Seminar ADVANEO Trusted Data Hub – Grundlagen

Das Grundlagenseminar erklärt, wie sensible Daten und Analysemodelle organisationsübergreifend genutzt werden können, ohne Rohdaten allgemein offenzulegen.

Trusted Data Hub, Daten- und Algorithmushoheit, geschützte Ausführung, Ergebnisfreigabe, typische Use Cases und Grenzen werden ohne tiefe Kryptografie verständlich eingeordnet.

Lernziele

  • Teilnehmende können klassischen Datenaustausch und geschützte Analytik unterscheiden.
  • Teilnehmende können Datenhoheit, Algorithmushoheit und Ergebnisrechte erklären.
  • Teilnehmende können Rollen und Abläufe einer Trusted-Analytics-Kooperation benennen.
  • Teilnehmende können Architekturbausteine und Vertrauensgrenzen einordnen.
  • Teilnehmende können geeignete Use Cases und Grenzen bewerten.
  • Teilnehmende können einen ersten Pilotfall strukturiert skizzieren.

Inhaltsübersicht

  1. Kapitel 1: Trusted Data Hub und vertrauliche Zusammenarbeit verstehen
  2. Kapitel 2: Kollaborative Analytics-Use-Cases gestalten
  3. Kapitel 3: Trusted-Data-Hub-Architektur entwerfen
  4. Kapitel 4: Daten-, Code- und Ausführungsschutz gestalten
  5. Kapitel 5: Use Cases strukturiert auswählen und zuschneiden
  6. Praxisfall
  7. Zielgruppe
  8. Voraussetzungen

Kapitel 1: Trusted Data Hub und vertrauliche Zusammenarbeit verstehen

Der Trusted Data Hub ermöglicht organisationsübergreifende Analysen, ohne Rohdaten allgemein offenzulegen. Geteilt werden kontrolliert erzeugte Ergebnisse.

  1. Schritt 1: Klassischen Datenaustausch, zentrale Analyse, föderiertes Lernen und geschützte Mehrparteienanalyse vergleichen.
  2. Schritt 2: Datenhoheit, Algorithmushoheit und Ergebnisfreigabe als getrennte Kontrollziele beschreiben.
  3. Schritt 3: Beteiligte Parteien, Datenbeiträge, Analysecode und Ergebnisempfänger identifizieren.
  4. Schritt 4: Geeignete Anwendungsfälle und Grenzen anhand des Schutzbedarfs bewerten.
  5. Schritt 5: Einen vereinfachten Analyseablauf von der Freigabe bis zur Ergebnisbereitstellung modellieren.

Praxisaufgabe: Ein sensibler Kooperationsfall wird auf Eignung für geschützte Mehrparteienanalyse geprüft.

Kapitel 2: Kollaborative Analytics-Use-Cases gestalten

Mehrere Organisationen können gemeinsam lernen, wenn Nutzen, Datenbeiträge, Ergebnisrechte und Schutzmechanismen ausgewogen sind.

  1. Schritt 1: Gemeinsame Fragestellung und Nutzen für jede beteiligte Partei definieren.
  2. Schritt 2: Datenbeiträge, Überschneidungen, Qualitätsunterschiede und Schutzbedarf erfassen.
  3. Schritt 3: Zulässige Analyse- und Ergebnisform mit Rückschlussrisiken festlegen.
  4. Schritt 4: Anreiz-, Kosten- und Governance-Modell für die Zusammenarbeit entwerfen.
  5. Schritt 5: Pilot mit messbaren Kriterien und kontrollierter Skalierung planen.

Praxisaufgabe: Ein branchenübergreifender Analysefall wird fachlich, wirtschaftlich und sicherheitlich zugeschnitten.

Kapitel 3: Trusted-Data-Hub-Architektur entwerfen

Die Architektur verbindet Datenraum, Konnektoren, Katalog, geschützte Ausführungsumgebung, Analysepakete, Policies und Ergebnisfreigabe.

  1. Schritt 1: Datenhalter, Analyseersteller, Ausführungsumgebung und Ergebnisnutzer abgrenzen.
  2. Schritt 2: Daten-, Steuerungs-, Vertrauens- und Auditflüsse in einem Architekturmodell darstellen.
  3. Schritt 3: Einbettung in Konnektor, Katalog und Vertragsprozess planen.
  4. Schritt 4: Sicherheitszonen, Schlüssel, Monitoring und Freigabepunkte definieren.
  5. Schritt 5: Verfügbarkeits-, Skalierungs- und Betriebsanforderungen dokumentieren.

Praxisaufgabe: Für einen Mehrparteien-Use-Case wird ein Zielbild mit Vertrauensgrenzen und Freigabepunkten erstellt.

Kapitel 4: Daten-, Code- und Ausführungsschutz gestalten

Vertrauliche Analytik schützt nicht nur Daten, sondern je nach Szenario auch Modelle, Algorithmen und Ausführungsparameter.

  1. Schritt 1: Bedrohungen durch andere Teilnehmer, Betreiber, Administratoren und externe Angreifer unterscheiden.
  2. Schritt 2: Datenzugriff, Codezugriff, Ergebniszugriff und Metadatenoffenlegung getrennt bewerten.
  3. Schritt 3: Geschützte Ausführungsumgebung, Sensorik, Schlüssel und Monitoring als Kontrollen einordnen.
  4. Schritt 4: Freigabe-, Widerrufs- und Notfallmechanismen für Daten und Analysecode definieren.
  5. Schritt 5: Sicherheitsannahmen und Restrisiken transparent für alle Parteien dokumentieren.

Praxisaufgabe: Ein Schutzkonzept wird für Datenhalter und Modellanbieter getrennt entwickelt und anschließend zusammengeführt.

Kapitel 5: Use Cases strukturiert auswählen und zuschneiden

Ein tragfähiger Use Case beginnt nicht mit Technologie, sondern mit einem klaren Problem, beteiligten Rollen, benötigten Daten und messbarem Nutzen.

  1. Schritt 1: Ausgangsproblem, betroffene Prozesse und heutige Einschränkungen präzisieren.
  2. Schritt 2: Entscheidungen und Handlungen benennen, die durch zusätzliche Daten verbessert werden sollen.
  3. Schritt 3: Datenquellen, Datenhalter, Schutzbedarf und Aktualitätsanforderungen aufnehmen.
  4. Schritt 4: Nutzenhypothese, Mindestumfang und Abgrenzung des ersten Anwendungsfalls festlegen.
  5. Schritt 5: Use Cases nach Wertbeitrag, Machbarkeit, Risiko und Lernpotenzial priorisieren.

Praxisaufgabe: Aus mehreren Ideen wird mit einer Bewertungsmatrix ein belastbarer Start-Use-Case ausgewählt.

Praxisfall

Mehrere Unternehmen möchten gemeinsam Muster erkennen, dürfen ihre Rohdaten jedoch nicht offenlegen. Eignung, Rollen, Schutz und Pilotumfang werden festgelegt.

  1. Ausgangslage, Beteiligte, Daten und Entscheidungen strukturiert erfassen.
  2. Lösungsbausteine, Rollen, Kontrollen und Abhängigkeiten zu einem konsistenten Vorgehen verbinden.
  3. Ergebnis anhand fachlicher, technischer, wirtschaftlicher und organisatorischer Kriterien prüfen.
  4. Offene Punkte, Risiken und nächste Umsetzungsschritte priorisiert dokumentieren.

Zielgruppe

  • Management
  • Fachbereichsleitung
  • Data Science
  • Data Governance
  • Informationssicherheit
  • Innovation und Kooperation

Voraussetzungen

  • keine tiefen Kryptografie- oder Programmierkenntnisse erforderlich
  • hilfreich: konkreter sensibler Analyse- oder Kooperationsfall

Fachbereichsleitung / Trainerleitung / Ansprechpersonen

Seminardetails

   
Dauer: 1 Tag ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 599 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 1.700 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Management, Fachbereichsleitung, Data Science, Data Governance, Informationssicherheit, Innovation und Kooperation
Voraussetzungen: keine tiefen Kryptografie- oder Programmierkenntnisse erforderlich; hilfreich: konkreter sensibler Analyse- oder Kooperationsfall
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System, strukturierte Fallarbeit
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Präsenz mit Trainer vor Ort, Webinar nur bei ausdrücklicher Beauftragung
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
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