Seminar W3C VC 2.0 Kompaktseminar – Data Model, Data Integrity und Status Lists

Das dreitägige Kompaktformat verbindet Datenmodell, Proof-Verarbeitung und Statusprüfung in einer zusammenhängenden technischen Lernstrecke. Es bietet mehr Implementierungstiefe als ein Überblickskurs, bleibt aber fokussierter als das fünftägige Intensivseminar.

Inhaltsverzeichnis

  • Einordnung
  • Zielgruppe
  • Voraussetzungen
  • Lernziele
  • Seminarinhalte
  • Rollen und Systemarchitektur
  • VC Data Model 2.0
  • JSON-LD und signierbare Semantik
  • Issuance und Credential-Prüfung
  • Data Integrity Proof
  • Presentations und Replay-Schutz
  • Bitstring Status List
  • Lifecycle und Ausfallregeln
  • End-to-End-Validierung
  • Sicherheit, Datenschutz und Test
  • Praktische Übungen
  • Methodik
  • Einordnung im Seminarprogramm

Einordnung

Der Schwerpunkt liegt auf konzentrierte Verbindung der drei zentralen VC-2.0-Standardbereiche. Die Inhalte werden von der fachlichen Anforderung über Datenmodell und Protokoll bis zu Validierung, Fehlerbehandlung und betrieblichen Kontrollen entwickelt.

Zielgruppe

Software- und Lösungsarchitektur, Entwicklung, IAM, Security Engineering, technische Produktverantwortung und Qualitätssicherung mit Bedarf an einer konzentrierten Gesamteinführung.

Voraussetzungen

Sichere JSON- und API-Kenntnisse sowie Grundverständnis digitaler Signaturen. VC-Vorkenntnisse sind hilfreich, aber nicht zwingend.

Lernziele

  • VC-2.0-Credentials semantisch korrekt modellieren
  • Issuer-, Holder- und Verifier-Prozesse einordnen
  • DataIntegrityProof erzeugen und mehrschichtig prüfen
  • Kryptosuite und Verification Method konsistent auswählen
  • Bitstring Status Lists erzeugen, aktualisieren und validieren
  • Zeit, Status, Proof und Trust zu einer Entscheidung kombinieren
  • einen prototypischen End-to-End-Prüfpfad aufbauen

Seminarinhalte

Modul 1: Rollen und Systemarchitektur

  1. Schritt 1: Issuer, Holder, Subject, Wallet, Verifier und Statusdienst werden abgegrenzt.
  2. Schritt 2: Issuance, Speicherung, Präsentation und Prüfung werden als Prozesskette dargestellt.
  3. Schritt 3: Trust Boundaries, Schlüsselrollen und Datenflüsse werden markiert.
  4. Schritt 4: Der Anwendungsfall wird auf notwendige Claims, Gültigkeit und Status reduziert.

Modul 2: VC Data Model 2.0

  1. Schritt 1: Kontext und Typen definieren die semantische Grundlage.
  2. Schritt 2: Issuer, credentialSubject und Claims werden korrekt strukturiert.
  3. Schritt 3: validFrom und validUntil werden von Status und fachlichen Zeiträumen getrennt.
  4. Schritt 4: Erweiterungen erhalten eindeutige Begriffe, Datentypen und Versionsregeln.

Modul 3: JSON-LD und signierbare Semantik

  1. Schritt 1: Kompakte und expandierte Darstellung werden verglichen.
  2. Schritt 2: Kontextdefinitionen werden auf Überschreibung und unerwartete Remote-Abhängigkeiten geprüft.
  3. Schritt 3: Kanonisierung erzeugt eine deterministische Repräsentation.
  4. Schritt 4: Interoperabilität wird anhand identischer semantischer und kanonischer Ergebnisse getestet.

Modul 4: Issuance und Credential-Prüfung

  1. Schritt 1: Ausgabevoraussetzung und Claim-Herkunft werden autorisiert.
  2. Schritt 2: Das Credential wird aus einer versionierten Vorlage aufgebaut.
  3. Schritt 3: Vor der Übergabe werden Datenmodell und Proof kontrolliert.
  4. Schritt 4: Wallet und Verifier prüfen das empfangene Credential unabhängig.

Modul 5: Data Integrity Proof

  1. Schritt 1: Proof-Konfiguration mit Kryptosuite, Verification Method und Proof Purpose wird erstellt.
  2. Schritt 2: Dokument und Proof-Konfiguration werden nach Kryptosuite-Regeln verarbeitet.
  3. Schritt 3: Der Signaturwert wird erzeugt und in das Credential eingebettet.
  4. Schritt 4: Der Verifier trennt Signaturprüfung, Schlüsselautorisierung und Issuer-Vertrauen.

Modul 6: Presentations und Replay-Schutz

  1. Schritt 1: Der Verifier erzeugt eine minimale Anfrage mit frischer Challenge und Domain.
  2. Schritt 2: Die Wallet wählt passende Credentials und notwendige Claims.
  3. Schritt 3: Der Präsentationsproof bindet die Antwort an den Austausch.
  4. Schritt 4: Der Verifier prüft Einmaligkeit, Zeitfenster und gegebenenfalls Holder Binding.

Modul 7: Bitstring Status List

  1. Schritt 1: Statuszweck, Index und Listengröße werden festgelegt.
  2. Schritt 2: Eine Bitfolge wird aufgebaut, komprimiert und als StatusListCredential veröffentlicht.
  3. Schritt 3: Das Credential referenziert Liste und Index über eine StatusListEntry.
  4. Schritt 4: Der Verifier prüft Signatur und Aktualität der Liste, dekodiert sie und wertet den Status aus.

Modul 8: Lifecycle und Ausfallregeln

  1. Schritt 1: Zeitliche Gültigkeit, Aussetzung, Widerruf und Erneuerung werden als getrennte Zustände behandelt.
  2. Schritt 2: Cache- und Aktualitätsregeln bestimmen, welche Statuslistenversion akzeptiert wird.
  3. Schritt 3: Nicht erreichbare Status- oder Trust-Dienste erhalten risikobasierte Fail-closed- oder Prüfhalt-Regeln.
  4. Schritt 4: Fehler werden intern eindeutig klassifiziert und extern datensparsam gemeldet.

Modul 9: End-to-End-Validierung

  1. Schritt 1: Eingabe und Kontext werden geprüft.
  2. Schritt 2: Presentation-Proof und Credential-Proof werden validiert.
  3. Schritt 3: Zeit, Status, Verification Method und Issuer-Trust werden ausgewertet.
  4. Schritt 4: Eine Fachpolicy erzeugt die abschließende Entscheidung und nachvollziehbare technische Evidenz.

Modul 10: Sicherheit, Datenschutz und Test

  1. Schritt 1: Claims, Kennungen, Logs und Statusabrufe werden minimiert.
  2. Schritt 2: Replay, Kontextmanipulation, falscher Schlüssel und Listen-Rollback werden als Negativtests simuliert.
  3. Schritt 3: Goldene Testfälle sichern kanonische Daten und Proof-Ergebnisse.
  4. Schritt 4: Offene Produktionsanforderungen werden als Härtungs- und Betriebsbacklog dokumentiert.

Praktische Übungen

  • Modellierung eines eigenen VC-2.0-Beispiels
  • Erzeugung und Prüfung eines Data-Integrity-Proofs
  • Aufbau und Auswertung einer Bitstring Status List
  • End-to-End-Verifikation mit Challenge, Zeit und Status
  • Analyse typischer Manipulations- und Ausfallszenarien

Methodik

Fachliche Einordnung, strukturierte Demonstrationen, gemeinsame Modellierung, angeleitete Implementierungs- und Prüfaufgaben, Negativtests sowie Auswertung typischer Fehlersituationen. Die Übungen verwenden synthetische Beispieldaten und werden schrittweise von einem kontrollierten Normalfall zu Manipulations-, Grenz- und Ausfallszenarien erweitert.

Einordnung im Seminarprogramm

Geeignet als konzentrierter Einstieg für technische Teams. Für die vollständige Breite einschließlich BBS, Migration, Governance und Betrieb dient das fünftägige Intensivseminar; Spezialfragen werden in den Vertiefungsmodulen behandelt.

Fachbereichsleitung und Seminarorganisation

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Software- und Lösungsarchitektur, Entwicklung, IAM, Security Engineering, technische Produktverantwortung und Qualitätssicherung mit Bedarf an einer konzentrierten Gesamteinführung.
Voraussetzungen: Sichere JSON- und API-Kenntnisse sowie Grundverständnis digitaler Signaturen. VC-Vorkenntnisse sind hilfreich, aber nicht zwingend.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Fachvortrag, Demonstrationen, strukturierte Schritt-für-Schritt-Übungen, praktische Prüf- und Implementierungsaufgaben
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Sankt Gallen 3 Tage
Basel 3 Tage
Winterthur 3 Tage
Zürich 3 Tage
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Stream gespeichert 3 Tage
Luzern 3 Tage
Bern 3 Tage
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Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
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