Seminar SAP HANA – Hochverfügbarkeit und Disaster Recovery

Seminar / Training

Verfügbarkeit entsteht aus einer abgestimmten Kombination von Plattformredundanz, SAP HANA System Replication, Backup/Recovery, Überwachung und geübten Umschaltverfahren. Die Schulung entwickelt aus Geschäftsanforderungen ein belastbares HA-/DR-Design und prüft es in kontrollierten Ausfall- und Takeover-Szenarien.

Inhaltsverzeichnis

  • Zielsetzung
  • Zielgruppe
  • Voraussetzungen
  • Seminarinhalte
  • Praxisübungen
  • Methodik

Zielsetzung

  • Verfügbarkeitsklassen, RPO, RTO und Fehlerszenarien in ein technisches Design übersetzen
  • SAP HANA System Replication konfigurieren, überwachen und testen
  • Takeover, Failback und Disaster-Recovery-Abläufe mit klaren Entscheidungspunkten durchführen
  • Automatisierung, Fencing, Netzwerk, Backup und Betriebsorganisation konsistent verbinden

Zielgruppe

SAP-HANA-Administratoren, SAP-Basis-Teams, Infrastrukturarchitekten, Hochverfügbarkeits- und Notfallverantwortliche, Plattformbetrieb und technische Projektleitungen.

Voraussetzungen

Gute Kenntnisse der SAP-HANA-Administration, Linux- und Netzwerkgrundlagen sowie Zugriff auf eine geeignete Laborlandschaft mit mindestens zwei HANA-Systemen.

Seminarinhalte

  1. Schritt 1: Geschäftsanforderungen und Fehlerdomänen erfassen

    Kritische Geschäftsprozesse, RPO, RTO, Wartungsziele, Standortausfälle, Netzwerkunterbrechungen und Datenkorruption werden getrennt bewertet. Daraus entsteht eine Szenario- und Prioritätenmatrix.

  2. Schritt 2: HA- und DR-Bausteine auswählen

    Host Auto-Failover, Speicherschutz, System Replication, Backups, Cluster-Manager und Cloud-Resilienz werden nach Fehlerart und Wiederanlaufziel zugeordnet. Scheinsicherheit durch redundante Einzelkomponenten wird vermieden.

  3. Schritt 3: Replikationslandschaft planen

    Primär- und Sekundärsystem, Standort, Netzwerk, Latenz, Betriebsmodus, Replikationsmodus, Verschlüsselung, Namensauflösung und Kapazität werden in einem Zielbild dokumentiert.

  4. Schritt 4: System Replication konfigurieren

    Systemidentität, Registrierung, Replikationskanal und Startzustand werden kontrolliert eingerichtet. Initiale Synchronisation und Persistenzstatus werden nachgewiesen.

  5. Schritt 5: Replikation überwachen

    Synchronisationszustand, Log-Versand, Latenz, Full Sync, Fehler und Ressourcenverbrauch werden ausgewertet. Alarmgrenzen und tägliche Prüfungen werden festgelegt.

  6. Schritt 6: Geplantes Takeover durchführen

    Voraussetzungen, Schreibstopp, Freigabe, Takeover, Anwendungsumschaltung und Funktionsprüfung werden schrittweise ausgeführt. Zeitmessung und Nachweis werden protokolliert.

  7. Schritt 7: Ungeplanten Ausfall simulieren

    Ein kontrollierter Primärausfall wird bewertet. Split-Brain-Risiko, Fencing, Entscheidungsbefugnis und Datenstand werden vor der Umschaltung geprüft.

  8. Schritt 8: Failback und Resynchronisation beherrschen

    Das frühere Primärsystem wird bereinigt, neu registriert und synchronisiert. Rollenwechsel, Datenkonsistenz und Rückkehr in den Normalbetrieb werden dokumentiert.

  9. Schritt 9: Cluster-Automatisierung bewerten

    Ressourcenagenten, Quorum, Fencing, Wartungsmodus, Constraints und Teststrategie werden eingeordnet. Automatisierung wird nur mit klaren Schutzmechanismen freigegeben.

  10. Schritt 10: DR-Runbook und Tests organisieren

    Kontaktwege, Entscheidungsmatrix, technische Befehlsfolge, Anwendungsprüfung, Kommunikationsstatus und regelmäßige Übungsintervalle werden in ein Runbook überführt.

  11. Schritt 11: Backup und Cyber-Recovery ergänzen

    Replikation wird von Backup, unveränderlicher Sicherung und Wiederherstellung nach logischer Beschädigung abgegrenzt. Kombinierte Wiederanlaufszenarien werden geplant.

Praxisübungen

  • Erstellung einer Fehlerdomänen- und RPO-/RTO-Matrix
  • Einrichtung und Zustandsprüfung einer System-Replikation
  • Geplantes Takeover mit Zeitmessung und Anwendungscheck
  • Ausfallsimulation mit Entscheidungsbaum, Fencing-Prüfung und Failback
  • Abnahme eines vollständigen DR-Runbooks

Methodik

Architekturarbeit und technische Übungen werden über ein einheitliches Ausfallszenario verbunden. Jede Umschaltung wird mit Vorprüfung, Freigabe, Zeitmessung, Funktionsprüfung und Rückkehr in einen definierten Zustand abgeschlossen.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: SAP-HANA-Administratoren, SAP-Basis-Teams, Infrastrukturarchitekten, Hochverfügbarkeits- und Notfallverantwortliche, Plattformbetrieb und technische Projektleitungen.
Voraussetzungen: Gute Kenntnisse der SAP-HANA-Administration, Linux- und Netzwerkgrundlagen sowie Zugriff auf eine geeignete Laborlandschaft mit mindestens zwei HANA-Systemen.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Sankt Gallen 3 Tage
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Luzern 3 Tage
Bern 3 Tage
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