Seminar Silverpeas Entwicklung – Komponenten und Erweiterungen mit Java

Das Seminar führt durch die Entwicklung einer eigenständigen, upgradefähigen Silverpeas-Komponente. Architekturentscheidungen, Plattformdienste, Web-API, Oberfläche, Berechtigungen und Deployment werden in einem durchgängigen Beispiel verbunden.

Inhaltsübersicht

  1. Lernziele und Arbeitsrahmen
  2. Entwicklungsarchitektur und Projektaufbau
  3. Domänenmodell und Geschäftslogik
  4. Persistenz und Datenmigration
  5. Plattformdienste verwenden
  6. REST-orientierte Web-API
  7. Weboberfläche und Interaktion
  8. Sicherheit und Berechtigungen
  9. Tests und Qualitätssicherung
  10. Packaging, Konfiguration und Deployment
  11. Didaktik und Arbeitsweise

Lernziele und Arbeitsrahmen

  • Projektstruktur und Build einer Silverpeas-Komponente aufsetzen.
  • Core-Dienste und Geschäfts-APIs korrekt nutzen.
  • Domänenlogik, Persistenz und Transaktionen sauber trennen.
  • REST-orientierte Webressourcen und eine passende Oberfläche entwickeln.
  • Authentisierung, Autorisierung und Eingabevalidierung integrieren.
  • Tests, Konfiguration, Packaging und Deployment reproduzierbar gestalten.

Zielgruppe: Java-Entwicklung, Softwarearchitektur, Integrationsentwicklung, technische Produktverantwortung und DevOps mit Entwicklungsaufgaben.

Voraussetzungen: Solide Java- und Maven-Kenntnisse, Grundlagen von HTTP, REST, JavaScript und relationalen Datenbanken.

1. Entwicklungsarchitektur und Projektaufbau

Die Komponente wird in Plattformkontext, Module, Abhängigkeiten und Build-Lebenszyklus eingeordnet.

Schritt-für-Schritt-Vorgehen

  1. Entwicklungsumgebung, Java-Version, Maven und Quellstruktur prüfen.
  2. Komponentenmodule und Abhängigkeiten auf Silverpeas-Core-Dienste festlegen.
  3. Namensräume, Artefaktbezeichnungen und Versionsstrategie definieren.
  4. Leeres Projekt bauen und in einer Testumgebung nachweisbar bereitstellen.

Praxisauftrag

Ein minimales Komponentenprojekt wird erstellt, gebaut und als Ausgangspunkt im Labor installiert.

2. Domänenmodell und Geschäftslogik

Fachobjekte und Anwendungsfälle werden unabhängig von Darstellung und Transport modelliert.

Schritt-für-Schritt-Vorgehen

  1. Fachobjekte, Zustände, Regeln und Verantwortlichkeiten beschreiben.
  2. Servicegrenzen und transaktionale Anwendungsfälle definieren.
  3. Validierungen und Fehlerfälle als eindeutige Domänenentscheidungen implementieren.
  4. Geschäftslogik mit isolierten Tests absichern.

Praxisauftrag

Für einen internen Servicekatalog wird ein Domänenmodell mit Statusübergängen und Validierungsregeln umgesetzt.

3. Persistenz und Datenmigration

Datenzugriff, Schemaänderungen und Lebenszyklus werden kontrolliert von der Geschäftslogik getrennt.

Schritt-für-Schritt-Vorgehen

  1. Tabellen, Schlüssel, Indizes und referenzielle Regeln entwerfen.
  2. Repository- oder Datenzugriffsschicht implementieren.
  3. Schemaerstellung und Migration versionierbar beschreiben.
  4. Testdaten anlegen und Transaktions- sowie Fehlerfälle prüfen.

Praxisauftrag

Das Domänenmodell erhält eine persistente Ablage einschließlich Migrationsschritt und Rücksetzstrategie.

4. Plattformdienste verwenden

Bestehende Dienste für Identität, Berechtigung, Benachrichtigung, Suche, Kommentare und Aufgabenplanung werden wiederverwendet.

Schritt-für-Schritt-Vorgehen

  1. Benötigte Plattformdienste je Anwendungsfall identifizieren.
  2. Dienstzugriff über vorgesehene Schnittstellen statt über interne Implementierungen herstellen.
  3. Benutzer- und Gruppenkontext sicher an Geschäftsaktionen übergeben.
  4. Benachrichtigung oder geplante Aufgabe mit kontrolliertem Fehlerverhalten integrieren.

Praxisauftrag

Eine Geschäftsaktion löst eine adressierte Benachrichtigung aus und wird mit einem fehlenden Empfängerfall getestet.

5. REST-orientierte Web-API

Die Webschicht stellt klar definierte Ressourcen bereit und übersetzt Domänenfehler in verständliche HTTP-Reaktionen.

Schritt-für-Schritt-Vorgehen

  1. Ressourcen, URLs, Methoden und Datenrepräsentationen entwerfen.
  2. JAX-RS-Ressource mit Eingabevalidierung und Serviceaufruf implementieren.
  3. Statuscodes, Fehlerobjekte und Protokollierung konsistent abbilden.
  4. API mit gültigen, ungültigen und unberechtigten Anfragen testen.

Praxisauftrag

Für die Beispielkomponente wird eine vollständige CRUD-nahe API mit fachlichem Statuswechsel implementiert.

6. Weboberfläche und Interaktion

Die Oberfläche nutzt Plattformlayout und wiederverwendbare Webbausteine, ohne Geschäftslogik in den Browser zu verlagern.

Schritt-für-Schritt-Vorgehen

  1. Ansichten, Navigation und Zustandswechsel aus den Anwendungsfällen ableiten.
  2. HTML- und JavaScript-Struktur beziehungsweise Vue-Komponenten aufbauen.
  3. API-Aufrufe, Ladezustände, Validierungsfehler und Erfolgsmeldungen integrieren.
  4. Tastaturbedienung, verständliche Beschriftung und responsive Darstellung prüfen.

Praxisauftrag

Listen-, Detail- und Bearbeitungsansicht werden an die entwickelte API angebunden.

7. Sicherheit und Berechtigungen

Jede Funktion wird serverseitig gegen Identität, Rolle, Kontext und Objektbezug abgesichert.

Schritt-für-Schritt-Vorgehen

  1. Rollen und erlaubte Aktionen als Berechtigungsmatrix definieren.
  2. Authentisierten Kontext und serverseitige Autorisierungsprüfung integrieren.
  3. Eingaben normalisieren, validieren und ausgabeseitig sicher behandeln.
  4. Negativtests für fehlende Rolle, fremdes Objekt und manipulierte Eingabe ausführen.

Praxisauftrag

Die Komponente wird mit mehreren Testrollen gegen typische Berechtigungsumgehungen geprüft.

8. Tests und Qualitätssicherung

Fachlogik, Datenzugriff, Web-API und kritische Benutzerwege werden in einer abgestuften Teststrategie abgesichert.

Schritt-für-Schritt-Vorgehen

  1. Unit-, Integrations-, API- und Oberflächentests nach Risiko zuordnen.
  2. Testdaten und wiederholbare Ausgangszustände definieren.
  3. Erfolgs-, Grenz- und Fehlerfälle automatisieren.
  4. Build bei fehlgeschlagenen Qualitätsprüfungen kontrolliert abbrechen lassen.

Praxisauftrag

Eine Testsuite wird ergänzt und durch eine bewusst eingebaute Regression auf Wirksamkeit geprüft.

9. Packaging, Konfiguration und Deployment

Die Komponente wird so ausgeliefert, dass Konfiguration, Migration und Rücknahme im Betrieb nachvollziehbar bleiben.

Schritt-für-Schritt-Vorgehen

  1. Externe Konfigurationswerte und sichere Standardwerte definieren.
  2. Artefakte mit nachvollziehbarer Version und Abhängigkeiten paketieren.
  3. Deployment in einer Testumgebung mit Datenmigration durchführen.
  4. Smoke-Test, Protokollprüfung, Upgrade- und Rollbackpfad dokumentieren.

Praxisauftrag

Die fertige Komponente wird paketiert, in eine saubere Umgebung eingespielt und mit einer Abnahmeliste geprüft.

Didaktik und Arbeitsweise

Kurze Fachimpulse werden unmittelbar durch Demonstrationen, strukturierte Konfigurations- oder Bearbeitungsschritte, Praxisaufträge und kontrollierte Fehlerfälle vertieft. Jede Übung verwendet definierte Ausgangswerte, Prüfpunkte und Dokumentationsanforderungen. Dadurch bleiben die erarbeiteten Abläufe reproduzierbar und können als Grundlage für interne Standards, Runbooks oder Redaktionsleitfäden verwendet werden.

Fachbereichsleitung und Trainerteam

Seminardetails

   
Dauer: 4 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 2.396 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 6.800 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Java-Entwicklung, Softwarearchitektur, Integrationsentwicklung, technische Produktverantwortung und DevOps mit Entwicklungsaufgaben
Voraussetzungen: Solide Java- und Maven-Kenntnisse, Grundlagen von HTTP, REST, JavaScript und relationalen Datenbanken
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Stream gespeichert 4 Tage
Luzern 4 Tage
Bern 4 Tage
Inhaus / Firmenseminar 4 Tage
Sankt Gallen 4 Tage
Basel 4 Tage
Winterthur 4 Tage
Zürich 4 Tage
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