohlener Einstieg für Modellierende; anschließend folgen Operational Analysis, System Analysis sowie logische und physische Architektur.

Fachbereichsleitung und Seminarorganisation

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage, ca. 6 Stunden pro Tag; 1. Tag 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Systemingenieure, Architekten, Requirements Engineers und Modellierende
Voraussetzungen: Grundkenntnisse der Systementwicklung, keine Capella-Erfahrung erforderlich
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Winterthur 3 Tage
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Sankt Gallen 3 Tage
Basel 3 Tage
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