Seminarüberblick
Der Architekturkurs behandelt heterogene Datenquellen, mehrere Clouds, Data Warehouses, Speicher, APIs und Verbraucherplattformen als ein zusammenhängendes Sharing-System. Sicherheit, Datenbewegung, Kosten, Leistung, Governance, Test und Betrieb werden gemeinsam entworfen und praktisch validiert.
Inhaltsübersicht
- Zielsetzung
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Seminarinhalte
- Praxisübungen
- Arbeitsweise
Zielsetzung
Eine belastbare Cross-Cloud-Integrationsarchitektur mit standardisierten Anschlussmustern, kontrollierten Datenflüssen, automatisierten Tests, Kostenkontrollen und Betriebsverfahren wird entwickelt.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Enterprise Architects, Data Architects, Cloud Architects, Lead Data Engineers, Plattformbetrieb, Security, FinOps und technische Projektleitung
Voraussetzungen: Fundierte Kenntnisse zu Cloudplattformen, Netzwerken, IAM, Datenbanken, Objektspeichern, Datenformaten und API-Integration; Erfahrung mit produktiven Datenplattformen ist erforderlich.
Seminarinhalte
1. Architekturtreiber und Scope erfassen
- Schritt 1: Geschäftsziele, Nutzergruppen und kritische Datenprodukte bestimmen.
- Schritt 2: Quellen, Ziele, Clouds, Regionen und Verantwortungsbereiche inventarisieren.
- Schritt 3: Volumen, Frequenz, Latenz, Verfügbarkeit und Schutzbedarf quantifizieren.
- Schritt 4: Nicht-Ziele, Annahmen und Architekturzwänge dokumentieren.
2. Referenzarchitektur entwickeln
- Schritt 1: Steuerungs-, Daten- und Beobachtungsebene voneinander trennen.
- Schritt 2: Monda Share zwischen Quellen, Produkten und Zielen einordnen.
- Schritt 3: Vertrauensgrenzen, Verantwortungszonen und externe Dienste markieren.
- Schritt 4: Architektur gegen Ausfall-, Sicherheits- und Änderungsfälle prüfen.
3. Netzwerk- und Konnektivitätsmuster auswählen
- Schritt 1: Öffentliche Endpunkte, IP-Freigaben, private Verbindungen und Gateways vergleichen.
- Schritt 2: DNS, Routing, Proxy und Firewall-Anforderungen je Verbindung erfassen.
- Schritt 3: Ein- und ausgehende Verbindungen auf Minimalumfang begrenzen.
- Schritt 4: Konnektivität mit reproduzierbaren Tests und Zeitstempeln nachweisen.
4. Identität und Zugriff vereinheitlichen
- Schritt 1: Servicekonten, Rollen und kurzlebige Credentials nach Verbindungstyp planen.
- Schritt 2: Least Privilege und Trennung von Test und Produktion durchsetzen.
- Schritt 3: Secret-Speicher, Rotation und Eigentümer festlegen.
- Schritt 4: Notfallzugang und kompromittiertes Credential als Szenario testen.
5. Objektspeicher integrieren
- Schritt 1: Amazon S3, Azure Blob und Google Cloud Storage nach einheitlichem Muster beschreiben.
- Schritt 2: Bucket oder Container, Pfad, Region, Verschlüsselung und Berechtigung erfassen.
- Schritt 3: Dateiformat, Partitionierung und Namenskonvention standardisieren.
- Schritt 4: Lese-, Schreib-, Wiederholungs- und Löschfall kontrolliert prüfen.
6. SFTP- und dateibasierte Übergaben integrieren
- Schritt 1: Server, Benutzer, Schlüssel, Verzeichnis und Dateimuster dokumentieren.
- Schritt 2: Anlieferung, Quarantäne, Verarbeitung und Archivierung trennen.
- Schritt 3: Teilübertragung und doppelte Datei sicher erkennen.
- Schritt 4: Schlüsselrotation und Erreichbarkeitsstörung in das Runbook aufnehmen.
7. Cloud Data Warehouses anbinden
- Schritt 1: Snowflake, Databricks, BigQuery oder vergleichbare Systeme nach Rollen- und Objektmodell bewerten.
- Schritt 2: Katalog, Datenbank, Schema, Tabelle oder Share eindeutig adressieren.
- Schritt 3: Abfrage-, Compute- und Transferkosten berücksichtigen.
- Schritt 4: Schema-, Volumen- und Berechtigungstest durchführen.
8. Datenbanken und BI-Ziele integrieren
- Schritt 1: Relationale Quelle, Replikat oder Exportschicht passend zur Last auswählen.
- Schritt 2: Konsistenz, Sperrwirkung und Extraktionsfenster prüfen.
- Schritt 3: Zielmodell und Aktualisierungsweg für Analysewerkzeuge festlegen.
- Schritt 4: Fachliche Stichprobe bis zur Verbrauchersicht verfolgen.
9. API-Integrationen entwerfen
- Schritt 1: Ressourcen, Methoden, Parameter, Pagination und Versionierung erfassen.
- Schritt 2: Authentisierung, Rate Limit und Fehlercodes in den Ablauf integrieren.
- Schritt 3: Schema und Semantik von Antworten validieren.
- Schritt 4: Retry, Idempotenz und Dead-Letter-Verfahren festlegen.
10. Datenprodukt- und Vertragsgrenzen modellieren
- Schritt 1: Technisches Dataset von fachlichem Produkt, Variante und Vertrag trennen.
- Schritt 2: Schema, Qualität, Aktualität und Lieferform verbindlich beschreiben.
- Schritt 3: Kundenspezifische Anpassung als kontrollierte Variante behandeln.
- Schritt 4: Änderung und Rücknahme auf alle abhängigen Ziele abbilden.
11. Transformation und Orchestrierung planen
- Schritt 1: Filter, Projektion, Aggregation und Formatwechsel als Schritte modellieren.
- Schritt 2: Abhängigkeiten und Reihenfolge explizit machen.
- Schritt 3: Wiederholbarkeit und Idempotenz je Schritt prüfen.
- Schritt 4: Fehlerausgang und partielle Verarbeitung kontrolliert behandeln.
12. Voll-, Delta- und Ereignislieferungen vergleichen
- Schritt 1: Fachliche Änderungssemantik und technische Erkennbarkeit bestimmen.
- Schritt 2: Wasserzeichen, Schlüssel oder Änderungsprotokoll als Delta-Grundlage bewerten.
- Schritt 3: Nachlieferung und verspätete Ereignisse berücksichtigen.
- Schritt 4: Konsistenz zwischen Vollabzug und Delta mit Kontrollsummen prüfen.
13. Cross-Cloud-Kosten optimieren
- Schritt 1: Datenvolumen und Richtung je Region und Cloud quantifizieren.
- Schritt 2: Egress, Speicher, Compute, Abfrage und Wiederholung getrennt kalkulieren.
- Schritt 3: Datenreduktion, Kompression, Regionsnähe und alternative Lieferwege vergleichen.
- Schritt 4: Budget, Schwellenwert und Kostenalarm pro Produkt definieren.
14. Leistung und Skalierung auslegen
- Schritt 1: Durchsatz, Parallelität, Dateigröße und Zielkapazität messen.
- Schritt 2: Engpass zwischen Quelle, Netzwerk, Verarbeitung und Ziel isolieren.
- Schritt 3: Batchgröße, Partitionierung und Parallelität kontrolliert variieren.
- Schritt 4: Kapazitätsreserve und Skalierungskriterium festlegen.
15. Sicherheit und Datenschutz integrieren
- Schritt 1: Datenklassifikation und erlaubte Empfänger auf den Datenfluss abbilden.
- Schritt 2: Verschlüsselung, Schlüsselzuständigkeit und Protokollierung prüfen.
- Schritt 3: Datenminimierung und regionale Beschränkung umsetzen.
- Schritt 4: Datenabfluss, Fehladressierung und überprivilegierten Zugriff testen.
16. Testarchitektur automatisieren
- Schritt 1: Verbindungs-, Schema-, Qualitäts-, Volumen-, Leistungs- und Recovery-Test trennen.
- Schritt 2: Testdaten und erwartete Ergebnisse versionierbar definieren.
- Schritt 3: Positiv- und Negativfälle in eine wiederholbare Pipeline überführen.
- Schritt 4: Freigabe an messbare Testnachweise binden.
17. Observability und SLO aufbauen
- Schritt 1: Status, Latenz, Volumen, Aktualität, Fehler und Kosten als Signale verbinden.
- Schritt 2: End-to-End-Korrelation über Quelle, Produkt, Ziel und Verbraucher ermöglichen.
- Schritt 3: SLO und Alarmgrenzen anhand Geschäftsanforderung festlegen.
- Schritt 4: Dashboard mit Betriebs- und Architekturfragen validieren.
18. Fehlerdiagnose über Systemgrenzen durchführen
- Schritt 1: Symptom, Auswirkung und letzte erfolgreiche Transaktion erfassen.
- Schritt 2: Cloud-, Netzwerk-, IAM-, Daten- und Zielursachen systematisch abarbeiten.
- Schritt 3: Zeitbezug und Änderungen aus mehreren Systemen korrelieren.
- Schritt 4: Ursache mit einem gezielten Gegenbeweis bestätigen.
19. Resilienz und Wiederherstellung gestalten
- Schritt 1: Timeout, Retry, Circuit Breaker und Warteschlange passend einsetzen.
- Schritt 2: Doppelte, verspätete und teilweise Lieferung sicher behandeln.
- Schritt 3: Ersatzweg, manuelle Überbrückung und Wiederanlauf definieren.
- Schritt 4: Recovery-Test mit Datenintegritäts- und Verbraucherkontrolle abschließen.
20. Änderungs- und Versionsmanagement etablieren
- Schritt 1: Schema, API, Credential, Netzwerk und Zieländerung nach Risiko klassifizieren.
- Schritt 2: Abhängige Produkte und Verbraucher automatisch oder manuell ermitteln.
- Schritt 3: Parallelbetrieb, Migrationsfenster und Kompatibilitätsfrist planen.
- Schritt 4: Cutover, Rollback und Nachkontrolle anhand einer Checkliste durchführen.
21. Betriebsmodell und Verantwortungsübergabe abschließen
- Schritt 1: Owner, Plattformbetrieb, Cloudteams, Security und Support in ein RACI-Modell überführen.
- Schritt 2: Runbooks, Kontakte, Wartungsfenster und Lieferantenabhängigkeiten konsolidieren.
- Schritt 3: Kapazitäts-, Kosten-, Zugriffs- und Recovery-Reviews terminieren.
- Schritt 4: Architektur- und Betriebsabnahme mit Restpunkten dokumentieren.
Praxisübungen
- Eine Cross-Cloud-Referenzarchitektur mit Daten-, Steuerungs- und Beobachtungsebene entwerfen.
- Objektspeicher-, Warehouse- und API-Anschlussmuster mit IAM- und Netzwerkanforderungen ausarbeiten.
- Voll- und Delta-Lieferung einschließlich Konsistenzkontrollen vergleichen.
- Ein Kosten- und Kapazitätsmodell für drei Architekturvarianten erstellen.
- Eine automatisierte Testmatrix mit Negativ-, Leistungs- und Recovery-Fällen entwickeln.
- Eine systemübergreifende Störung diagnostizieren und ein vollständiges Recovery-Runbook erstellen.
- Einen Cutover mit Parallelbetrieb, Rollback und Betriebsabnahme planen.
Arbeitsweise
Fachliche Einordnung, Demonstrationen, geführte Schritt-für-Schritt-Arbeit, Fallanalysen und kontrollierte Prüfungen werden verbunden. Jede Konfiguration wird mit einem erwarteten Ergebnis, einem Negativfall und einer dokumentierten Nachkontrolle abgeschlossen.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 4 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.396 zzgl. MwSt. Inhaus: € 6.800 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Enterprise Architects, Data Architects, Cloud Architects, Lead Data Engineers, Plattformbetrieb, Security, FinOps und technische Projektleitung |
| Voraussetzungen: | Fundierte Kenntnisse zu Cloudplattformen, Netzwerken, IAM, Datenbanken, Objektspeichern, Datenformaten und API-Integration; Erfahrung mit produktiven Datenplattformen ist erforderlich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Fachvortrag, Demonstrationen, geführte Schritt-für-Schritt-Übungen, Fallanalysen und praktische Arbeit am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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