Seminar OpenBMC Hardware-Portierung und Board Bring-up

Das Seminar führt von der Hardwareanalyse bis zu einem bootfähigen und testbaren OpenBMC-Image für eine neue Plattform. SoC-Unterstützung, Bootkette, Maschinen-Layer, Device Tree, Busse, GPIO, Sensorik, Netzwerk, Flashlayout, Konsolen und Bring-up-Diagnose werden systematisch aufgebaut.

Inhaltsübersicht

  • Lernziele und fachliche Einordnung
  • Schrittweise Seminarinhalte
  • Praxisübungen und Laborszenarien
  • Zielgruppe und Voraussetzungen
  • Didaktik und Arbeitsweise

Lernziele

  • Hardwareunterlagen in eine OpenBMC-Portierungsplanung überführen.
  • Machine-Konfiguration, Bootloader, Kernel und Device Tree für eine neue Plattform anpassen.
  • Busse, GPIOs, Flash, Netzwerk, Konsolen und Managementgeräte integrieren.
  • Ein erstes Image bauen, starten und schrittweise stabilisieren.
  • Bring-up-Ergebnisse mit Testmatrix, offenen Punkten und Übergabedokumentation absichern.

Schrittweise Seminarinhalte

1. Hardwareanalyse und Portierungsumfang

Schwerpunkt: SoC, Speicher, Flash, Bootquellen, Ethernet, UART, I2C, SPI, GPIO, Sensoren, Lüfter, Hoststeuerung und Recoverypfade.

  1. Ausgangslage, Schutzbedarf, Abhängigkeiten und messbare Zielkriterien für den Themenblock „Hardwareanalyse und Portierungsumfang“ erfassen.
  2. Relevante Komponenten, Datenobjekte, Rollen und Schnittstellen anhand von SoC, Speicher, Flash, Bootquellen, Ethernet, UART, I2C, SPI, GPIO, Sensoren, Lüfter, Hoststeuerung und Recoverypfade modellieren.
  3. Die erforderliche Konfiguration, Implementierung oder Prozessfolge in der Laborumgebung schrittweise umsetzen und nachvollziehbar dokumentieren.
  4. Funktion, Berechtigungen, Protokollierung, Ressourcenverhalten und Fehlerreaktionen mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis eine vollständige Hardware- und Funktionsmatrix erstellen, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

2. Layer- und Maschinenstruktur

Schwerpunkt: neues Meta-Layer, machine.conf, Tune, Provider, Bootartefakte, Imageauswahl, Overrides und Paketgruppen.

  1. Ausgangslage, Schutzbedarf, Abhängigkeiten und messbare Zielkriterien für den Themenblock „Layer- und Maschinenstruktur“ erfassen.
  2. Relevante Komponenten, Datenobjekte, Rollen und Schnittstellen anhand von neues Meta-Layer, machine.conf, Tune, Provider, Bootartefakte, Imageauswahl, Overrides und Paketgruppen modellieren.
  3. Die erforderliche Konfiguration, Implementierung oder Prozessfolge in der Laborumgebung schrittweise umsetzen und nachvollziehbar dokumentieren.
  4. Funktion, Berechtigungen, Protokollierung, Ressourcenverhalten und Fehlerreaktionen mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis eine wartbare Maschinenkonfiguration erstellen, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

3. Bootloader und Bootkette

Schwerpunkt: ROM-Code, SPL, U-Boot, Environment, Flashpartitionen, Kernelparameter, Root-Dateisystem und Rettungspfad.

  1. Ausgangslage, Schutzbedarf, Abhängigkeiten und messbare Zielkriterien für den Themenblock „Bootloader und Bootkette“ erfassen.
  2. Relevante Komponenten, Datenobjekte, Rollen und Schnittstellen anhand von ROM-Code, SPL, U-Boot, Environment, Flashpartitionen, Kernelparameter, Root-Dateisystem und Rettungspfad modellieren.
  3. Die erforderliche Konfiguration, Implementierung oder Prozessfolge in der Laborumgebung schrittweise umsetzen und nachvollziehbar dokumentieren.
  4. Funktion, Berechtigungen, Protokollierung, Ressourcenverhalten und Fehlerreaktionen mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis eine dokumentierte und reproduzierbare Bootkette erstellen, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

4. Kernel und Device Tree

Schwerpunkt: SoC-Unterstützung, Kconfig, DTS/DTSI, Pinmux, Clocks, Regulatoren, Buscontroller, MTD und Netzwerkschnittstellen.

  1. Ausgangslage, Schutzbedarf, Abhängigkeiten und messbare Zielkriterien für den Themenblock „Kernel und Device Tree“ erfassen.
  2. Relevante Komponenten, Datenobjekte, Rollen und Schnittstellen anhand von SoC-Unterstützung, Kconfig, DTS/DTSI, Pinmux, Clocks, Regulatoren, Buscontroller, MTD und Netzwerkschnittstellen modellieren.
  3. Die erforderliche Konfiguration, Implementierung oder Prozessfolge in der Laborumgebung schrittweise umsetzen und nachvollziehbar dokumentieren.
  4. Funktion, Berechtigungen, Protokollierung, Ressourcenverhalten und Fehlerreaktionen mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis einen bootfähigen Kernel mit plausibler Hardwarebeschreibung erstellen, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

5. Grundlegende Ein- und Ausgaben

Schwerpunkt: UART-Konsole, GPIO-Namen, LEDs, Reset, Power Control, Taster, I2C-Multiplexer und EEPROMs.

  1. Ausgangslage, Schutzbedarf, Abhängigkeiten und messbare Zielkriterien für den Themenblock „Grundlegende Ein- und Ausgaben“ erfassen.
  2. Relevante Komponenten, Datenobjekte, Rollen und Schnittstellen anhand von UART-Konsole, GPIO-Namen, LEDs, Reset, Power Control, Taster, I2C-Multiplexer und EEPROMs modellieren.
  3. Die erforderliche Konfiguration, Implementierung oder Prozessfolge in der Laborumgebung schrittweise umsetzen und nachvollziehbar dokumentieren.
  4. Funktion, Berechtigungen, Protokollierung, Ressourcenverhalten und Fehlerreaktionen mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis eine geprüfte Basissteuerung der Plattform erstellen, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

6. Netzwerk und Managementzugriff

Schwerpunkt: MAC-Adresse, PHY, NCSI oder dedizierter Port, DHCP, statische Adressen, VLAN, SSH, HTTPS und Redfish.

  1. Ausgangslage, Schutzbedarf, Abhängigkeiten und messbare Zielkriterien für den Themenblock „Netzwerk und Managementzugriff“ erfassen.
  2. Relevante Komponenten, Datenobjekte, Rollen und Schnittstellen anhand von MAC-Adresse, PHY, NCSI oder dedizierter Port, DHCP, statische Adressen, VLAN, SSH, HTTPS und Redfish modellieren.
  3. Die erforderliche Konfiguration, Implementierung oder Prozessfolge in der Laborumgebung schrittweise umsetzen und nachvollziehbar dokumentieren.
  4. Funktion, Berechtigungen, Protokollierung, Ressourcenverhalten und Fehlerreaktionen mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis einen stabilen Managementzugriff erstellen, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

7. Sensor-, Inventar- und Thermal-Basis

Schwerpunkt: hwmon-Geräte, Entity Manager, FRU-Daten, Sensorpfade, Lüfter, Temperaturquellen und sichere Fallbacks.

  1. Ausgangslage, Schutzbedarf, Abhängigkeiten und messbare Zielkriterien für den Themenblock „Sensor-, Inventar- und Thermal-Basis“ erfassen.
  2. Relevante Komponenten, Datenobjekte, Rollen und Schnittstellen anhand von hwmon-Geräte, Entity Manager, FRU-Daten, Sensorpfade, Lüfter, Temperaturquellen und sichere Fallbacks modellieren.
  3. Die erforderliche Konfiguration, Implementierung oder Prozessfolge in der Laborumgebung schrittweise umsetzen und nachvollziehbar dokumentieren.
  4. Funktion, Berechtigungen, Protokollierung, Ressourcenverhalten und Fehlerreaktionen mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis eine minimal betriebsfähige Überwachungsfunktion erstellen, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

8. Bring-up-Diagnose

Schwerpunkt: serielle Logs, Bootphasen, Kerneltraces, sysfs, D-Bus, systemd, I2C-Tools, Netzwerkdiagnose und Fehlerklassifikation.

  1. Ausgangslage, Schutzbedarf, Abhängigkeiten und messbare Zielkriterien für den Themenblock „Bring-up-Diagnose“ erfassen.
  2. Relevante Komponenten, Datenobjekte, Rollen und Schnittstellen anhand von serielle Logs, Bootphasen, Kerneltraces, sysfs, D-Bus, systemd, I2C-Tools, Netzwerkdiagnose und Fehlerklassifikation modellieren.
  3. Die erforderliche Konfiguration, Implementierung oder Prozessfolge in der Laborumgebung schrittweise umsetzen und nachvollziehbar dokumentieren.
  4. Funktion, Berechtigungen, Protokollierung, Ressourcenverhalten und Fehlerreaktionen mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis einen reproduzierbaren Bring-up-Diagnosebaum erstellen, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

9. Abnahme und Übergabe

Schwerpunkt: Power-Zyklen, Kaltstart, Reset, Netzwerk, Sensoren, Updates, Watchdog, Recovery, Dokumentation und offene Risiken.

  1. Ausgangslage, Schutzbedarf, Abhängigkeiten und messbare Zielkriterien für den Themenblock „Abnahme und Übergabe“ erfassen.
  2. Relevante Komponenten, Datenobjekte, Rollen und Schnittstellen anhand von Power-Zyklen, Kaltstart, Reset, Netzwerk, Sensoren, Updates, Watchdog, Recovery, Dokumentation und offene Risiken modellieren.
  3. Die erforderliche Konfiguration, Implementierung oder Prozessfolge in der Laborumgebung schrittweise umsetzen und nachvollziehbar dokumentieren.
  4. Funktion, Berechtigungen, Protokollierung, Ressourcenverhalten und Fehlerreaktionen mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis eine abnahmefähige Plattform-Baseline erstellen, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

Praxisübungen und Laborszenarien

  • Erstellung einer Portierungsmatrix aus einer vereinfachten Boardbeschreibung.
  • Anlage eines Machine-Layers mit Boot-, Kernel- und Imagekonfiguration.
  • Anpassung eines Device Trees für Bus, GPIO und Netzwerk.
  • Auswertung vorbereiteter Boot- und Kernelprobleme sowie Erstellung eines Bring-up-Berichts.

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: Embedded-Linux- und Firmware-Entwicklung, Board-Support-Package-Teams, Hardwareentwicklung, Plattformintegration und technische Architektur.

Voraussetzungen: Sehr gute Linux- und Yocto-Kenntnisse, Grundlagen zu Bootloader, Kernel, Device Tree, digitalen Schnittstellen und Hardwarediagnose.

Didaktik und Arbeitsweise

Kurze Fachimpulse werden unmittelbar durch Demonstrationen, strukturierte Konfigurationsschritte, praktische Übungen und kontrollierte Fehlerfälle vertieft. Jede Übung verwendet definierte Ausgangswerte, Prüfpunkte und Dokumentationsanforderungen, damit die erarbeiteten Abläufe reproduzierbar bleiben und in technische Standards oder Runbooks überführt werden können.

Fachbereichsleitung und Trainerteam

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Embedded-Linux- und Firmware-Entwicklung, Board-Support-Package-Teams, Hardwareentwicklung, Plattformintegration und technische Architektur
Voraussetzungen: Sehr gute Linux- und Yocto-Kenntnisse, Grundlagen zu Bootloader, Kernel, Device Tree, digitalen Schnittstellen und Hardwarediagnose
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

Die Ergebnissliste kann durch Anklicken der Überschrift neu sortiert werden.

Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Stream live 3 Tage
Stream gespeichert 3 Tage
Bern 3 Tage
Luzern 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Sankt Gallen 3 Tage
Basel 3 Tage
Winterthur 3 Tage
Zürich 3 Tage
Zürich 3 Tage
Stream live 3 Tage
Stream gespeichert 3 Tage
Luzern 3 Tage
Bern 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Sankt Gallen 3 Tage
Basel 3 Tage
Winterthur 3 Tage
Winterthur 3 Tage
Zürich 3 Tage
Stream live 3 Tage
Stream gespeichert 3 Tage
Luzern 3 Tage
Bern 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Sankt Gallen 3 Tage
Basel 3 Tage
Basel 3 Tage
Winterthur 3 Tage
Zürich 3 Tage
Stream live 3 Tage
Stream gespeichert 3 Tage
Luzern 3 Tage
Bern 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Sankt Gallen 3 Tage
Sankt Gallen 3 Tage
Basel 3 Tage
Winterthur 3 Tage
Zürich 3 Tage
Nach oben
Seminare als Stream SRI zertifiziert
© 2026 www.seminar-experts.ch All rights reserved.  | Kontakt | Impressum | Nach oben