Seminar NXP EdgeLock Secure Enclave – Sicherheitsarchitektur und Compliance Mapping

Inhaltsverzeichnis

  • Einordnung und Zielsetzung
  • Zielgruppe
  • Voraussetzungen
  • Lernziele
  • Seminarinhalte
  • Praxisübungen
  • Technische Arbeitsmittel

Einordnung und Zielsetzung

Das Seminar überführt technische EdgeLock-Sicherheitsfunktionen in eine dokumentierbare Produkt-Sicherheitsarchitektur. Sicherheitsziele, Bedrohungen, Kontrollen, Evidenzen, Tests und Betriebsprozesse werden so verbunden, dass interne Freigaben, Kundenanforderungen und regulatorische Nachweise nachvollziehbar unterstützt werden.

Die EdgeLock Secure Enclave wird dabei nicht pauschal als Erfüllungsnachweis betrachtet. Jede Funktion wird auf konkrete Anforderungen, Annahmen, Plattformvarianten, Konfigurationen, Verantwortlichkeiten und prüfbare Evidenzen abgebildet.

Die angesetzte Dauer von 2 Tagen ist erforderlich, weil die Inhalte von „Anforderungs- und Geltungsbereich“ bis „Technische Sicherheitsakte“ fachlich aufeinander aufbauen und in 6 praktischen Arbeitsszenarien geprüft werden. Eine stärkere Kürzung würde entweder die sichere Konfiguration oder die notwendigen Positiv-, Negativ- und Wiederanlauftests verdrängen.

Zielgruppe

  • Security- und Systemarchitekten
  • Product-Security- und Compliance-Verantwortliche
  • Technische Projekt- und Qualitätsleiter
  • Entwicklungs-, Test- und Betriebsverantwortliche mit Nachweispflichten

Voraussetzungen

Grundverständnis eingebetteter Sicherheitsarchitekturen, Secure Boot und Schlüsselmanagement. Kenntnisse der eigenen Produktanforderungen oder eines konkreten Projekts erhöhen den Praxisnutzen.

Lernziele

  • Sicherheitsanforderungen in technische EdgeLock-Kontrollen übersetzen
  • Plattformannahmen und Restrisiken transparent dokumentieren
  • Architektur, Lebenszyklus, Fertigung und Betrieb in einem Nachweismodell verbinden
  • Test- und Evidenzanforderungen bereits in der Entwicklung festlegen
  • Verantwortlichkeiten und Freigaben über Organisationseinheiten hinweg zuordnen
  • eine wartbare Traceability-Matrix und technische Sicherheitsakte erstellen

Seminarinhalte

1. Anforderungs- und Geltungsbereich

  1. Schritt 1: Produktvarianten, Einsatzumgebung und schützenswerte Funktionen abgrenzen.
  2. Schritt 2: interne, vertragliche und regulatorische Anforderungen sammeln.
  3. Schritt 3: technische Anforderungen von organisatorischen Pflichten trennen.
  4. Schritt 4: unklare Begriffe in messbare Sicherheitsziele überführen.

2. Bedrohungsmodell und Risikoannahmen

  1. Schritt 1: Assets, Angreiferfähigkeiten und relevante Schnittstellen erfassen.
  2. Schritt 2: Boot, Debug, Update, Produktion, Netzwerk und Backend als Angriffsflächen bewerten.
  3. Schritt 3: Wahrscheinlichkeit, Auswirkung und bestehende Kontrollen dokumentieren.
  4. Schritt 4: nicht durch EdgeLock abgedeckte Risiken ausdrücklich kennzeichnen.

3. Funktionen auf Sicherheitsziele abbilden

  1. Schritt 1: Root of Trust, Secure Boot, Schlüssel, Kryptodienste und Identität zuordnen.
  2. Schritt 2: Lebenszyklus, Secure Debug, Update und Recovery ergänzen.
  3. Schritt 3: Core- und Advanced-Profil sowie Plattformunterschiede berücksichtigen.
  4. Schritt 4: jede Zuordnung mit Konfiguration und Verantwortlichkeit konkretisieren.

4. Architektur- und Datenflussnachweise

  1. Schritt 1: Vertrauensgrenzen und Schlüsselpfade grafisch darstellen.
  2. Schritt 2: Host-, Enclave-, Speicher- und Backend-Verantwortung trennen.
  3. Schritt 3: sensible Datenflüsse und erlaubte Übergänge dokumentieren.
  4. Schritt 4: Architekturentscheidung mit Bedrohung und Kontrolle verknüpfen.

5. Lebenszyklus und sichere Entwicklung

  1. Schritt 1: Entwicklungs-, Pilot-, Produktions-, Wartungs- und Ausmusterungszustände definieren.
  2. Schritt 2: Schlüssel- und Konfigurationsänderungen versioniert freigeben.
  3. Schritt 3: Code-, Build-, Signier- und Provisionierungsrollen trennen.
  4. Schritt 4: Sicherheitsprüfungen in Entwicklungs- und Freigabepunkte integrieren.

6. Fertigung und Lieferkette

  1. Schritt 1: OEM, Auftragsfertiger, Station und Zulieferer nach Vertrauen und Zugriff einordnen.
  2. Schritt 2: Manifeste, Fuses, Credentials und Geräteidentität auf Nachweise abbilden.
  3. Schritt 3: Quarantäne und Abweichungsbehandlung als Kontrollprozess definieren.
  4. Schritt 4: Charge, Gerät, Toolversion und Freigabe nachvollziehbar korrelieren.

7. Betrieb, Update und Vorfallreaktion

  1. Schritt 1: Credential-Rotation, Firmware-Update und Flottenstatus als wiederkehrende Kontrollen festlegen.
  2. Schritt 2: sichere Telemetrie und Mindestinformationen für die Diagnose definieren.
  3. Schritt 3: Sperrung, Recovery, RMA und Ausmusterung mit Rollen und Fristen verbinden.
  4. Schritt 4: Vorfallnachweise ohne Offenlegung von Schutzwerten planen.

8. Test- und Evidenzkatalog

  1. Schritt 1: Positiv-, Negativ-, Reset-, Manipulations- und Grenztests zuordnen.
  2. Schritt 2: Testumgebung, Versionen und erwartete Ergebnisse festhalten.
  3. Schritt 3: automatisierte und manuelle Evidenzen unterscheiden.
  4. Schritt 4: jede zentrale Sicherheitsanforderung mindestens einem Prüfnachweis zuordnen.

9. Traceability und Restrisiko

  1. Schritt 1: Anforderung, Bedrohung, Kontrolle, Implementierung und Test in einer Matrix verbinden.
  2. Schritt 2: Abweichungen und kompensierende Maßnahmen dokumentieren.
  3. Schritt 3: Restrisiken mit Eigentümer, Frist und Freigabe versehen.
  4. Schritt 4: Änderungsauswirkungen bei neuer Firmware, Plattform oder Fertigung bewerten.

10. Technische Sicherheitsakte

  1. Schritt 1: notwendige Architektur-, Schlüssel-, Build-, Test- und Betriebsdokumente strukturieren.
  2. Schritt 2: vertrauliche Anhänge und allgemein freigabefähige Nachweise trennen.
  3. Schritt 3: Review- und Aktualisierungsrhythmus festlegen.
  4. Schritt 4: eine prüfbare Musterakte für das Beispielprodukt abschließen.

Praxisübungen

  • Erstellung eines kompakten Bedrohungsmodells für ein EdgeLock-Gerät
  • Zuordnung von Sicherheitszielen zu EdgeLock-Funktionen und Host-Maßnahmen
  • Aufbau einer Traceability-Matrix von Anforderung bis Testnachweis
  • Definition eines Evidenzkatalogs für Boot, Schlüssel, Provisionierung und Update
  • Bewertung einer Plattformabweichung und Dokumentation des Restrisikos
  • Strukturierung einer technischen Sicherheitsakte

Technische Arbeitsmittel

  • Vorlagen für Bedrohungsmodell, Sicherheitsziele und Traceability
  • Beispielarchitekturen und technische Testnachweise
  • Rollen- und Lebenszyklusmatrizen
  • Dokumentations- und Reviewchecklisten für Produktfreigaben

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Security- und Systemarchitekten; Product-Security- und Compliance-Verantwortliche; Technische Projekt- und Qualitätsleiter; Entwicklungs-, Test- und Betriebsverantwortliche mit Nachweispflichten
Voraussetzungen: Grundverständnis eingebetteter Sicherheitsarchitekturen, Secure Boot und Schlüsselmanagement. Kenntnisse der eigenen Produktanforderungen oder eines konkreten Projekts erhöhen den Praxisnutzen.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, schrittweise Konfiguration, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Winterthur 2 Tage
Zürich 2 Tage
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Stream gespeichert 2 Tage
Luzern 2 Tage
Bern 2 Tage
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
Sankt Gallen 2 Tage
Basel 2 Tage
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Winterthur 2 Tage
Zürich 2 Tage
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Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
Sankt Gallen 2 Tage
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Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
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