Seminar Versasec vSEC:CMS – Zertifikats- und Credential-Lifecycle

Das Seminar modelliert Zertifikat und Credential als zusammenhängenden, aber getrennt steuerbaren Lebenszyklus. Von Antrag und Identitätsprüfung über Ausgabe, Nutzung und Erneuerung bis zu Sperrung, Ersatz, Rückgabe und Vernichtung werden technische Zustände, Verantwortlichkeiten und Kontrollpunkte durchgängig definiert.

Inhaltsübersicht

  • Lernziele und fachliche Einordnung
  • Schrittweise Seminarinhalte
  • Praxisübungen und Laborszenarien
  • Zielgruppe und Voraussetzungen
  • Didaktik und Arbeitsweise

Lernziele

  • Identitäts-, Zertifikats- und Credential-Zustände eindeutig voneinander abgrenzen.
  • Joiner-, Mover- und Leaver-Ereignisse in kontrollierte Lifecycle-Aktionen übersetzen.
  • Ausgabe-, Erneuerungs-, Sperr-, Ersatz- und Rücknahmeprozesse standardisieren.
  • Ausnahmen, Notfälle und verwaiste Credentials wirksam behandeln.
  • Kennzahlen, Kontrollen und Auditnachweise für den gesamten Lebenszyklus aufbauen.

Schrittweise Seminarinhalte

1. Lifecycle-Modell und Zustandsmaschine

Schwerpunkt: beantragt, genehmigt, reserviert, personalisiert, ausgegeben, aktiv, gesperrt, abgelaufen, zurückgegeben und vernichtet.

  1. Ausgangslage, Schutzbedarf und Zielkriterien für den Themenblock „Lifecycle-Modell und Zustandsmaschine“ erfassen.
  2. Relevante Objekte, Rollen und Abhängigkeiten anhand von beantragt, genehmigt, reserviert, personalisiert, ausgegeben, aktiv, gesperrt, abgelaufen, zurückgegeben und vernichtet modellieren.
  3. Die erforderliche Konfiguration oder Prozessfolge am Laborsystem beziehungsweise am Prozessmodell schrittweise umsetzen.
  4. Funktion, Berechtigungen, Protokollierung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis ein eindeutiges Zustands- und Übergangsmodell dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

2. Antrag, Identitätsprüfung und Genehmigung

Schwerpunkt: Auslöser, Zielgruppe, Identitätsniveau, Berechtigung, Funktionstrennung, Genehmigung, Datenqualität und Nachweis.

  1. Ausgangslage, Schutzbedarf und Zielkriterien für den Themenblock „Antrag, Identitätsprüfung und Genehmigung“ erfassen.
  2. Relevante Objekte, Rollen und Abhängigkeiten anhand von Auslöser, Zielgruppe, Identitätsniveau, Berechtigung, Funktionstrennung, Genehmigung, Datenqualität und Nachweis modellieren.
  3. Die erforderliche Konfiguration oder Prozessfolge am Laborsystem beziehungsweise am Prozessmodell schrittweise umsetzen.
  4. Funktion, Berechtigungen, Protokollierung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis einen standardisierten und prüfbaren Antragsprozess dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

3. Ausgabe, Aktivierung und Übergabe

Schwerpunkt: Bestand, Personalisierung, Schlüssel und Zertifikat, PIN, Funktionstest, Empfang, Aktivierung und erste Nutzung.

  1. Ausgangslage, Schutzbedarf und Zielkriterien für den Themenblock „Ausgabe, Aktivierung und Übergabe“ erfassen.
  2. Relevante Objekte, Rollen und Abhängigkeiten anhand von Bestand, Personalisierung, Schlüssel und Zertifikat, PIN, Funktionstest, Empfang, Aktivierung und erste Nutzung modellieren.
  3. Die erforderliche Konfiguration oder Prozessfolge am Laborsystem beziehungsweise am Prozessmodell schrittweise umsetzen.
  4. Funktion, Berechtigungen, Protokollierung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis einen kontrollierten Issuance- und Übergabeprozess dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

4. Nutzung, Überwachung und Änderung

Schwerpunkt: Status, Zertifikatsgültigkeit, Rollenwechsel, Namensänderung, Standortwechsel, zusätzliche Credentials, Richtlinienwechsel und Rezertifizierung.

  1. Ausgangslage, Schutzbedarf und Zielkriterien für den Themenblock „Nutzung, Überwachung und Änderung“ erfassen.
  2. Relevante Objekte, Rollen und Abhängigkeiten anhand von Status, Zertifikatsgültigkeit, Rollenwechsel, Namensänderung, Standortwechsel, zusätzliche Credentials, Richtlinienwechsel und Rezertifizierung modellieren.
  3. Die erforderliche Konfiguration oder Prozessfolge am Laborsystem beziehungsweise am Prozessmodell schrittweise umsetzen.
  4. Funktion, Berechtigungen, Protokollierung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis einen geregelten Mover- und Bestandskontrollprozess dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

5. Erneuerung, Re-Key und Ablauf

Schwerpunkt: Renewal-Fenster, Benachrichtigung, automatisiert oder manuell, Re-Key, Zertifikatswechsel, Parallelgültigkeit und Fehlerfälle.

  1. Ausgangslage, Schutzbedarf und Zielkriterien für den Themenblock „Erneuerung, Re-Key und Ablauf“ erfassen.
  2. Relevante Objekte, Rollen und Abhängigkeiten anhand von Renewal-Fenster, Benachrichtigung, automatisiert oder manuell, Re-Key, Zertifikatswechsel, Parallelgültigkeit und Fehlerfälle modellieren.
  3. Die erforderliche Konfiguration oder Prozessfolge am Laborsystem beziehungsweise am Prozessmodell schrittweise umsetzen.
  4. Funktion, Berechtigungen, Protokollierung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis einen planbaren Erneuerungsprozess ohne unnötige Betriebsunterbrechung dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

6. Verlust, Sperrung, Ersatz und Notfall

Schwerpunkt: Meldung, Sofortmaßnahme, Credential-Status, Zertifikatswiderruf, temporärer Zugang, Ersatz, Untersuchung und Nachkontrolle.

  1. Ausgangslage, Schutzbedarf und Zielkriterien für den Themenblock „Verlust, Sperrung, Ersatz und Notfall“ erfassen.
  2. Relevante Objekte, Rollen und Abhängigkeiten anhand von Meldung, Sofortmaßnahme, Credential-Status, Zertifikatswiderruf, temporärer Zugang, Ersatz, Untersuchung und Nachkontrolle modellieren.
  3. Die erforderliche Konfiguration oder Prozessfolge am Laborsystem beziehungsweise am Prozessmodell schrittweise umsetzen.
  4. Funktion, Berechtigungen, Protokollierung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis einen schnellen und zugleich nachweisbaren Incident-Lifecycle dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

7. Rückgabe, Deprovisionierung und Audit

Schwerpunkt: Austritt, Kontosperre, Rücknahme, Zertifikatssperre, Datenbereinigung, Vernichtung, verwaiste Objekte, Kennzahlen und Stichproben.

  1. Ausgangslage, Schutzbedarf und Zielkriterien für den Themenblock „Rückgabe, Deprovisionierung und Audit“ erfassen.
  2. Relevante Objekte, Rollen und Abhängigkeiten anhand von Austritt, Kontosperre, Rücknahme, Zertifikatssperre, Datenbereinigung, Vernichtung, verwaiste Objekte, Kennzahlen und Stichproben modellieren.
  3. Die erforderliche Konfiguration oder Prozessfolge am Laborsystem beziehungsweise am Prozessmodell schrittweise umsetzen.
  4. Funktion, Berechtigungen, Protokollierung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis einen vollständigen Leaver- und Kontrollprozess dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

Praxisübungen und Laborszenarien

  • Erstellung einer Lifecycle-Zustandsmaschine mit zulässigen und unzulässigen Übergängen.
  • Modellierung eines Joiner-Mover-Leaver-Ablaufs über Identität, Zertifikat und Credential.
  • Durchspielen von Verlust, Sofortsperre, Ersatz und nachgelagerter Auditprüfung.

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: IAM- und PKI-Prozessverantwortung, Credential-Administration, Service Management, Informationssicherheit und technischer Betrieb.

Voraussetzungen: Grundlagen zu Zertifikaten, Verzeichnisdiensten und Credential-Typen sowie ein Verständnis organisatorischer Joiner-Mover-Leaver-Prozesse.

Didaktik und Arbeitsweise

Kurze Fachimpulse werden unmittelbar durch Demonstrationen, strukturierte Konfigurationsschritte, Praxisübungen und kontrollierte Fehlerfälle vertieft. Jede Übung verwendet definierte Ausgangswerte, Prüfpunkte und Dokumentationsanforderungen, damit die erarbeiteten Abläufe als Betriebsstandard wiederholbar bleiben.

Fachbereichsleitung und Trainerteam

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: IAM- und PKI-Prozessverantwortung, Credential-Administration, Service Management, Informationssicherheit und technischer Betrieb
Voraussetzungen: Grundlagen zu Zertifikaten, Verzeichnisdiensten und Credential-Typen sowie ein Verständnis organisatorischer Joiner-Mover-Leaver-Prozesse
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Stream gespeichert 2 Tage
Luzern 2 Tage
Bern 2 Tage
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
Sankt Gallen 2 Tage
Basel 2 Tage
Winterthur 2 Tage
Zürich 2 Tage
Stream live 2 Tage
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