Inhaltsverzeichnis
- Einordnung und Zielsetzung
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Lernziele
- Seminarinhalte
- Praxisübungen
- Technische Arbeitsmittel
Einordnung und Zielsetzung
Das Seminar behandelt die sichere Aktualisierung EdgeLock-basierter Geräte vom signierten Updatepaket bis zur bestätigten Inbetriebnahme. Authentisierung, Versionspolitik, Anti-Rollback, A/B- oder Recovery-Strategie, Stromausfallfestigkeit, gestaffelte Einführung und Feldreaktion werden als geschlossener Updatepfad umgesetzt.
Secure Boot und Secure Update erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Das Seminar zeigt, wie Paketannahme, Speicherung, Installation, Neustart, Bootbestätigung und Versionsfortschritt aufeinander abgestimmt werden, ohne Downgrade- oder Zwischenzustände zu öffnen.
Die angesetzte Dauer von 2 Tagen ist erforderlich, weil die Inhalte von „Bedrohungsmodell für Firmware-Updates“ bis „Negativtests und Betriebsfreigabe“ fachlich aufeinander aufbauen und in 6 praktischen Arbeitsszenarien geprüft werden. Eine stärkere Kürzung würde entweder die sichere Konfiguration oder die notwendigen Positiv-, Negativ- und Wiederanlauftests verdrängen.
Zielgruppe
- Firmware- und Bootloader-Entwickler
- OTA- und Flottenupdate-Integratoren
- Security- und Produktbetriebsteams
- Validierungs- und Recovery-Verantwortliche
Voraussetzungen
Grundkenntnisse in Secure Boot, Flashspeicher, Firmwareimages und kryptografischen Signaturen. Erfahrung mit Bootloadern oder OTA-Systemen ist hilfreich.
Lernziele
- Secure-Boot- und Update-Vertrauen korrekt voneinander abgrenzen
- Updatepaket, Signatur und Metadaten sicher strukturieren
- Versionszähler und Anti-Rollback ohne unrettbare Sperrzustände planen
- unterbrochene Installation und beschädigte Speicherzustände beherrschen
- gestaffelte Einführung, Erfolgskontrolle und Abbruchkriterien definieren
- Recovery und Incident-Reaktion in den Updatebetrieb integrieren
Seminarinhalte
1. Bedrohungsmodell für Firmware-Updates
- Schritt 1: manipulierte, veraltete, fremde und unvollständige Pakete unterscheiden.
- Schritt 2: Angriffsflächen von Download, Zwischenspeicher, Installer und Bootbestätigung erfassen.
- Schritt 3: Updateberechtigung, Gerätezuordnung und zulässige Versionen festlegen.
- Schritt 4: Sicherheits- und Verfügbarkeitsziele für Fehlerfälle priorisieren.
2. Updatepaket und Metadaten
- Schritt 1: Firmwarebestandteile, Produktkennung, Version und Abhängigkeiten definieren.
- Schritt 2: Hash, Signatur und Signierrolle passend zur Updatepolitik zuordnen.
- Schritt 3: kanonische Kodierung und eindeutige Längenprüfung sicherstellen.
- Schritt 4: Paketparser mit Grenzwerten und sicheren Abbruchbedingungen entwerfen.
3. Prüfreihenfolge und Vertrauensentscheidung
- Schritt 1: Paketgröße und Struktur vor aufwendigen Operationen prüfen.
- Schritt 2: Signatur und Produktzuordnung verifizieren.
- Schritt 3: Version, Gerätezustand und Abhängigkeiten auswerten.
- Schritt 4: Installation erst nach vollständiger positiver Entscheidung erlauben.
4. Anti-Rollback und Versionszustand
- Schritt 1: monotone Version, Sicherheitsgeneration oder Freigabezähler festlegen.
- Schritt 2: Zeitpunkt der irreversiblen Erhöhung sorgfältig bestimmen.
- Schritt 3: mehrstufige Updates und notwendige Zwischenversionen berücksichtigen.
- Schritt 4: Recovery und Servicefall ohne generelle Downgrade-Öffnung gestalten.
5. A/B-, Recovery- und Installationsmodell
- Schritt 1: aktive, inaktive und Recovery-Partitionen beziehungsweise Slots zuordnen.
- Schritt 2: Schreib-, Prüf- und Umschaltreihenfolge definieren.
- Schritt 3: Bootversuchszähler und Erfolgskriterium festlegen.
- Schritt 4: fehlgeschlagenen Start kontrolliert auf eine vertrauenswürdige Version zurückführen.
6. Stromausfall- und Resetfestigkeit
- Schritt 1: kritische Schreib- und Zustandsänderungen identifizieren.
- Schritt 2: Reset an mehreren Installationspunkten gezielt auslösen.
- Schritt 3: Konsistenz und Auswahl des gültigen Slots prüfen.
- Schritt 4: unvollständige Metadaten sicher verwerfen oder fortsetzen.
7. Gestaffelte Einführung und Flottenkontrolle
- Schritt 1: Pilotgruppe, Wellen und maximale Fehlerquote festlegen.
- Schritt 2: Gerätevoraussetzungen und freie Ressourcen vorab prüfen.
- Schritt 3: Erfolg, ausstehende Geräte und Fehlerklassen rückmelden.
- Schritt 4: Kampagne bei Sicherheits- oder Stabilitätsproblemen kontrolliert stoppen.
8. Schlüsselrotation und Notfallupdate
- Schritt 1: Updateschlüssel und zulässige Ersatzschlüssel planen.
- Schritt 2: neuen Schlüssel über einen bereits vertrauenswürdigen Pfad einführen.
- Schritt 3: kompromittierten Schlüssel sperren und verbleibende Geräte behandeln.
- Schritt 4: Notfallprozess mit verkürzten Freigaben, aber vollständigen technischen Kontrollen definieren.
9. Negativtests und Betriebsfreigabe
- Schritt 1: falsche Signatur, falsches Produkt, alte Version und beschädigte Daten testen.
- Schritt 2: Kommunikationsabbruch und Speichermangel simulieren.
- Schritt 3: Recovery und Bootbestätigung automatisiert prüfen.
- Schritt 4: Messwerte und Abnahmekriterien für Serienbetrieb dokumentieren.
Praxisübungen
- Entwurf eines signierten Updatepakets mit eindeutigen Metadaten
- Implementierung der Prüf- und Installationsreihenfolge
- Anti-Rollback-Tests mit gültiger, gleicher und älterer Version
- Reset- und Stromausfalltests während verschiedener Installationsphasen
- Simulation einer gestaffelten Kampagne mit Abbruchschwelle
- Recovery- und Notfallupdate-Szenario mit Schlüsselwechsel
Technische Arbeitsmittel
- NXP-Zielplattform mit geeignetem Boot- und Updatepfad
- Build-, Signier- und Imagewerkzeuge
- Testserver oder lokale Update-Simulation
- Serielle Konsole, Debugger und automatisierte Resetsteuerung
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Firmware- und Bootloader-Entwickler; OTA- und Flottenupdate-Integratoren; Security- und Produktbetriebsteams; Validierungs- und Recovery-Verantwortliche |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse in Secure Boot, Flashspeicher, Firmwareimages und kryptografischen Signaturen. Erfahrung mit Bootloadern oder OTA-Systemen ist hilfreich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, schrittweise Konfiguration, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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