Im Mittelpunkt steht die Frage, wie aus Modellen verbindliches, geprüftes und genutztes Prozesswissen entsteht. Compliance, Kommunikation, Datenanalyse und Einführung werden deshalb nicht als Einzelthemen, sondern als zusammenhängendes Betriebsmodell behandelt.
Inhaltsübersicht
- Zielsetzung
- Zielgruppe
- Seminarinhalte
- Prozessgovernance und Rollenmodell festlegen
- RACI-Verantwortung in Prozessen zuweisen
- Kollaborationsprozess standardisieren
- Prozessrisiken erfassen und bewerten
- Verarbeitungstätigkeiten strukturiert erfassen
- Varianten und Konformität analysieren
- KI-Ergebnisse fachlich prüfen
- SOP-Struktur und Geltungsbereich festlegen
- Rollenbasierten Zugriff konfigurieren
- Einführungs- und Rolloutstrategie entwickeln
- Einführung steuern und verstetigen
- Praxisübungen
- Voraussetzungen
Zielsetzung
Nach Abschluss kann ein fachlicher Rollout geplant werden, der Prozessrollen, Kontrollen, Datenschutz, datenbasierte Verbesserung, verständliche Arbeitsanweisungen und rollenbezogene Veröffentlichung integriert.
Zielgruppe
BPM-Leitung, Compliance, Datenschutz, interne Revision, Qualitätsmanagement, Organisationsentwicklung, Change- und Rolloutverantwortung.
Seminarinhalte
Die Inhalte werden in einer festen Arbeitsfolge aus Einordnung, Konfiguration oder Modellierung, Prüfung und dokumentierter Anwendung bearbeitet.
Kapitel 1: Prozessgovernance und Rollenmodell festlegen
- Schritt 1: Aufgaben von Prozesseigentum, Modellierung, Freigabe, Qualitätssicherung, Administration und Leseberechtigung trennen.
- Schritt 2: Verbindliche Status, Pflegezyklen, Eskalationswege und Mindestinformationen für Prozessobjekte festlegen.
- Schritt 3: Eine Governance-Matrix erstellen, die Verantwortlichkeit, Entscheidungskompetenz und Nachweispflicht eindeutig zuordnet.
Kapitel 2: RACI-Verantwortung in Prozessen zuweisen
- Schritt 1: Responsible, Accountable, Consulted und Informed pro Aufgabe nach klaren Regeln verwenden.
- Schritt 2: Mehrfachzuweisungen, fehlende Gesamtverantwortung und unklare Mitwirkung systematisch erkennen.
- Schritt 3: RACI-Zuordnung mit Pools, Lanes und Prozessverantwortung konsistent abstimmen.
Kapitel 3: Kollaborationsprozess standardisieren
- Schritt 1: Entwurf, Review, Korrektur, Freigabe, Veröffentlichung und Rückmeldung als verbindlichen Ablauf definieren.
- Schritt 2: Rollen, Bearbeitungsfristen, Benachrichtigungen und Eskalationspunkte in einer Reviewvereinbarung festhalten.
- Schritt 3: Den Ablauf mit einem Musterprozess durchspielen und Medienbrüche oder unklare Zuständigkeiten beseitigen.
Kapitel 4: Prozessrisiken erfassen und bewerten
- Schritt 1: Risikoereignis, Ursache, Auswirkung und betroffenen Prozessschritt präzise dokumentieren.
- Schritt 2: Brutto- und Restrisiko mit einheitlichen Skalen bewerten und vorhandene Kontrollen berücksichtigen.
- Schritt 3: Risikoeigentum, Maßnahmenbedarf und Überprüfungstermin eindeutig zuweisen.
Kapitel 5: Verarbeitungstätigkeiten strukturiert erfassen
- Schritt 1: Zweck, Verantwortungsbereich, Prozessbezug und Geltungsbereich einer Verarbeitungstätigkeit eindeutig festlegen.
- Schritt 2: Verarbeitungstätigkeit mit den zugrunde liegenden Geschäftsprozessen und organisatorischen Verantwortungen verbinden.
- Schritt 3: Ein einheitliches Benennungs- und Pflegekonzept für ein belastbares Verzeichnis aufbauen.
Kapitel 6: Varianten und Konformität analysieren
- Schritt 1: Häufige Varianten, Schleifen, Wartezeiten, Abweichungen und seltene Pfade nach Relevanz untersuchen.
- Schritt 2: Ist-Abläufe mit dem dokumentierten Sollprozess vergleichen und Abweichungen fachlich klassifizieren.
- Schritt 3: Datenfehler, legitime Ausnahme und tatsächlichen Prozessmangel voneinander trennen.
Kapitel 7: KI-Ergebnisse fachlich prüfen
- Schritt 1: Aussagen gegen freigegebene Modelle, Eigenschaften, Regelwerke und bekannte Prozessrealität kontrollieren.
- Schritt 2: Annahmen, Unsicherheiten, Auslassungen und nicht belegte Schlussfolgerungen sichtbar kennzeichnen.
- Schritt 3: Nur geprüfte Verbesserungsvorschläge in den regulären Modellierungs- und Freigabeprozess übernehmen.
Kapitel 8: SOP-Struktur und Geltungsbereich festlegen
- Schritt 1: Zweck, Auslöser, Geltungsbereich, Rollen, Voraussetzungen, Arbeitsschritte, Nachweise und Ausnahmen definieren.
- Schritt 2: Geeignete Granularität zwischen Prozessmodell, Verfahrensanweisung und detaillierter Arbeitsanweisung bestimmen.
- Schritt 3: Benennung, Nummerierung, Verantwortlichkeit und Gültigkeit in einer einheitlichen Vorlage festhalten.
Kapitel 9: Rollenbasierten Zugriff konfigurieren
- Schritt 1: Lesergruppen, organisatorische Rollen, Sichtbarkeitsregeln und Berechtigungsgrenzen festlegen.
- Schritt 2: Positiv- und Negativtests für verschiedene Rollen durchführen und unbeabsichtigte Offenlegung ausschließen.
- Schritt 3: Änderungen an Rollen und Inhalten in einen geregelten Freigabe- und Rezertifizierungsprozess einbinden.
Kapitel 10: Einführungs- und Rolloutstrategie entwickeln
- Schritt 1: Zielbild, organisatorischen Geltungsbereich, Prioritäten, Pilotbereiche und messbare Einführungskriterien definieren.
- Schritt 2: Governance, Rollen, Methodik, Technik, Inhalte, Kommunikation und Befähigung als abgestimmte Arbeitsstränge planen.
- Schritt 3: Abhängigkeiten, Entscheidungen, Risiken und Meilensteine in einer belastbaren Roadmap ordnen.
Kapitel 11: Einführung steuern und verstetigen
- Schritt 1: Kennzahlen für Abdeckung, Aktualität, Qualität, Nutzung, Freigabedauer und Rückmeldungen definieren.
- Schritt 2: Regelmäßige Steuerungsrunden mit klarer Datenbasis, Entscheidung und Maßnahmenverfolgung etablieren.
- Schritt 3: Pilotbefunde in Standards überführen und weitere Bereiche nur nach erfüllten Reifegradkriterien ausrollen.
Praxisübungen
- Entwurf eines Governance- und RACI-Modells für die Prozessorganisation.
- Verknüpfung von Prozessrisiken, Kontrollen und Datenschutzinformationen.
- Ableitung eines Verbesserungsbacklogs aus Daten- und KI-Analysen.
- Planung eines rollenbezogenen Portals und einer stufenweisen Rollout-Roadmap.
Voraussetzungen
Grundkenntnisse in Prozessmanagement und ADONIS. Für Compliance-Teile ist Kenntnis der eigenen Regelwerke hilfreich.
Fachbereichsleitung und Seminarorganisation
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt. Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | BPM-Leitung, Compliance, Datenschutz, interne Revision, Qualitätsmanagement, Organisationsentwicklung, Change- und Rolloutverantwortung. |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse in Prozessmanagement und ADONIS. Für Compliance-Teile ist Kenntnis der eigenen Regelwerke hilfreich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Fachlicher Vortrag, Demonstrationen, geführte Schrittfolgen, praktische Übungen am System und dokumentierte Reviews |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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