Das technische Seminar behandelt EDC-orientierte Konnektoren vom Kernobjektmodell über Identität, Katalog und Vertragsverhandlung bis zur Integration realer Datenquellen.
Control Plane, Data Plane, Assets, Policies, Contract Definitions, Transfers, Fehlerbehandlung und Monitoring werden als durchgängiger Provider-Consumer-Prozess erarbeitet.
Lernziele
- Teilnehmende können Konnektorarchitektur und Kernobjekte sicher erklären.
- Teilnehmende können Identitäten und Vertrauensbeziehungen für Teilnehmer planen.
- Teilnehmende können Assets, Policies und Katalogangebote korrekt modellieren.
- Teilnehmende können Vertragsverhandlung und Datentransfer Ende zu Ende durchführen.
- Teilnehmende können Quell- und Zielsysteme mit stabiler Fehlerbehandlung integrieren.
- Teilnehmende können Sicherheit, Protokollierung und Betriebsdiagnose verankern.
Inhaltsübersicht
- Kapitel 1: EDC-Konnektoren und ihre Kernobjekte verstehen
- Kapitel 2: Identität, Vertrauen und Teilnehmerprüfung konfigurieren
- Kapitel 3: Assets, Metadaten und Kataloge bereitstellen
- Kapitel 4: Vertragsverhandlung und Datentransfer durchführen
- Kapitel 5: Quell- und Zielsysteme integrieren
- Kapitel 6: Sicherheitsarchitektur und Bedrohungsmodell entwickeln
- Kapitel 7: Betrieb, Monitoring und Lebenszyklus absichern
- Praxisfall
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
Kapitel 1: EDC-Konnektoren und ihre Kernobjekte verstehen
EDC-orientierte Konnektoren trennen die Steuerung von Verträgen und Policies von der eigentlichen Datenübertragung.
- Schritt 1: Control Plane, Data Plane, Management-Schnittstellen und Erweiterungen abgrenzen.
- Schritt 2: Asset, Policy, Contract Definition, Catalog und Transfer Process in Beziehung setzen.
- Schritt 3: Provider- und Consumer-Ablauf vom Angebot bis zur Übertragung beschreiben.
- Schritt 4: Statusmodelle, Fehlerpunkte und Wiederholungslogik nachvollziehen.
- Schritt 5: Konnektorgrenzen zu Identität, Datenquelle und Zielsystem dokumentieren.
Praxisaufgabe: Ein vollständiger Konnektorablauf wird als Sequenzdiagramm mit Kernobjekten dargestellt.
Kapitel 2: Identität, Vertrauen und Teilnehmerprüfung konfigurieren
Sicherer Datenaustausch setzt überprüfbare Organisationen, technische Identitäten und klar definierte Vertrauensbeziehungen voraus.
- Schritt 1: Organisationsidentität, technische Identität und Benutzerrolle unterscheiden.
- Schritt 2: Vertrauensanker, Nachweise, Zertifikate und Gültigkeitsprüfungen strukturieren.
- Schritt 3: Authentisierung und Autorisierung entlang des Vertrags- und Transferprozesses zuordnen.
- Schritt 4: Ablauf, Sperrung, Erneuerung und Kompromittierung von Identitäten behandeln.
- Schritt 5: Fehlerbilder bei Identitäts- und Vertrauensprüfungen systematisch diagnostizieren.
Praxisaufgabe: Ein Vertrauensmodell mit Prüfpfad, Erneuerung und Sperrprozess wird erstellt.
Kapitel 3: Assets, Metadaten und Kataloge bereitstellen
Ein Katalog macht Angebote auffindbar, ohne notwendigerweise Rohdaten zu speichern. Qualität und Sichtbarkeit der Metadaten bestimmen die Nutzbarkeit.
- Schritt 1: Datenquelle und logisches Asset mit stabilen Bezeichnern verknüpfen.
- Schritt 2: Fachliche und technische Metadaten für Suche und Bewertung definieren.
- Schritt 3: Policy und Contract Definition einem Angebot korrekt zuordnen.
- Schritt 4: Katalogsichtbarkeit, Zielgruppen und Zugriffsbedingungen testen.
- Schritt 5: Versionierung und Änderung bestehender Angebote kontrollieren.
Praxisaufgabe: Ein bestehender Datensatz wird als auffindbares und regelgebundenes Katalogangebot modelliert.
Kapitel 4: Vertragsverhandlung und Datentransfer durchführen
Der Ende-zu-Ende-Prozess verbindet Katalogabfrage, Vertragsverhandlung, Vertragsabschluss und kontrollierten Transfer.
- Schritt 1: Passendes Angebot aus dem Katalog auswählen und Bedingungen prüfen.
- Schritt 2: Vertragsverhandlung initiieren, Status verfolgen und Abweichungen bewerten.
- Schritt 3: Vertragsvereinbarung für den Transfer referenzieren und Endpunkte konfigurieren.
- Schritt 4: Datenübertragung starten, überwachen, bestätigen und bei Bedarf wiederholen.
- Schritt 5: Prozessnachweise für Fachbereich, Betrieb und Audit sichern.
Praxisaufgabe: Ein Provider-Consumer-Transfer wird vollständig vorbereitet, ausgeführt und anhand der Statusdaten ausgewertet.
Kapitel 5: Quell- und Zielsysteme integrieren
Konnektoren entfalten Nutzen erst durch stabile Anbindungen an ERP, IoT, Dateien, Datenbanken, Data Lakes, APIs und Analytics-Umgebungen.
- Schritt 1: Datenquelle, Protokoll, Format, Volumen, Aktualität und Fehlerverhalten erfassen.
- Schritt 2: Adapter-, Transformations- und Übergabemuster passend zum Datenfluss auswählen.
- Schritt 3: Zugangsdaten, Secrets, Netzwerkpfade und technische Berechtigungen absichern.
- Schritt 4: Schema-, Qualitäts- und Plausibilitätsprüfungen in den Transfer einbauen.
- Schritt 5: Fehlerbehandlung, Wiederaufnahme und Ende-zu-Ende-Monitoring implementieren.
Praxisaufgabe: Für eine API- und eine Dateiquelle wird jeweils ein Integrations- und Fehlerbehandlungskonzept erstellt.
Kapitel 6: Sicherheitsarchitektur und Bedrohungsmodell entwickeln
Datenräume erweitern die Angriffsfläche über Organisationsgrenzen. Schutzmaßnahmen müssen Identitäten, Komponenten, Schnittstellen, Daten und Betriebsprozesse gemeinsam betrachten.
- Schritt 1: Schutzobjekte, Vertrauensgrenzen, Angreifer und Missbrauchsszenarien erfassen.
- Schritt 2: Authentisierung, Autorisierung, Segmentierung, Verschlüsselung und Geheimnisschutz zuordnen.
- Schritt 3: Minimale Rechte und sichere Standardkonfigurationen für Rollen und Dienste definieren.
- Schritt 4: Abhängigkeiten, Lieferkette, Updates und Schwachstellenmanagement berücksichtigen.
- Schritt 5: Restrisiken, Kontrollen und Prüfintervalle nachvollziehbar dokumentieren.
Praxisaufgabe: Für einen Datentransfer wird ein Bedrohungsmodell mit konkreten Gegenmaßnahmen aufgebaut.
Kapitel 7: Betrieb, Monitoring und Lebenszyklus absichern
Der Regelbetrieb benötigt technische Überwachung, Serviceprozesse, Kapazitätsplanung und kontrollierte Änderungen über Organisationsgrenzen hinweg.
- Schritt 1: Technische und fachliche Betriebskennzahlen mit Schwellenwerten definieren.
- Schritt 2: Protokolle, Metriken und Ereignisse zu einem Betriebsbild zusammenführen.
- Schritt 3: Störung, Problem, Änderung und Release mit Verantwortlichkeiten organisieren.
- Schritt 4: Kapazität, Verfügbarkeit, Sicherung und Wiederanlauf regelmäßig prüfen.
- Schritt 5: Teilnehmer-, Policy-, Datenprodukt- und Softwareänderungen kontrolliert ausrollen.
Praxisaufgabe: Für einen produktiven Datenraum wird ein Betriebs- und Eskalationshandbuch entworfen.
Praxisfall
Ein Anbieter stellt ein API-basiertes Asset bereit, ein Nutzer verhandelt den Vertrag und empfängt die Daten. Identität, Policy, Fehlerfälle und Monitoring werden vollständig behandelt.
- Ausgangslage, Beteiligte, Daten und Entscheidungen strukturiert erfassen.
- Lösungsbausteine, Rollen, Kontrollen und Abhängigkeiten zu einem konsistenten Vorgehen verbinden.
- Ergebnis anhand fachlicher, technischer, wirtschaftlicher und organisatorischer Kriterien prüfen.
- Offene Punkte, Risiken und nächste Umsetzungsschritte priorisiert dokumentieren.
Zielgruppe
- Integrationsentwicklung
- Softwarearchitektur
- Plattformengineering
- DevOps
- API- und Datenintegration
- technischer Data-Space-Betrieb
Voraussetzungen
- gute Kenntnisse von HTTP, APIs, Authentisierung und Datenformaten
- Grundverständnis verteilter Systeme
- hilfreich: Erfahrung mit Containern und serviceorientierter Architektur
Fachbereichsleitung / Trainerleitung / Ansprechpersonen
-

Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Integrationsentwicklung, Softwarearchitektur, Plattformengineering, DevOps, API- und Datenintegration, technischer Data-Space-Betrieb |
| Voraussetzungen: | gute Kenntnisse von HTTP, APIs, Authentisierung und Datenformaten; Grundverständnis verteilter Systeme; hilfreich: Erfahrung mit Containern und serviceorientierter Architektur |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System, strukturierte Fallarbeit |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Präsenz mit Trainer vor Ort, Webinar nur bei ausdrücklicher Beauftragung |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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