Beschreibung
Redundanz wird aus RTO, RPO, Last und Wartungsanforderungen abgeleitet. Das Seminar unterscheidet Server-Cluster, Indexer-Cluster und Bedienzugang als eigenständige Verfügbarkeitsdomänen.
Failover gilt erst als nachgewiesen, wenn Agentenverbindungen, Synchronisation, Indexierung und Suchfunktion unter kontrolliertem Ausfall gemessen wurden.
Zielgruppe
Wazuh-Administration, Plattformarchitektur, Linux- und Netzwerkbetrieb, SRE und technische Betriebsverantwortung
Voraussetzungen
Praktische Wazuh-Administration, Linux, TLS, Netzwerk- und Load-Balancer-Grundlagen sowie Verständnis von Clusterkonzepten
Lernziele
- Messbare Verfügbarkeits- und Skalierungsziele definieren
- Server- und Indexer-Cluster konsistent aufbauen
- Agentenverkehr über einen Load Balancer verteilen
- Ausfälle und Wiederbeitritt mit Datenflusskontrollen testen
- Kapazität und Wartung ohne unkontrollierten Redundanzverlust steuern
Inhaltsübersicht
- Verfügbarkeits- und Skalierungsziele definieren
- Wazuh-Server-Cluster konfigurieren
- Agentenverkehr über Load Balancer verteilen
- Indexer-Cluster für Verfügbarkeit und Leistung betreiben
- Dashboard-Zugriff redundant gestalten
- Failover- und Störungstests durchführen
- Kapazität und Wartung im Cluster steuern
Seminarinhalte
1. Verfügbarkeits- und Skalierungsziele definieren
Technische Architektur aus messbaren Anforderungen statt pauschaler Redundanz ableiten.
- Maximalen Datenverlust, Wiederanlaufzeit und tolerierte Unterbrechung je Funktion festlegen.
- Ereignislast, Agentenzahl, Suchlast und Wachstum für Normal- und Spitzenbetrieb bestimmen.
- Wartungs-, Ausfall- und Standortverlustszenarien priorisieren.
- Abhängigkeiten außerhalb von Wazuh wie DNS, Zeit, Load Balancer und Speicher einbeziehen.
- Abnahmekriterien für Failover, Datenkonsistenz und Wiederanschluss dokumentieren.
2. Wazuh-Server-Cluster konfigurieren
Mehrere Serverknoten mit klarer Rollenverteilung, Synchronisation und konsistentem Agentenbetrieb aufbauen.
- Master- und Worker-Rollen, Knotennamen und Clusterkommunikation planen.
- Clusterkonfiguration und gemeinsamen Schlüssel geschützt bereitstellen.
- Knoten nacheinander starten und Mitgliedschaft sowie Synchronisationsstatus prüfen.
- Benutzerdefinierte Regeln, Gruppen und Agenteninformationen auf Konsistenz testen.
- Knotenausfall und Wiederbeitritt mit dokumentierten Prüfpunkten erproben.
3. Agentenverkehr über Load Balancer verteilen
Verbindungen gleichmäßig verteilen und Wiederanschluss bei Knotenausfall kontrollieren.
- Virtuelle Endpunkte, Backend-Pools und Gesundheitsprüfungen definieren.
- TCP-Verhalten, Persistenz, Zeitüberschreitungen und Quelladressbehandlung festlegen.
- Agenten auf den virtuellen Endpunkt umstellen und Verteilung messen.
- Backend-Ausfall auslösen und Wiederverbindung sowie Datenlücke bewerten.
- Load-Balancer-Konfiguration und Kapazitätsgrenzen dokumentieren.
4. Indexer-Cluster für Verfügbarkeit und Leistung betreiben
Such- und Speicherlast über mehrere Knoten mit geprüftem Clusterzustand verteilen.
- Knotenrollen, Clustername, Zertifikate und Datenpfade konsistent planen.
- Knoten schrittweise hinzufügen und Clusterzustand sowie Shard-Verteilung prüfen.
- Replikation und Kapazitätsreserve anhand des Ausfallszenarios festlegen.
- Knotenausfall, Wiederaufnahme und Rebalancing kontrolliert testen.
- Warnschwellen für Speicher, Shards, JVM und Clusterzustand definieren.
5. Dashboard-Zugriff redundant gestalten
Bedienzugang und gespeicherte Objekte auch bei Wartung oder Ausfall kontrolliert verfügbar halten.
- Abhängigkeiten zu Indexer, Server-API, Zertifikaten und Identitätsdienst erfassen.
- Redundanz- oder Wiederanlaufmodell für die Dashboard-Schicht festlegen.
- Sitzungs-, Proxy- und Zertifikatsverhalten am gemeinsamen Zugangspunkt testen.
- Ausfall einer Instanz und Wiederaufnahme ohne Verlust administrativer Kontrolle prüfen.
- Betriebs- und Notfallzugang getrennt dokumentieren.
6. Failover- und Störungstests durchführen
Redundanz durch kontrollierte Ausfälle mit klaren Messwerten nachweisen.
- Ausfallszenario, erwartete Wirkung und Sicherheitsgrenzen vorab dokumentieren.
- Baseline für Agentenverbindungen, Queue, Indexierung und Suchlatenz aufnehmen.
- Jeweils nur eine Komponente kontrolliert stoppen oder isolieren.
- Failover, Datenpufferung, Alarmierung und Wiederherstellung messen.
- Abweichungen, Restdatenabgleich und Verbesserungsmaßnahmen festhalten.
7. Kapazität und Wartung im Cluster steuern
Wachstum, Rolling Maintenance und Ersatz von Knoten ohne unkontrollierten Kapazitätsverlust planen.
- Nutzungs- und Reservemetriken je Knoten regelmäßig auswerten.
- Schwellen für Scale-out, Datenträgererweiterung und Shard-Anpassung definieren.
- Wartungsreihenfolge und Mindestkapazität während des Eingriffs festlegen.
- Knotenentnahme und Wiederaufnahme in einer Testwartung erproben.
- Kapazitätsplan und Wartungsrunbook nach jedem Test aktualisieren.
Praxislabor
- RTO-/RPO- und Lastziele für eine Mehrknotenumgebung festlegen.
- Servercluster und Indexercluster mit konsistenten Zertifikaten und Knotennamen aufbauen.
- Agentenverbindungen über einen virtuellen Endpunkt verteilen.
- Je einen Server- und Indexerknoten kontrolliert ausfallen lassen und Datenlücken messen.
- Wartungsrunbook mit Mindestkapazität, Prüfungen und Wiederaufnahme erstellen.
Betriebliche Qualitätssicherung
- Baseline und Sollverhalten für jedes Ausfallszenario
- Nur ein kontrollierter Fehler je Testschritt
- Messung von Wiederanschluss, Queue, Indexierung und Suchlatenz
- Dokumentierte Kapazitätsreserve während Wartung
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
-

Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Wazuh-Administration, Plattformarchitektur, Linux- und Netzwerkbetrieb, SRE und technische Betriebsverantwortung |
| Voraussetzungen: | Praktische Wazuh-Administration, Linux, TLS, Netzwerk- und Load-Balancer-Grundlagen sowie Verständnis von Clusterkonzepten |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
Die Ergebnissliste kann durch Anklicken der Überschrift neu sortiert werden.
