Seminar / Training
Das Seminar richtet den Plattformbetrieb auf Wiederholbarkeit und Nachweisbarkeit aus. Überwachung, Sicherung, Wiederherstellung, Versionswechsel und strukturierte Störungsbehebung werden an einer Referenzumgebung durchgespielt.
Zwei Tage sind erforderlich, weil eine echte Wiederherstellung und ein kontrollierter Versionswechsel mit Funktionsabnahme nicht seriös in einem einzelnen Seminartag behandelt werden können.
Inhaltsverzeichnis
- Betriebsüberwachung und regelmäßige Kontrollen
- Sicherung und Wiederherstellung
- Versionswechsel und kontrollierte Aktualisierung
- Protokolle und systematische Diagnose
- Störungsbehebung und Wiederanlauf
- Absicherung und Schutzbedarfsanalyse
- Interne Release- und Wartungsstrategie
Lernziele
- Betriebsprüfungen und Schwellenwerte definieren.
- Vollständige Sicherungen erstellen und testen.
- Versionswechsel mit Rückfallplan durchführen.
- Störungen entlang der Komponenten systematisch eingrenzen.
Zielgruppe
Systemadministration, Plattformbetrieb, DevOps, Bereitschaftsdienst und technische Betriebsverantwortung.
Voraussetzungen
Grundkenntnisse in Containerbetrieb, Datenbanken und Betriebssystemadministration; Zugriff auf eine nichtproduktive Übungsumgebung.
Seminarinhalte
Modul 1: Betriebsüberwachung und regelmäßige Kontrollen
Gesundheit von Server, Datenbank, Agenten und Geräten wird über wiederholbare Kontrollen statt über spontane Sichtprüfung bewertet.
- Schritt 1: Prüfpunkte für Dienststatus, Speicher, Datenbank, Agent-Heartbeat und Gerätebestand festlegen.
- Schritt 2: Tägliche, wöchentliche und monatliche Kontrollen nach Risiko staffeln.
- Schritt 3: Warn- und Störschwellen mit zuständiger Rolle und Reaktionszeit verknüpfen.
- Schritt 4: Kontrollergebnisse in einem schlanken Betriebsprotokoll nachhalten.
Modul 2: Sicherung und Wiederherstellung
Eine Sicherung gilt erst dann als belastbar, wenn Datenbank, Konfiguration und benötigte Artefakte gemeinsam wiederhergestellt werden können.
- Schritt 1: Sicherungsumfang für Datenbank, Konfiguration, Volumes und Schlüssel definieren.
- Schritt 2: Konsistente Sicherungsreihenfolge und Aufbewahrung einrichten.
- Schritt 3: Wiederherstellung in einer getrennten Zielumgebung ausführen.
- Schritt 4: Integrität über Anmeldung, Projektbestand, Agentkommunikation und Berichtszugriff prüfen.
Modul 3: Versionswechsel und kontrollierte Aktualisierung
Server, Web-Client und Agenten werden als abgestimmter Plattformstand aktualisiert. Vor jedem Wechsel stehen Sicherung, Kompatibilitätsprüfung und Rückfallplan.
- Schritt 1: Quell- und Zielstand samt Abhängigkeiten und Datenbankschema dokumentieren.
- Schritt 2: Sicherung und Wiederherstellbarkeit vor dem Eingriff bestätigen.
- Schritt 3: Aktualisierung zunächst in einer Testumgebung mit repräsentativen Geräten durchführen.
- Schritt 4: Produktivwechsel, Funktionsabnahme und Rückfallkriterien schrittweise abarbeiten.
Modul 4: Protokolle und systematische Diagnose
Fehler werden entlang des tatsächlichen Kommunikationswegs eingegrenzt. Zeitstempel, Gerätekennung, Agent und betroffener Dienst bilden den gemeinsamen Bezug.
- Schritt 1: Fehlerzeitpunkt, Benutzeraktion, Gerät und Agent eindeutig erfassen.
- Schritt 2: Browser-, Server-, Agent- und Geräteprotokolle für denselben Zeitraum sammeln.
- Schritt 3: Symptom nach Netzwerk, Berechtigung, Treiber, Gerät oder Anwendung klassifizieren.
- Schritt 4: Hypothese mit einem kleinen kontrollierten Test bestätigen oder verwerfen.
Modul 5: Störungsbehebung und Wiederanlauf
Wiederkehrende Störungen werden mit klarer Reihenfolge untersucht. Ungezielte Neustarts werden vermieden, weil sie Beweise vernichten und Ursachen verdecken können.
- Schritt 1: Auswirkung und betroffenen Umfang bestimmen, bevor Änderungen vorgenommen werden.
- Schritt 2: Letzte Änderungen, Ressourcenlage und Verbindungsstatus prüfen.
- Schritt 3: Komponente isoliert testen und nur den notwendigen Dienst neu starten.
- Schritt 4: Ursache, Maßnahme, Verifikation und Vorbeugung im Störungsprotokoll festhalten.
Modul 6: Absicherung und Schutzbedarfsanalyse
Server, Agenten und Geräte verarbeiten Zugangsdaten, Testdaten, Screenshots und Netzwerkverkehr. Die Absicherung umfasst technische und organisatorische Maßnahmen.
- Schritt 1: Datenarten, Geheimnisse und administrative Schnittstellen nach Schutzbedarf einstufen.
- Schritt 2: Netzwerkzugriffe, Konten, Dateirechte und Zertifikatsbetrieb auf das notwendige Maß reduzieren.
- Schritt 3: Protokolle und Artefakte auf sensible Inhalte und angemessene Aufbewahrung prüfen.
- Schritt 4: Patch-, Schwachstellen- und Ausnahmeprozess für eine eigenverantwortlich betriebene Plattform festlegen.
Modul 7: Interne Release- und Wartungsstrategie
Bei eigener Weiterentwicklung wird aus einem früher extern gepflegten Produkt ein intern verantwortetes Softwareprodukt. Fork, Patchstand und Freigaben benötigen klare Regeln.
- Schritt 1: Referenzstand und interne Abzweigung eindeutig kennzeichnen.
- Schritt 2: Änderungen nach Sicherheit, Fehlerkorrektur und Funktion priorisieren.
- Schritt 3: Build-, Test- und Freigabepipeline für Server, Client und Agent gemeinsam definieren.
- Schritt 4: Rollback, Dokumentation und langfristige Ablösung in den Wartungsplan aufnehmen.
Praxisübungen
- Eine tägliche und wöchentliche Betriebskontrolle entwerfen.
- Datenbank und Konfiguration sichern und in einer getrennten Umgebung wiederherstellen.
- Ein Update mit Vorprüfung, Abnahme und Rückfallpunkt simulieren.
- Eine mehrstufige Agent- und Geräte-Störung anhand korrelierter Logs analysieren.
Seminar und Anbieter vergleichen
Öffentliche Schulung
Diese Seminarform ist auch als Präsenzseminar bekannt und bedeutet, dass Sie in unseren Räumlichkeiten von einem Trainer vor Ort geschult werden. Jeder Teilnehmer hat einen Arbeitsplatz mit virtueller Schulungsumgebung. Öffentliche Seminare werden in deutscher Sprache durchgeführt, die Unterlagen sind teilweise in Englisch.
Inhausschulung
Diese Seminarform bietet sich für Unternehmen an, welche gleiche mehrere Teilnehmer gleichzeitig schulen möchten. Der Trainer kommt zu Ihnen ins Haus und unterrichtet in Ihren Räumlichkeiten. Diese Seminare können in Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich gebucht werden.
Webinar
Diese Art der Schulung ist geeignet, wenn Sie die Präsenz eines Trainers nicht benötigen, nicht Reisen können und über das Internet an einer Schulung teilnehmen möchten.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Michael Adler
Telefon: + 41 (800) 225127
E-Mail: michael.adler@seminar-experts.ch -

Stefano Conti
Telefon: + 41 (800) 225127
E-Mail: stefano.conti@seminar-experts.ch
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich und Webinar: CHF 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: CHF 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Systemadministration, Plattformbetrieb, DevOps, Bereitschaftsdienst und technische Betriebsverantwortung. |
| Vorausetzung: | Grundkenntnisse in Containerbetrieb, Datenbanken und Betriebssystemadministration; Zugriff auf eine nichtproduktive Übungsumgebung. |
| Standorte: | Basel, Bern, Luzern, Sankt Gallen, Winterthur, Zürich |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter +41 (800) 225127 |
Seminartermine
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