Seminar T-Systems DIH – Catena-X: Zertifikate, ECU, Cybersecurity und Dateiübertragung

Vier technisch geprägte Catena-X-Anwendungsfelder werden in einem gemeinsamen Integrationsrahmen behandelt: Company Certificate Management, Electronic Control Unit, Cybersecurity Metrics und Simple File Transfer. Der Schwerpunkt liegt auf sicheren Datenobjekten, Nachweisen, Versionen, Integrität, Policy-Steuerung und wiederholbaren Transfers.

Inhaltsübersicht

  1. Einordnung und Zielsetzung
  2. Lernziele
  3. Zielgruppe und Voraussetzungen
  4. Schrittweise Seminarinhalte
    1. Gemeinsamer Sicherheits- und Nachweisrahmen
    2. Company Certificate Management
    3. Electronic Control Unit
    4. Cybersecurity Metrics
    5. Simple File Transfer
    6. Asset- und Angebotsdesign
    7. Backend- und Repository-Anbindung
    8. Automatisierung und API-Nutzung
    9. Integrität, Signaturen und Zertifikate
    10. Monitoring und Fehleranalyse
  5. Praxisübungen
  6. Arbeitsweise und Qualitätskontrollen

Lernziele

  • Zertifikats-, ECU-, Cybersecurity- und Dateiübertragungsfälle fachlich strukturieren
  • Integritäts-, Herkunfts- und Versionsanforderungen in Datenmodelle überführen
  • Datenangebote und Übertragungen mit geeigneten Policies absichern
  • Backend- und Dateiprozesse automatisierbar gestalten
  • Technische Fehler, unvollständige Nachweise und Transferprobleme diagnostizieren

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: IT Security, Qualitäts- und Zertifikatsmanagement, ECU- und Softwareentwicklung, Automotive Integration, Compliance, Plattformbetrieb und Catena-X-Implementierung.

Voraussetzungen: Gute technische Grundkenntnisse zu Dateien, APIs, Zertifikaten und Softwareartefakten. Catena-X- und Connector-Grundlagen werden empfohlen.

Seminarinhalte

Die Inhalte werden in einer aufeinander aufbauenden Reihenfolge erarbeitet. Jeder Schritt verbindet fachliche Einordnung, technische Details, Kontrollfragen und eine anwendungsbezogene Aufgabe.

Schritt 1: Gemeinsamer Sicherheits- und Nachweisrahmen

Die vier Use Cases werden nach Schutzbedarf, Datenherkunft, Integritätsanforderung, Aktualität und Empfängerkreis verglichen.

  • Vertraulichkeit
  • Integrität und Signatur
  • Authentizität und Herkunft
  • Version und Gültigkeit
  • Nachweisbarkeit

Praxisaufgabe: Erstellung einer Schutzbedarfs- und Kontrollmatrix.

Schritt 2: Company Certificate Management

Unternehmens- und Produktzertifikate werden mit Gültigkeit, Aussteller, Gegenstand und Status strukturiert bereitgestellt.

  • Zertifikatstyp
  • Aussteller und Inhaber
  • Gültigkeitszeitraum
  • Dokument und Metadaten
  • Erneuerung und Widerruf

Praxisaufgabe: Modellierung eines Zertifikatsdatensatzes mit Lebenszyklus.

Schritt 3: Electronic Control Unit

ECU-bezogene Daten verbinden Hardware-, Software- und Fahrzeugkontext. Versionen und Kompatibilitäten müssen eindeutig sein.

  • ECU-Identität
  • Hardware- und Softwarestand
  • Freigabe- und Kompatibilitätsinformationen
  • Produktbezug
  • Änderungshistorie

Praxisaufgabe: Aufbau eines Datenmodells für eine ECU-Version.

Schritt 4: Cybersecurity Metrics

Sicherheitskennzahlen werden mit Messzeitraum, Scope, Methode, Schwellenwert und Status beschrieben. Sensible Details benötigen abgestufte Sichtbarkeit.

  • Kennzahl und Definition
  • Messbereich
  • Zeitraum und Aktualität
  • Bewertung und Schwellenwert
  • Zugriffsklassen

Praxisaufgabe: Definition eines kleinen Kennzahlensets mit Qualitätsregeln.

Schritt 5: Simple File Transfer

Dateiübertragung wird nicht als unkontrollierter Download, sondern als Vertrag, Ursprungssystem, Zielsystem, Integritätsprüfung und Nachweis behandelt.

  • Datei und Metadaten
  • Eingangs- und Zielverbindung
  • Policy und Vertrag
  • Transferstatus
  • Prüfsumme und Empfangsbestätigung

Praxisaufgabe: Planung eines sicheren Dateitransfers mit Wiederholungslogik.

Schritt 6: Asset- und Angebotsdesign

Je Use Case wird entschieden, welche Daten gemeinsam oder getrennt angeboten werden. Metadaten ermöglichen die sichere Auswahl durch Konsumenten.

  • Asset-Granularität
  • Versionierung
  • Such- und Klassifikationsmerkmale
  • Vertragsdefinition
  • Mehrere Zugriffsstufen

Praxisaufgabe: Entwurf einer Angebotsstruktur für öffentliche Metadaten und geschützte Inhalte.

Schritt 7: Backend- und Repository-Anbindung

Zertifikatsarchive, Entwicklungsrepositories, Security-Plattformen und Dateispeicher werden über kontrollierte Verbindungen angebunden.

  • Quellsysteme
  • Authentisierung
  • Datei- und API-Zugriff
  • Mapping
  • Delta- und Ereigniserkennung

Praxisaufgabe: Erstellung einer Integrationsskizze für zwei heterogene Quellsysteme.

Schritt 8: Automatisierung und API-Nutzung

Wiederkehrende Bereitstellung und Konsum werden mit APIs, Zeitplänen und idempotenten Prozessen automatisiert.

  • Trigger und Zeitplan
  • API-Aufrufe
  • Technische IDs
  • Wiederholung
  • Fehlerablage

Praxisaufgabe: Entwurf eines automatisierten Upload- und Download-Prozesses.

Schritt 9: Integrität, Signaturen und Zertifikate

Technische Vertrauensmittel werden von fachlichen Zertifikatsdaten getrennt. Prüfsummen, TLS-Zertifikate und signierte Nachweise erfüllen unterschiedliche Aufgaben.

  • TLS und Transport
  • Prüfsumme
  • Digitale Signatur
  • Vertrauenskette
  • Ablauf und Rotation

Praxisaufgabe: Zuordnung geeigneter Integritätsmechanismen zu mehreren Datenobjekten.

Schritt 10: Monitoring und Fehleranalyse

Fehler werden nach Ursprungssystem, Authentisierung, Policy, Vertrag, Transfer, Datei und Consumer-Verarbeitung gegliedert.

  • Status- und Fehlercodes
  • Log-Korrelation
  • Ungültige oder abgelaufene Nachweise
  • Teilübertragungen
  • Wiederholung und Abschluss

Praxisaufgabe: Analyse eines Falls mit abgelaufenem Zertifikat und fehlerhafter Datei.

Praxisübungen

  • Daten- und Lebenszyklusmodelle für Zertifikate, ECU und Cybersecurity Metrics
  • Sicherer Simple-File-Transfer mit Policy, Prüfsumme und Empfangsnachweis
  • Automatisierungs- und Fehleranalysekonzept für mehrere Quellsysteme

Arbeitsweise und Qualitätskontrollen

Vortrag, moderierte Analyse, Systemdemonstration, strukturierte Checklisten und praktische Übungen werden miteinander kombiniert. Konfigurationen und Konzepte werden jeweils gegen Vollständigkeit, Konsistenz, Sicherheit, Nachvollziehbarkeit und Betriebsfähigkeit geprüft. Übungsfälle enthalten auch Fehlersituationen, damit Diagnose- und Entscheidungswege nicht nur im Idealzustand nachvollzogen werden.

Fachbereichsleitung, Trainingsleitung und Ansprechpersonen

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: IT Security, Qualitäts- und Zertifikatsmanagement, ECU- und Softwareentwicklung, Automotive Integration, Compliance, Plattformbetrieb und Catena-X-Implementierung.
Voraussetzungen: Gute technische Grundkenntnisse zu Dateien, APIs, Zertifikaten und Softwareartefakten. Catena-X- und Connector-Grundlagen werden empfohlen.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, Fallstudien, Checklisten und praktische Übungen am System oder in einer geeigneten Übungsumgebung
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Seminare mit Trainer vor Ort; Webinar nur bei ausdrücklicher Auswahl
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation als Download oder auf Datenträger
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
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Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
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Winterthur 3 Tage
Zürich 3 Tage
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