Das Seminar verbindet fachliche Semantik, Datenmapping und digitale Zwillinge. Aus heterogenen Backend-Feldern entstehen standardisierte Aspect Models, validierte Submodels, Registry-Einträge und souverän bereitgestellte Datenangebote. Versionierung, Kompatibilität und Consumer-Integration werden durchgängig berücksichtigt.
Inhaltsübersicht
- Einordnung und Zielsetzung
- Lernziele
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Schrittweise Seminarinhalte
- Semantik und Interoperabilität
- Fachliches Informationsmodell
- Aspect-Model-Grundstruktur
- Semantische IDs, Einheiten und Codes
- Modellversion und Kompatibilität
- Quellmodell und Profiling
- Mapping und Transformation
- Validierung und Testdaten
- Digitaler Zwilling und Shell Descriptor
- Digital Twin Registry
- Bereitstellung über Connector
- Consumer-Integration
- Governance und Betrieb
- Praxisübungen
- Arbeitsweise und Qualitätskontrollen
Lernziele
- Syntaktische Transformation und semantische Harmonisierung unterscheiden
- Fachbegriffe, Einheiten und Strukturen in Aspect Models modellieren
- Quellmodelle auf standardisierte Zielmodelle abbilden
- Digitale Zwillinge und Registry-Einträge konsistent verwalten
- Semantische, technische und vertragliche Tests für Consumer-Anwendungen durchführen
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Data Architecture, Datenmodellierung, Integration, PLM und Industrie 4.0, Softwareentwicklung, Digital-Twin-Teams und Catena-X-Projekte.
Voraussetzungen: Grundkenntnisse zu JSON, Datenmodellen und APIs. Erfahrung mit Produkt- oder Asset-Daten ist hilfreich.
Seminarinhalte
Die Inhalte werden in einer aufeinander aufbauenden Reihenfolge erarbeitet. Jeder Schritt verbindet fachliche Einordnung, technische Details, Kontrollfragen und eine anwendungsbezogene Aufgabe.
Schritt 1: Semantik und Interoperabilität
Gleiche Feldnamen garantieren keine gleiche Bedeutung. Semantische Identifikatoren, Definitionen und Modelle schaffen organisationsübergreifendes Verständnis.
- Syntax und Semantik
- Begriffe
- Kontext
- Interoperabilität
- Governance
Praxisaufgabe: Analyse mehrdeutiger Datenfelder.
Schritt 2: Fachliches Informationsmodell
Vor dem technischen Mapping werden Objekte, Beziehungen, Eigenschaften und Regeln fachlich beschrieben.
- Objekte
- Beziehungen
- Eigenschaften
- Kardinalitäten
- Geschäftsregeln
Praxisaufgabe: Erstellung eines kleinen Informationsmodells.
Schritt 3: Aspect-Model-Grundstruktur
Ein Aspect Model beschreibt einen fachlichen Ausschnitt mit Eigenschaften, Strukturen, Datentypen und Constraints.
- Aspect
- Property
- Entity
- Characteristic
- Constraint
Praxisaufgabe: Modellierung eines einfachen Aspects.
Schritt 4: Semantische IDs, Einheiten und Codes
Begriffe, Einheiten und Codelisten werden eindeutig zugeordnet und validiert.
- Semantic ID
- Einheit
- Codeliste
- Wertebereich
- Mehrsprachige Beschreibung
Praxisaufgabe: Bereinigung eines Modells mit uneinheitlichen Einheiten.
Schritt 5: Modellversion und Kompatibilität
Änderungen werden in kompatible Erweiterungen und brechende Änderungen unterschieden.
- Version
- Optionales Feld
- Umbenennung
- Datentypänderung
- Migrationsregel
Praxisaufgabe: Bewertung mehrerer Modelländerungen.
Schritt 6: Quellmodell und Profiling
Backend-Felder werden nach Typ, Qualität, Wertebereich und Bedeutung untersucht, bevor ein Mapping entsteht.
- Schema
- Beispieldaten
- Null- und Fehlerwerte
- Codes
- Herkunft
Praxisaufgabe: Profiling eines Beispielquellsystems.
Schritt 7: Mapping und Transformation
Felder, Strukturen, Einheiten und Codes werden nachvollziehbar in das Zielmodell überführt.
- Direktes Mapping
- Strukturtransformation
- Einheitenkonvertierung
- Code-Mapping
- Default- und Fehlerlogik
Praxisaufgabe: Erstellung einer Mapping-Tabelle.
Schritt 8: Validierung und Testdaten
Schema, Constraints und fachliche Regeln werden mit Positiv- und Negativdaten geprüft.
- Schema-Validierung
- Constraints
- Verknüpfungen
- Testdaten
- Fehlermeldung
Praxisaufgabe: Entwurf eines Validierungstests.
Schritt 9: Digitaler Zwilling und Shell Descriptor
Asset-ID, Descriptor und Submodel-Endpunkte bilden den Zugriffspunkt auf semantische Daten.
- Asset-ID
- Shell Descriptor
- Submodel Descriptor
- Endpoint
- Protokollinformation
Praxisaufgabe: Aufbau eines Descriptor-Konzepts.
Schritt 10: Digital Twin Registry
Digitale Zwillinge werden registriert, gesucht, aktualisiert und stillgelegt. Registry und Ursprungssystem müssen konsistent bleiben.
- Create
- Read und Search
- Update
- Delete
- Konsistenz
Praxisaufgabe: Planung eines Registry-Lebenszyklus.
Schritt 11: Bereitstellung über Connector
Submodel-Daten werden als Asset mit Policy und Contract Definition angeboten.
- Asset
- Datenadresse
- Policy
- Vertrag
- Transfer oder API-Zugriff
Praxisaufgabe: Entwurf eines Datenangebots für ein Submodel.
Schritt 12: Consumer-Integration
Consumer lösen Registry-Einträge auf, verhandeln Zugriff und validieren empfangene Daten gegen das erwartete Modell.
- Suche
- Endpoint
- Vertrag
- Abruf
- Validierung
Praxisaufgabe: Entwurf einer Consumer-Sequenz.
Schritt 13: Governance und Betrieb
Modelle, Mappings, Registry und Angebote benötigen Owner, Versionen, Tests und geordnete Änderungen.
- Model Owner
- Freigabe
- Mapping-Version
- Kompatibilitätstest
- Stilllegung
Praxisaufgabe: Erstellung eines Modell-Lifecycle-Prozesses.
Praxisübungen
- Fachliches Informations- und Aspect Model für ein Industrieasset
- Quellprofiling, Mapping und Validierung mit Testdaten
- Digitaler Zwilling mit Registry-, Policy- und Consumer-Konzept
Arbeitsweise und Qualitätskontrollen
Vortrag, moderierte Analyse, Systemdemonstration, strukturierte Checklisten und praktische Übungen werden miteinander kombiniert. Konfigurationen und Konzepte werden jeweils gegen Vollständigkeit, Konsistenz, Sicherheit, Nachvollziehbarkeit und Betriebsfähigkeit geprüft. Übungsfälle enthalten auch Fehlersituationen, damit Diagnose- und Entscheidungswege nicht nur im Idealzustand nachvollzogen werden.
Fachbereichsleitung, Trainingsleitung und Ansprechpersonen
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Data Architecture, Datenmodellierung, Integration, PLM und Industrie 4.0, Softwareentwicklung, Digital-Twin-Teams und Catena-X-Projekte. |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse zu JSON, Datenmodellen und APIs. Erfahrung mit Produkt- oder Asset-Daten ist hilfreich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, Fallstudien, Checklisten und praktische Übungen am System oder in einer geeigneten Übungsumgebung |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Seminare mit Trainer vor Ort; Webinar nur bei ausdrücklicher Auswahl |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation als Download oder auf Datenträger |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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