Seminar Ontop Datenquellen und Cloud-Datenplattformen

Datenquellen unterscheiden sich deutlich bei SQL-Dialekten, Metadatenqualität, Datentypen und Verbindungsverhalten. Eine systematische Connector-Strategie verhindert fehlerhafte Annahmen und schafft eine reproduzierbare Grundlage für Mapping und Abfrageoptimierung.

Inhaltsverzeichnis

  1. Connector- und Dialektarchitektur
  2. Klassische relationale Datenbanken
  3. Cloud-Warehouses und Lakehouse-Plattformen
  4. Föderatoren und verteilte Abfrageebenen
  5. Verschachtelte Daten und Flatten-Verfahren
  6. Abnahme- und Betriebscheck je Datenquelle

Lernziele

  • Unterstützte Datenquellen nach Architektur, Dialekt und Einsatzszenario einordnen.
  • JDBC-Verbindungen und Treiber reproduzierbar konfigurieren und prüfen.
  • Fehlende oder unvollständige Metadaten durch explizite Constraints ausgleichen.
  • Eine technische Abnahmematrix für relationale und cloudbasierte Plattformen erstellen.

Zielgruppe

Data Engineering, Datenbankadministration, Cloud-Plattformteams, Ontop-Entwicklung und Lösungsarchitektur.

Voraussetzungen

SQL-Grundkenntnisse, Verständnis relationaler Schemas und grundlegende Kenntnisse zu Ontop-Mappings.

Kapitel 1: Connector- und Dialektarchitektur

Kapitel-Inhaltsverzeichnis: JDBC, datenbankspezifische Implementierungen, Treiber, Schemas und Namensauflösung.

  1. Schritt 1: Die Datenquelle wird einer unterstützten Dialektfamilie zugeordnet und von generischem JDBC abgegrenzt.
  2. Schritt 2: Treiber, Verbindungszeichenfolge, Standardkatalog und Schema werden dokumentiert und isoliert getestet.
  3. Schritt 3: Ein Basissatz aus Datentyp-, Funktions- und Metadatenabfragen wird als Connector-Smoke-Test ausgeführt.

Kapitel 2: Klassische relationale Datenbanken

Kapitel-Inhaltsverzeichnis: PostgreSQL, MySQL und MariaDB, SQL Server, Oracle, DB2 und H2.

  1. Schritt 1: Für jede relevante Plattform werden Bezeichnerregeln, Datentypbesonderheiten und Funktionsgrenzen erfasst.
  2. Schritt 2: Ein identisches semantisches Mapping wird auf zwei Dialekten umgesetzt und die erzeugten SQL-Abfragen werden verglichen.
  3. Schritt 3: Plattformspezifische Abweichungen werden in einer wiederverwendbaren Mapping- und Testkonvention festgehalten.

Kapitel 3: Cloud-Warehouses und Lakehouse-Plattformen

Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Snowflake, Databricks, BigQuery, Redshift und skalierbare Query Engines.

  1. Schritt 1: Authentisierung, Netzwerkzugang und Ressourcenzuordnung werden getrennt von der Ontop-Konfiguration geplant.
  2. Schritt 2: Kosten- und Latenztreiber wie Scanvolumen, Warehouse-Start und Datenpartitionierung werden in Testabfragen sichtbar gemacht.
  3. Schritt 3: Für fehlende Schlüsselmetadaten werden explizite Constraints vorbereitet und deren Wirkung geprüft.

Kapitel 4: Föderatoren und verteilte Abfrageebenen

Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Trino, Presto, Athena, Denodo, Dremio und SparkSQL als einheitlicher Zugriffspunkt.

  1. Schritt 1: Die Verantwortungsgrenze zwischen Ontop und dem Föderator wird anhand von Pushdown und Quellzugriff definiert.
  2. Schritt 2: Katalog- und Schemanamen werden stabilisiert, damit Mappings nicht von wechselnden Sitzungsstandards abhängen.
  3. Schritt 3: Eine quellenübergreifende Abfrage wird auf Datenbewegung, Join-Ort und Engpass untersucht.

Kapitel 5: Verschachtelte Daten und Flatten-Verfahren

Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Arrays, JSON-Strukturen, Typinferenz und Grenzen der Plattformen.

  1. Schritt 1: Verschachtelte Spalten werden nach Array, strukturierter Spalte oder JSON-codiertem Text klassifiziert.
  2. Schritt 2: Ein Flatten-Lens wird mit explizitem Ausgabetyp und benötigten Ursprungsspalten modelliert.
  3. Schritt 3: Abfrageergebnis, Kardinalität und Positionserhalt werden mit kontrollierten Testdaten validiert.

Kapitel 6: Abnahme- und Betriebscheck je Datenquelle

Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Kompatibilität, Leistung, Fehlerverhalten, Dokumentation und Freigabe.

  1. Schritt 1: Eine Abnahmematrix mit Verbindung, Datentypen, Funktionen, Metadaten, Parallelität und Grenzfällen wird erstellt.
  2. Schritt 2: Störungen wie abgelaufene Zugangsdaten, Zeitüberschreitungen und Schemaänderungen werden simuliert.
  3. Schritt 3: Nur geprüfte Kombinationen aus Treiber, Plattformversion und Ontop-Konfiguration werden als Betriebsstandard freigegeben.

Fachbereichsleitung und Trainingskoordination

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Data Engineering, Datenbankadministration, Cloud-Plattformteams, Architektur
Voraussetzungen: SQL, relationale Datenmodellierung und Ontop-Mapping-Grundlagen
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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