Kurzprofil
Hochverfügbarkeit umfasst mehr als zwei laufende Nameserver. Entscheidend sind eindeutige Schreibwege, konsistente Zonen, sichere Übertragungen, automatische Bereitstellung und ein getestetes Verhalten bei Netz-, Backend- und Standortausfällen.
Der Kurs vergleicht primäre und sekundäre Betriebsarten mit nativer Backend-Replikation und zeigt den Einsatz von Katalogzonen für größere Zonenbestände. Übungen bilden Normalbetrieb, Wartung und Störung vollständig ab.
Inhaltsübersicht
- Kurzprofil
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Verfügbarkeitsziele und Fehlerdomänen
- Primär- und Sekundärbetrieb
- Native Backend-Replikation
- Automatische Sekundärbereitstellung
- Katalogzonen in größeren Umgebungen
- Standort- und Wartungsszenarien
- Überwachung und Kapazität
- Praxisübungen
- Methodik
Zielgruppe
DNS- und Netzwerkadministration, Datenbank- und Plattformbetrieb, Rechenzentrumsbetrieb sowie Architekturteams für hochverfügbare Namensdienste.
Voraussetzungen
Praktische Grundlagen des PowerDNS Authoritative Server, sichere DNS-Zonenkenntnisse und Verständnis von Replikation und IP-Netzen.
Seminarinhalte
Modul 1: Verfügbarkeitsziele und Fehlerdomänen
- Schritt 1: Dienst-, Daten- und Standortverfügbarkeit getrennt definieren.
- Schritt 2: Abhängigkeiten von Backend, Netzwerk, Zeitdienst und Schlüsselmaterial erfassen.
- Schritt 3: Ausfallbereiche und maximal tolerierbare Unterbrechungen bestimmen.
- Schritt 4: Messbare Wiederanlauf- und Datenverlustziele festlegen.
Modul 2: Primär- und Sekundärbetrieb
- Schritt 1: Benachrichtigung, vollständige Übertragung und inkrementelle Übertragung einrichten.
- Schritt 2: Zugriff auf Übertragungen nach Quelle und Signatur begrenzen.
- Schritt 3: Seriennummern und Aktualisierungszustand automatisiert prüfen.
- Schritt 4: Fehlerhafte Sekundärzustände kontrolliert neu synchronisieren.
Modul 3: Native Backend-Replikation
- Schritt 1: Schreibknoten und lesende DNS-Knoten eindeutig zuordnen.
- Schritt 2: Datenbankreplikation mit dem Verhalten des DNS-Dienstes abstimmen.
- Schritt 3: Verzögerung, Split-Brain und Rückstau erkennen.
- Schritt 4: Failover durchführen, ohne konkurrierende Schreibpfade zu erzeugen.
Modul 4: Automatische Sekundärbereitstellung
- Schritt 1: Voraussetzungen für automatische Aufnahme neuer Zonen festlegen.
- Schritt 2: Vertrauenswürdige Primärsysteme und Namensmuster begrenzen.
- Schritt 3: Eine neue Zone automatisiert provisionieren und kontrollieren.
- Schritt 4: Fehlprovisionierung und veraltete Zonen geordnet bereinigen.
Modul 5: Katalogzonen in größeren Umgebungen
- Schritt 1: Produzenten, Konsumenten und Mitgliedszonen modellieren.
- Schritt 2: Katalogzonen erstellen und mit Signaturen schützen.
- Schritt 3: Gruppen und Zuordnungen für mehrere Zielsysteme nutzen.
- Schritt 4: Änderungen, Löschungen und Primärwechsel kontrolliert verteilen.
Modul 6: Standort- und Wartungsszenarien
- Schritt 1: Geplante Wartung ohne Verlust der autoritativen Erreichbarkeit durchführen.
- Schritt 2: Netztrennung, Backend-Ausfall und vollständigen Standortausfall simulieren.
- Schritt 3: Dienst und Daten in definierter Reihenfolge wiederanlaufen lassen.
- Schritt 4: Nachsynchronisierung und Konsistenz vor Rückkehr in den Normalbetrieb prüfen.
Modul 7: Überwachung und Kapazität
- Schritt 1: Zonenalter, Transferfehler, Replikationsverzug und Antwortfähigkeit messen.
- Schritt 2: Alarmgrenzen nach betrieblichen Auswirkungen priorisieren.
- Schritt 3: Lastreserven für Wartungs- und Ausfallsituationen berechnen.
- Schritt 4: Regelmäßige Wiederanlauftests in den Betriebsplan aufnehmen.
Praxisübungen
- Aufbau eines abgesicherten Primär-Sekundär-Verbunds
- Vergleich von Zonenübertragung und nativer Datenreplikation
- Automatische Bereitstellung einer neuen Sekundärzone
- Erstellung und Verteilung einer Katalogzone
- Simulation eines Standortausfalls mit kontrolliertem Wiederanlauf
- Prüfung von Konsistenz und Nachsynchronisierung
Methodik
Die Laborumgebung besteht aus mehreren DNS- und Datenknoten. Änderungen werden zunächst im Normalbetrieb geprüft und anschließend unter gezielten Fehlerbedingungen wiederholt, damit Verhalten und Wiederanlauf belastbar dokumentiert werden können.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | DNS- und Netzwerkadministration, Datenbank- und Plattformbetrieb, Rechenzentrumsbetrieb sowie Architekturteams für hochverfügbare Namensdienste. |
| Voraussetzungen: | Praktische Grundlagen des PowerDNS Authoritative Server, sichere DNS-Zonenkenntnisse und Verständnis von Replikation und IP-Netzen. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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