Dieses Grundlagenseminar vermittelt die sichere Bedienung von OpenRelik aus Sicht forensischer Analysten. Von Fall- und Ordnerstruktur über Upload, Artefaktprüfung und Workflow-Auswahl bis zur Ergebnisbewertung wird ein vollständiger, nachvollziehbarer Arbeitsablauf trainiert.
Inhaltsübersicht
- Zielsetzung und Kompetenzziele
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Didaktischer Aufbau
- Seminarinhalte mit schrittweisen Praxisaufträgen
- Praxisübungen
- Methodik
Zielsetzung
Das Seminar verbindet fachliche Einordnung, geführte Demonstrationen und eigenständige Arbeit am System. Jeder Themenblock führt von der Planung über die kontrollierte Ausführung bis zur Prüfung und Dokumentation. Damit entstehen nicht nur Bedienkenntnisse, sondern reproduzierbare Arbeitsweisen für den Einsatz im DFIR-Umfeld.
Kompetenzziele
- Fälle, Ordner und Artefakte strukturiert anlegen und verwalten
- geeignete Workflows und Worker anhand der Fragestellung auswählen
- Ausführungsstatus, Logs und Ergebnisdateien richtig interpretieren
- einen kleinen Untersuchungsfall nachvollziehbar bearbeiten und dokumentieren
Zielgruppe
Einsteiger und Umsteiger in DFIR-Teams, SOC-Analysten, Incident Responder und technische Ermittler, die OpenRelik systematisch einsetzen sollen.
Voraussetzungen
Grundverständnis digitaler Forensik, sicherer Umgang mit Dateien und grundlegende Kenntnisse typischer Artefakte. Keine OpenRelik-Vorerfahrung erforderlich.
Didaktischer Aufbau
Zwei Tage sind erforderlich, weil die Plattformbedienung mit forensischer Arbeitsmethodik verbunden wird. Der zweite Tag dient der eigenständigen Fallbearbeitung, Fehlerkorrektur und Ergebnisbewertung statt einer reinen Funktionsdemonstration. Die Lernabschnitte bauen aufeinander auf; nach jeder Demonstration folgt eine angeleitete Umsetzung, anschließend eine eigenständige Prüfung anhand definierter Qualitätskriterien. Fehlerbilder und Grenzfälle werden bewusst einbezogen, damit Entscheidungen im späteren Betrieb nachvollziehbar bleiben.
Seminarinhalte
Modul 1: Orientierung und Arbeitsmodell
Die Plattform wird als gemeinsamer Arbeitsraum für Artefakte, Workflows und Ergebnisse eingeführt.
- Schritt 1: Oberflächenbereiche, zentrale Objekte und typische Navigation identifizieren.
- Schritt 2: Fall, Ordner, Datei, Workflow, Template, Worker und Task voneinander abgrenzen.
- Schritt 3: Einen persönlichen Arbeitsablauf vom Eingang bis zum Review skizzieren.
Praxisauftrag: Geführte Plattformtour mit Zuordnungsaufgaben.
Modul 2: Fall- und Ordnerstruktur
Eine klare Struktur verhindert Verwechslungen und erleichtert spätere Reviews.
- Schritt 1: Einen Fall mit eindeutiger Bezeichnung und Kontextinformationen anlegen.
- Schritt 2: Ordner für Rohdaten, Analyse, Ergebnisse und Review vorbereiten.
- Schritt 3: Benennungs- und Statusregeln an einem Beispiel anwenden.
Praxisauftrag: Aufbau eines Musterfalls nach vorgegebenem Strukturstandard.
Modul 3: Artefakte aufnehmen und prüfen
Vor der Verarbeitung werden Datei, Herkunft und Integritätsinformationen kontrolliert.
- Schritt 1: Artefakte hochladen und ihre technischen Metadaten prüfen.
- Schritt 2: Dateityp, Größe, Hash und Fallzuordnung plausibilisieren.
- Schritt 3: Dubletten, fehlerhafte Dateien oder unklare Herkunft korrekt behandeln.
Praxisauftrag: Intake eines kleinen gemischten Artefaktpakets.
Modul 4: Workflow und Worker auswählen
Die Untersuchungsfrage bestimmt die passende Analysefolge.
- Schritt 1: Ziel und Eingabeanforderungen vorhandener Workflows lesen.
- Schritt 2: Parameter und erwartete Ausgaben vor dem Start prüfen.
- Schritt 3: Zwischen schneller Triage und vertiefter Analyse begründet wählen.
Praxisauftrag: Auswahl und Parametrisierung eines Workflows für drei Artefaktarten.
Modul 5: Ausführung überwachen
Laufende Tasks liefern Statusinformationen, Logs und gegebenenfalls Teilresultate.
- Schritt 1: Workflow starten und Taskzustände in der Ausführungsansicht verfolgen.
- Schritt 2: Erfolg, Warnung, Fehler und ausstehende Ausführung unterscheiden.
- Schritt 3: Bei Fehlern Eingabe, Parameter und Worker-Meldung systematisch prüfen.
Praxisauftrag: Diagnose eines absichtlich fehlschlagenden Tasks.
Modul 6: Ergebnisse bewerten
Automatisch erzeugte Ausgaben müssen auf Vollständigkeit, Plausibilität und Quellenbezug geprüft werden.
- Schritt 1: Ergebnisdateien und Metadaten dem richtigen Eingabeartefakt zuordnen.
- Schritt 2: Treffer, Nichttreffer und Parserwarnungen fachlich interpretieren.
- Schritt 3: Relevante Beobachtungen markieren und Unsicherheiten dokumentieren.
Praxisauftrag: Review mehrerer Worker-Ausgaben mit einer Prüfliste.
Modul 7: Geführte Fallbearbeitung
Zum Abschluss wird der gesamte Ablauf an einem zusammenhängenden Fall trainiert.
- Schritt 1: Fragestellung und Artefaktbestand in einen Analyseplan übersetzen.
- Schritt 2: Triage und Vertiefung durchführen und Zwischenergebnisse bewerten.
- Schritt 3: Befunde strukturiert zusammenfassen und zur fachlichen Prüfung übergeben.
Praxisauftrag: Eigenständige Bearbeitung eines kompakten Übungsfalls.
Praxisübungen
- Aufbau einer nachvollziehbaren Fall- und Ordnerstruktur
- Durchführung mehrerer Workflows mit Status- und Fehlerkontrolle
- Eigenständige Bearbeitung und Dokumentation eines vollständigen Übungsfalls
Methodik
Kurze Fachimpulse werden unmittelbar mit Live-Demonstrationen, geführten Konfigurations- und Analyseschritten, eigenständigen Laboraufgaben sowie strukturierten Reviews verbunden. Für jede Übung werden Ausgangslage, Arbeitsschritte, erwartete Kontrollpunkte und typische Fehlerbilder festgelegt. Die verwendeten Beispiele sind so aufgebaut, dass sie als Vorlage für interne Standards, Checklisten und Testfälle weiterverwendet werden können.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Einsteiger und Umsteiger in DFIR-Teams, SOC-Analysten, Incident Responder und technische Ermittler, die OpenRelik systematisch einsetzen sollen. |
| Voraussetzungen: | Grundverständnis digitaler Forensik, sicherer Umgang mit Dateien und grundlegende Kenntnisse typischer Artefakte. Keine OpenRelik-Vorerfahrung erforderlich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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