Seminar / Training
Praxisorientierte Einordnung: Sicherheit entsteht nicht durch eine einzelne Option. Host, Daemon, Identität, Autorisierung, Projekt, Instanz, Gerät, Netzwerk und Storage bilden gemeinsame Schutzschichten. Jede Schicht wird mit einem konkreten Missbrauchsszenario geprüft.
Inhaltsübersicht
- Zielsetzung
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Seminarinhalte
- Praxisworkshop
- Typische Einsatzszenarien
Zielsetzung
Entwurf und Umsetzung einer belastbaren Incus-Sicherheitsbaseline. Teilnehmende können Zugriffe absichern, Rechte begrenzen, riskante Funktionen kontrollieren und Sicherheitsereignisse nachvollziehbar auswerten.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Incus-Administratoren, Security Engineers, Plattformarchitekten, Auditoren und technische Verantwortliche.
Vorkenntnisse: Gute Incus- und Linux-Administrationskenntnisse sowie Grundlagen zu TLS, Identitätsmanagement, Netzwerkfirewalls und Linux-Sicherheitsmechanismen.
Seminarinhalte
1. Bedrohungsmodell und Hosthärtung
- Schritt 1: Schutzgüter, Angreiferrollen, Vertrauensgrenzen und administrative Wirkungskreise für die Plattform erfassen.
- Schritt 2: Hostzugriff, Paketquellen, Kernel, Zeitbasis, Firewall und Dateirechte in eine Baseline überführen.
- Schritt 3: Lokale Gruppenmitgliedschaft als weitreichenden administrativen Zugriff bewerten und entsprechend begrenzen.
2. Container- und VM-Isolation
- Schritt 1: Unprivilegierte Container, User Namespaces, AppArmor oder SELinux, Seccomp und Capability-Begrenzung einordnen.
- Schritt 2: Privilegierte Container, Nesting, Kernelinterception und Gast-API nur nach dokumentierter Risikoabwägung freigeben.
- Schritt 3: VMs, IOMMU, PCI-, GPU- und USB-Passthrough hinsichtlich Hostangriffsfläche bewerten.
3. Authentifizierung und Zertifikate
- Schritt 1: TLS-Clientzertifikate, Join-Tokens, Zertifikatserneuerung und Widerruf in einen Lebenszyklus überführen.
- Schritt 2: OIDC mit Issuer, Client, Audience, Claims und erlaubten Quellnetzen konfigurieren.
- Schritt 3: Serverzertifikate, ACME und vertrauenswürdige Proxys passend zur Netzwerkarchitektur absichern.
4. Feingranulare Autorisierung
- Schritt 1: Authentifizierung und Autorisierung klar trennen und Standardzugriff ohne Rechtebegrenzung vermeiden.
- Schritt 2: Rollen und Beziehungen in einer externen feingranularen Autorisierung modellieren oder Scriptlet-Regeln definieren.
- Schritt 3: Wirksame Zugriffe auf Projekt und Instanz prüfen und unerwartete Berechtigungsvererbung erkennen.
5. Projektrestriktionen und Ressourcenmissbrauch
- Schritt 1: Quotas und Limits gegen Ressourcenerschöpfung einsetzen.
- Schritt 2: Geräte, Netzwerke, Subnetze, Storage-Pools, Clustergruppen, Snapshots und Backups gezielt beschränken.
- Schritt 3: Profile und lokale Überschreibungen auf Möglichkeiten zur Umgehung von Restriktionen testen.
6. Netzwerkschutz, Audit und Reaktion
- Schritt 1: Bridge- oder OVN-ACLs mit Default-Deny, Address Sets und Logging aufbauen.
- Schritt 2: Logs, Events, Warnungen und Autorisierungsentscheidungen für Nachvollziehbarkeit zentral erfassen.
- Schritt 3: Zertifikat kompromittieren, Zugriff sperren, Auswirkungen prüfen und kontrollierte Wiederfreigabe durchführen.
Praxisworkshop
- Erstellung einer Sicherheitsbaseline mit Host-, Server-, Projekt-, Instanz- und Netzwerkmaßnahmen.
- Einrichtung von OIDC und eingeschränkter Autorisierung für zwei Betriebsrollen.
- Angriffssimulation mit zu weitreichendem Geräte- oder Projektzugriff und anschließender Härtung.
Typische Einsatzszenarien
- Mandantenfähige interne oder externe Plattformen.
- Regulierte Umgebungen mit Nachweis-, Audit- und Berechtigungsanforderungen.
- Delegierter Plattformzugriff für Entwickler, Betrieb und Support.
Fachbereichsleitung / Trainingsleitung / Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Incus-Administratoren, Security Engineers, Plattformarchitekten, Auditoren und technische Verantwortliche. |
| Voraussetzungen: | Gute Incus- und Linux-Administrationskenntnisse sowie Grundlagen zu TLS, Identitätsmanagement, Netzwerkfirewalls und Linux-Sicherheitsmechanismen. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, Schritt-für-Schritt-Anleitungen und praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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