Seminar NCP VS GovNet – Authentisierung, PKI und SmartCards

Seminar / Training

Starke Authentisierung ist nur dann belastbar, wenn Kryptografie, Ausgabeprozesse, Kartenbetrieb, Verzeichnisdienste und Sperrverfahren zusammenpassen. Die Schulung verbindet diese Bereiche zu einem prüfbaren Ende-zu-Ende-Prozess.

Seminarprofil

Die Übungen verwenden eine Test-PKI und exemplarische SmartCards. Produktionsschlüssel und reale personenbezogene Daten werden nicht benötigt.

Inhaltsübersicht

  1. Kapitel 1: Authentisierungsmodell und Vertrauensgrenzen
  2. Kapitel 2: Zertifikatsprofile und elliptische Kurven
  3. Kapitel 3: SmartCards, Leser und PIN-Prozesse
  4. Kapitel 4: Backend-Anbindung und Benutzerzuordnung
  5. Kapitel 5: Sperrprüfung und Zertifikatslebenszyklus
  6. Kapitel 6: Pre-Logon und domänenbasierte Anmeldung
  7. Kapitel 7: Diagnose von Zertifikats- und Kartenfehlern

Zielsetzung

Ziel ist die Planung, Konfiguration und Diagnose zertifikatsbasierter Benutzer-, Geräte- und Gateway-Authentisierung einschließlich Karten- und Sperrprozessen.

Zielgruppe

PKI-Administratoren, VPN-Administratoren, Identity- und Access-Management-Fachkräfte, Windows-Administratoren und IT-Sicherheitsverantwortliche.

Voraussetzungen

Grundkenntnisse in X.509, Zertifizierungsstellen, Active Directory oder LDAP sowie TCP/IP und IPsec. Erfahrung mit SmartCard-Middleware ist hilfreich.

Kapitel 1: Authentisierungsmodell und Vertrauensgrenzen

Inhaltsverzeichnis des Kapitels

  • Benutzer-, Geräte- und Gatewayidentitäten
  • Authentisierung und Autorisierung
  • Zugelassene und optionale Verfahren
  • Vertrauensanker

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Schritt 1: Alle beteiligten Identitäten werden nach Zweck und Lebensdauer inventarisiert.
  2. Schritt 2: Authentisierung wird von nachgelagerter Rechtevergabe getrennt betrachtet.
  3. Schritt 3: Verfahren werden nach vorgesehenem Schutzprofil und Betriebsfall ausgewählt.
  4. Schritt 4: Vertrauensanker und zulässige Zertifizierungsketten werden dokumentiert.

Kapitel 2: Zertifikatsprofile und elliptische Kurven

Inhaltsverzeichnis des Kapitels

  • X.509-Felder und Erweiterungen
  • Schlüsselverwendung
  • ECC-Parameter
  • Zertifikate für Benutzer, Geräte und Server

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Schritt 1: Für jede Identitätsklasse wird ein eigenes Zertifikatsprofil definiert.
  2. Schritt 2: Schlüsselverwendung, erweiterte Schlüsselverwendung und Namensfelder werden festgelegt.
  3. Schritt 3: Zulässige Algorithmen und Kurven werden mit den Systemvorgaben abgeglichen.
  4. Schritt 4: Musterzertifikate werden ausgestellt und ihre Kettenprüfung wird nachvollzogen.

Kapitel 3: SmartCards, Leser und PIN-Prozesse

Inhaltsverzeichnis des Kapitels

  • Karteninitialisierung
  • Leser und Middleware
  • PIN- und Fehlversuchsregeln
  • Kartenwechsel und Ersatz

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Schritt 1: Karte, Leser, Treiber und Middleware werden als kompatible Einheit geprüft.
  2. Schritt 2: Zertifikate und private Schlüssel werden nach dem vorgesehenen Ausgabeprozess personalisiert.
  3. Schritt 3: PIN-Änderung, Fehlversuche, Sperrung und Entsperrung werden kontrolliert getestet.
  4. Schritt 4: Ersatzkarten und Kartenverlust werden mit Sperrung und Neuzuordnung vollständig durchgespielt.

Kapitel 4: Backend-Anbindung und Benutzerzuordnung

Inhaltsverzeichnis des Kapitels

  • Lokale Benutzerverwaltung
  • RADIUS
  • LDAP und Active Directory
  • Gruppen- und Identitätsmapping

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Schritt 1: Das führende Identitätssystem wird für den jeweiligen Anwendungsfall festgelegt.
  2. Schritt 2: Namensattribute, Gruppen und Zertifikatsmerkmale werden einem eindeutigen Benutzerobjekt zugeordnet.
  3. Schritt 3: Authentisierungsanfragen werden vom Gateway bis zum Backend protokolliert verfolgt.
  4. Schritt 4: Fehlende, doppelte oder widersprüchliche Zuordnungen werden mit Negativtests erkannt.

Kapitel 5: Sperrprüfung und Zertifikatslebenszyklus

Inhaltsverzeichnis des Kapitels

  • CRL und Delta-Listen
  • OCSP und Online-Prüfung
  • Erneuerung und Ablauf
  • Widerruf und Schlüsselkompromittierung

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Schritt 1: Sperrlisten- und OCSP-Endpunkte werden aus den Zertifikaten ermittelt und erreichbar gemacht.
  2. Schritt 2: Aktualisierungsintervalle und Verhalten bei nicht erreichbarer Sperrprüfung werden festgelegt.
  3. Schritt 3: Zertifikatserneuerung wird vor Ablauf mit Parallelbetrieb und Rückfallmöglichkeit getestet.
  4. Schritt 4: Ein Kompromittierungsfall wird von der Sperrung bis zur erneuten Betriebsfreigabe geübt.

Kapitel 6: Pre-Logon und domänenbasierte Anmeldung

Inhaltsverzeichnis des Kapitels

  • PLAP-Ablauf
  • Benutzerzertifikat und PIN
  • Active-Directory-Erreichbarkeit
  • Passwort- und Richtlinienwechsel

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Schritt 1: DNS, Routing und benötigte Domänendienste werden bereits vor der Windows-Anmeldung erreichbar geplant.
  2. Schritt 2: Der Connector wird für die Authentisierung mit Benutzerzertifikat und PIN vorbereitet.
  3. Schritt 3: VPN-Aufbau und anschließende Domänenanmeldung werden getrennt protokolliert geprüft.
  4. Schritt 4: Sonderfälle wie abgelaufenes Kennwort, neues Benutzerprofil und fehlende Netzverbindung werden getestet.

Kapitel 7: Diagnose von Zertifikats- und Kartenfehlern

Inhaltsverzeichnis des Kapitels

  • Kettenfehler
  • Zeit- und Gültigkeitsprobleme
  • Karten- und Leserfehler
  • Backend- und Mappingfehler

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Schritt 1: Fehler werden zuerst anhand Zeitpunkt, Zertifikat, Benutzer und betroffener Komponente eingegrenzt.
  2. Schritt 2: Kette, Gültigkeit, Schlüsselverwendung und Sperrstatus werden in fester Reihenfolge geprüft.
  3. Schritt 3: Karte, Leser und Middleware werden mit einem kontrollierten Gegenvergleich isoliert.
  4. Schritt 4: Nach der Korrektur werden Authentisierung, Rechtezuordnung, Protokollierung und Sperrprüfung erneut validiert.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: PKI-, VPN-, Identity- und Windows-Administratoren sowie IT-Sicherheitsverantwortliche
Voraussetzungen: Grundkenntnisse in X.509, Zertifizierungsstellen, Verzeichnisdiensten, TCP/IP und IPsec
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
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