Dieses Seminar behandelt Auswahl, Einbindung, Konfiguration und sicheren Betrieb der zentral gepflegten OpenRelik-Worker. Der Praxisfokus liegt auf Queue-Zuordnung, Ressourcenprofilen, Dateitypgrenzen, Output-Verhalten, Fehlerdiagnose, Versionspflege und kontrollierter Freigabe.
Inhaltsübersicht
- Zielsetzung und Kompetenzziele
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Didaktischer Aufbau
- Seminarinhalte mit schrittweisen Praxisaufträgen
- Praxisübungen
- Methodik
Zielsetzung
Das Seminar verbindet fachliche Einordnung, geführte Demonstrationen und eigenständige Arbeit am System. Jeder Themenblock führt von der Planung über die kontrollierte Ausführung bis zur Prüfung und Dokumentation. Damit entstehen nicht nur Bedienkenntnisse, sondern reproduzierbare Arbeitsweisen für den Einsatz im DFIR-Umfeld.
Kompetenzziele
- Core-Worker passend zu Artefakt und Untersuchungsziel auswählen
- Worker mit kontrollierten Queues, Ressourcen und Speicherzugriffen betreiben
- Ausgaben und Fehlerzustände systematisch validieren
- Versionierung, Test, Freigabe und Rollback für Worker organisieren
Zielgruppe
OpenRelik-Administratoren, Plattformteams, DFIR-Engineers und erfahrene Analysten, die Worker bereitstellen oder deren Betrieb verantworten.
Voraussetzungen
Grundkenntnisse von Docker, Celery-basierten Workern, Linux-Betrieb und OpenRelik-Workflows.
Didaktischer Aufbau
Zwei Tage sind erforderlich, weil Worker nicht nur installiert, sondern hinsichtlich Funktionen, Eingabegrenzen, Ressourcenbedarf, Sicherheitsrisiken, Fehlerverhalten und Updatefähigkeit getestet und in ein Freigabemodell überführt werden. Die Lernabschnitte bauen aufeinander auf; nach jeder Demonstration folgt eine angeleitete Umsetzung, anschließend eine eigenständige Prüfung anhand definierter Qualitätskriterien. Fehlerbilder und Grenzfälle werden bewusst einbezogen, damit Entscheidungen im späteren Betrieb nachvollziehbar bleiben.
Seminarinhalte
Modul 1: Worker-Katalog und Auswahlkriterien
Worker unterscheiden sich nach Dateitypen, Analysezweck, Ressourcenprofil und Art ihrer Ausgaben.
- Schritt 1: Worker nach Extraktion, Suche, Strukturierung, Triage, Timeline und Anreicherung gruppieren.
- Schritt 2: Eingabevoraussetzungen und erwartete Ergebnisobjekte je Worker dokumentieren.
- Schritt 3: Auswahlregeln für Standardworkflow, Spezialanalyse und manuelle Einzelfallprüfung festlegen.
Praxisauftrag: Erstellung einer Worker-Matrix für typische DFIR-Artefakte.
Modul 2: Container, Queues und Ausführungsgrenzen
Jeder Worker läuft isoliert und konsumiert definierte Tasks. Falsche Queue- oder Ressourcenparameter können Stillstand oder Überlast verursachen.
- Schritt 1: Containerkonfiguration, Queue-Name und Task-Registrierung auf Konsistenz prüfen.
- Schritt 2: CPU-, Speicher-, Parallelitäts- und Zeitlimits aus Testmessungen ableiten.
- Schritt 3: Zugriffe auf Eingabe-, Ausgabe- und temporäre Speicherbereiche begrenzen.
Praxisauftrag: Härtung einer fehlerhaft konfigurierten Worker-Bereitstellung.
Modul 3: Konfiguration und Parameterqualität
Worker-Parameter beeinflussen Laufzeit, Treffermenge und Aussagekraft. Standardwerte müssen fachlich geprüft werden.
- Schritt 1: Parameter nach Pflichtangabe, Default, Bereich und Sicherheitswirkung klassifizieren.
- Schritt 2: Validierungsregeln und verständliche Vorgabewerte für Analysten definieren.
- Schritt 3: Konfigurationsvarianten für schnelle Triage und vertiefte Analyse trennen.
Praxisauftrag: Vergleich zweier Parameterprofile anhand identischer Testartefakte.
Modul 4: Output- und Ergebnisvalidierung
Ein erfolgreicher Task bedeutet nicht automatisch einen fachlich vollständigen Befund.
- Schritt 1: Erzeugte Dateien, Metadaten, Logs und Statusinformationen vollständig erfassen.
- Schritt 2: Plausibilität, Vollständigkeit und Zuordnung zum Eingabeartefakt prüfen.
- Schritt 3: Leere Ergebnisse, Teilverarbeitung und Parserwarnungen fachlich unterscheiden.
Praxisauftrag: Abnahmetest für Extraktions-, Such- und Triage-Worker.
Modul 5: Fehlerdiagnose und Wiederanlauf
Fehler können aus Eingabedaten, Worker-Implementierung, Abhängigkeiten oder Plattformressourcen entstehen.
- Schritt 1: Fehler anhand von Taskstatus, Worker-Log und Containerzustand eingrenzen.
- Schritt 2: Reproduzierbarkeit mit minimalem Testfall und fixierter Konfiguration herstellen.
- Schritt 3: Wiederanlauf, Quarantäne oder Eskalation anhand definierter Kriterien entscheiden.
Praxisauftrag: Diagnose eines Worker-Abbruchs mit unvollständigem Output.
Modul 6: Lebenszyklus und sichere Freigabe
Worker-Updates verändern Abhängigkeiten, Parserlogik und Ergebnisformate. Deshalb ist ein kontrollierter Lebenszyklus erforderlich.
- Schritt 1: Versionen fixieren und Änderungen mit Testartefakten nachvollziehen.
- Schritt 2: Freigabestufen für Labor, Pilot und Produktion definieren.
- Schritt 3: Rollback, Abkündigung und Dokumentationspflichten in den Betriebsprozess integrieren.
Praxisauftrag: Erstellung eines Release- und Abnahmeplans für einen Worker-Satz.
Praxisübungen
- Integration mehrerer Core-Worker in eine kontrollierte Testumgebung
- Ressourcen- und Output-Abnahme mit repräsentativen Artefakten
- Fehlerdiagnose, Wiederanlaufentscheidung und dokumentierte Produktionsfreigabe
Methodik
Kurze Fachimpulse werden unmittelbar mit Live-Demonstrationen, geführten Konfigurations- und Analyseschritten, eigenständigen Laboraufgaben sowie strukturierten Reviews verbunden. Für jede Übung werden Ausgangslage, Arbeitsschritte, erwartete Kontrollpunkte und typische Fehlerbilder festgelegt. Die verwendeten Beispiele sind so aufgebaut, dass sie als Vorlage für interne Standards, Checklisten und Testfälle weiterverwendet werden können.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | OpenRelik-Administratoren, Plattformteams, DFIR-Engineers und erfahrene Analysten, die Worker bereitstellen oder deren Betrieb verantworten. |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse von Docker, Celery-basierten Workern, Linux-Betrieb und OpenRelik-Workflows. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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