Beschreibung
Das Kompaktformat vermittelt die wesentlichen Zusammenhänge in einer kleinen, durchgängigen Laborumgebung. Architektur, Komponenten, Agenten, Suche und Erkennung werden nicht isoliert, sondern als kompletter Daten- und Betriebsweg behandelt.
Die Tiefe ist bewusst auf sichere Grundlagen und praktische Orientierung begrenzt. Spezialthemen wie Mehrknotenbetrieb, komplexe Detection-Entwicklung oder Multi-Cloud-Integration werden in den Einzelseminaren und Intensivpfaden vertieft.
Zielgruppe
IT-Security, Systemadministration, SOC-Einstieg, technische Projektleitung und Teams vor einer Wazuh-Einführung
Voraussetzungen
Linux- und Netzwerkgrundlagen, grundlegendes Verständnis von Logdaten und Endpoint-Sicherheit
Lernziele
- Wazuh-Komponenten und Datenfluss sicher einordnen
- Eine kleine Umgebung installieren und einen Agenten anbinden
- Alarme im Dashboard triagieren und filtern
- Eine einfache benutzerdefinierte Erkennung testen
- FIM-, Schwachstellen- und Reaktionsfunktionen im Zusammenhang bewerten
Inhaltsübersicht
- Komponenten und Datenfluss nachvollziehen
- Installationsvoraussetzungen systematisch prüfen
- Indexer installieren und initial absichern
- Server und Analyse-Engine bereitstellen
- Dashboard und administrative Zugänge einrichten
- Ersten Agenten anbinden und Baseline erzeugen
- Alarme reproduzierbar priorisieren
- Eigene Regeln mit klarer Logik erstellen
- Periodische und Echtzeitüberwachung konfigurieren
- Funde technisch triagieren
- Active-Response-Konzept sicher entwerfen
Seminarinhalte
1. Komponenten und Datenfluss nachvollziehen
Die Rollen von Agent, Server, Indexer und Dashboard einschließlich Analyse- und Transportpfad verstehen.
- Ereignisse vom Endpoint bis zur Darstellung im Dashboard schrittweise verfolgen.
- Agentenkommunikation, Enrollment, Analyse-Engine, Filebeat, Indexierung und API-Zugriff zuordnen.
- Abhängigkeiten zwischen DNS, Zeitquelle, Zertifikaten, Ports und Dienstkonten markieren.
- Kontrollpunkte definieren, an denen Vollständigkeit, Integrität und Latenz geprüft werden.
- Ein Datenflussdiagramm für die geplante Umgebung erstellen.
2. Installationsvoraussetzungen systematisch prüfen
Betriebssystem, Ressourcen, Datenträger, Paketquellen, Berechtigungen und Netzwerkzugänge vor der Installation validieren.
- Hostnamen, DNS, Zeitabgleich und administrative Zugriffe auf allen vorgesehenen Knoten testen.
- Erforderliche Ports und Netzwerkpfade rollenbezogen erfassen und kontrolliert freigeben.
- Vorhandene Sicherheitsrichtlinien, Proxys, noexec-Mounts und Service-Härtungen auf Konflikte prüfen.
- Eine reproduzierbare Preflight-Ausgabe mit Sollwerten und Abweichungen erstellen.
- Erst nach dokumentierter Freigabe mit der Komponenteninstallation beginnen.
3. Indexer installieren und initial absichern
Den Such- und Speicherbaustein reproduzierbar auf Einzel- oder Mehrknotenbasis bereitstellen.
- Pakete und Konfiguration auf dem vorgesehenen System installieren und Dienststatus prüfen.
- Knotennamen, Clustername, Bind-Adressen und Datenpfade konsistent konfigurieren.
- Zertifikate und Vertrauensbeziehungen einspielen und Dateiberechtigungen kontrollieren.
- Cluster- und Indexzustand über administrative Prüfungen verifizieren.
- Installationswerte, Versionen und Prüfergebnisse im Betriebsprotokoll festhalten.
4. Server und Analyse-Engine bereitstellen
Den zentralen Analyse- und Managementbaustein installieren, anbinden und kontrolliert starten.
- Serverpakete installieren und die grundlegenden Dienste sowie Konfigurationspfade prüfen.
- Verbindung zum Indexer und den Transport über Filebeat konfigurieren.
- Enrollment-, Agenten- und API-Dienste mit den vorgesehenen Bind-Adressen aktivieren.
- Standardregeln, Decoder und interne Ereignisverarbeitung mit Testdaten validieren.
- Dienstabhängigkeiten und Startreihenfolge dokumentieren.
5. Dashboard und administrative Zugänge einrichten
Die Bedien-, Such- und Administrationsoberfläche sicher mit Indexer und Server-API verbinden.
- Dashboardpaket installieren und Bind-Adresse, Port sowie Servername festlegen.
- Zertifikate und Zugangsdaten für Indexer und API hinterlegen.
- Anmeldung, Mandanten- beziehungsweise Rollenwirkung und grundlegende Abfragen prüfen.
- Eine erste gespeicherte Suche und ein Kontroll-Dashboard anlegen.
- Zugangsweg, Verantwortlichkeit und Wiederanlaufprüfung dokumentieren.
6. Ersten Agenten anbinden und Baseline erzeugen
Die komplette Verarbeitungskette mit einem kontrollierten Referenz-Endpoint nachweisen.
- Agentenpaket auf einem repräsentativen System installieren.
- Manageradresse, Enrollment und eindeutige Agentenidentität konfigurieren.
- Agentenstatus, Gruppenmitgliedschaft und zentrale Konfiguration prüfen.
- Definierte Testereignisse erzeugen und deren Weg bis zum Dashboard verfolgen.
- Abweichungen als Korrekturliste für den späteren Massenrollout dokumentieren.
7. Alarme reproduzierbar priorisieren
Aus Alarmstufe, Kontext und Assetkritikalität eine konsistente Erstbewertung ableiten.
- Zeit, Agent, Regel, Quellereignis und relevante Felder vollständig erfassen.
- Erkennung gegen erwartete Aktivität, Wartungsfenster und bekannte Änderungen prüfen.
- Betroffene Identität, Prozess, Datei, Netzwerkziel und Umfang bestimmen.
- Alarm als Fehlalarm, benign, verdächtig oder bestätigter Vorfall klassifizieren.
- Entscheidung, Begründung und nächste Aktion strukturiert dokumentieren.
8. Eigene Regeln mit klarer Logik erstellen
Aus dekodierten Feldern nachvollziehbare Erkennungen mit angemessener Alarmstufe ableiten.
- Erkennungsziel, notwendige Bedingungen und erwartete Ausnahmefälle formulieren.
- Eindeutige Regel-ID, Gruppe, Beschreibung und Feldbedingungen festlegen.
- Abhängigkeiten zu vorhandenen Regeln nur bewusst und dokumentiert verwenden.
- Positive, negative und Grenzfälle mit wazuh-logtest ausführen.
- Regel zunächst im Beobachtungsmodus bewerten und anschließend freigeben.
9. Periodische und Echtzeitüberwachung konfigurieren
Geeignete FIM-Modi kontrolliert einsetzen und deren Ressourcenwirkung messen.
- Baseline-Scan auf einem Referenzsystem ausführen und Laufzeit dokumentieren.
- Echtzeitüberwachung für ausgewählte, häufig relevante Pfade aktivieren.
- Periodische Prüfung für große oder weniger dynamische Bereiche konfigurieren.
- Gezielte Dateiänderungen, Anlage, Löschung und Umbenennung testen.
- Last, Ereignisqualität und Wiederanlauf nach Agentenneustart kontrollieren.
10. Funde technisch triagieren
Aus einer Trefferliste priorisierte, überprüfte Maßnahmen ableiten.
- Assetkritikalität, Exposition, Paketfunktion und Ausnutzbarkeit erfassen.
- Installierte Version und tatsächliche Nutzung auf dem Endpoint verifizieren.
- Mehrfachfunde und abhängige Pakete zu einem Bearbeitungsfall bündeln.
- Priorität und Frist anhand technischer und geschäftlicher Kriterien festlegen.
- Entscheidung mit Evidenz und Eigentümer dokumentieren.
11. Active-Response-Konzept sicher entwerfen
Automatisierte Aktionen nur für ausreichend sichere, reversible und überwachte Szenarien einsetzen.
- Geeignete Anwendungsfälle nach Erkennungsqualität, Auswirkung und Reversibilität auswählen.
- Befehl, Ausführungsort, Parameter, Timeout und Rücknahme festlegen.
- Allowlist, Assetkritikalität und Wartungsfenster als Schutzgrenzen berücksichtigen.
- Protokollierung und Alarm bei fehlgeschlagener Reaktion definieren.
- Vier-Augen-Freigabe und stufenweisen Übergang von Simulation zu Produktion planen.
Praxislabor
- Eine kompakte Einzelknotenumgebung vorbereiten und die zentralen Komponenten installieren.
- Einen Windows- oder Linux-Agenten registrieren und Kontrollereignisse erzeugen.
- Alarme mit Zeit-, Agenten- und Regelkontext triagieren.
- Eine einfache lokale Regel mit positivem und negativem Testfall erstellen.
- FIM-Änderung, Schwachstellenfund und eine nur simulierte Reaktionsentscheidung dokumentieren.
Betriebliche Qualitätssicherung
- Klarer Laborumfang ohne Produktionsfreigabe
- Ende-zu-Ende-Kontrollereignis nach jedem Installationsschritt
- Positive und negative Tests für die eigene Regel
- Dokumentierte Grenzen und Auswahl des passenden Vertiefungsseminars
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | IT-Security, Systemadministration, SOC-Einstieg, technische Projektleitung und Teams vor einer Wazuh-Einführung |
| Voraussetzungen: | Linux- und Netzwerkgrundlagen, grundlegendes Verständnis von Logdaten und Endpoint-Sicherheit |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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