Beschreibung
Das Seminar entwickelt aus einem fachlichen Erweiterungsbedarf ein eigenes Profil mit Stereotypen, Eigenschaften, Darstellung, Diagrammtyp, Palette, Mustern und Kommandos. Jython- und Java-Erweiterungen, Modulstruktur, Paketierung, Installation und Regressionstests vervollständigen den Entwicklungszyklus.
Formatbegründung: Vier Tage sind fachlich erforderlich, weil Metamodellentwurf, Studio-Konfiguration, Skripting, Java-Entwicklung und Paketierung aufeinander aufbauen und in einer installierbaren, getesteten Erweiterung enden.
Zielgruppe
Tool Engineers, Java- und Python-Entwickler, Methodenverantwortliche, Enterprise-Modeling-Teams und technische Product Owner.
Voraussetzungen
Sehr sichere Modelio-Bedienung, UML-Metamodellverständnis, Grundlagen in Java und Python/Jython sowie Erfahrung mit Versionsverwaltung und Buildprozessen. Modelio Studio und benötigte Entwicklungsmodule müssen verfügbar sein.
Inhaltsübersicht
- Metamodell, Profile und Erweiterungskonzept
- Stereotype, Tag-Werte und Darstellung
- Eigene Diagrammtypen, Paletten und Kommandos
- Modellierungsmuster und geführte Erzeugung
- Modelio Studio mit Java- und Jython-Erweiterungen
- Transaktionale Modelländerungen
- Modulstruktur, Paketierung und Bereitstellung
- Tests, Diagnose und Wartbarkeit von Erweiterungen
Seminarinhalte
1. Metamodell, Profile und Erweiterungskonzept
Erweiterungen werden auf fachlichen Bedarf begrenzt und sauber vom Standardmetamodell abgegrenzt.
- Erweiterungsbedarf, Zielgruppen und nicht durch Standardmodelle abgedeckte Informationen sammeln.
- Geeignete Metaklassen, Erweiterungspunkte und Namensräume bestimmen.
- Profilstruktur mit Stereotypen, Eigenschaften, Enumerationen und Constraints entwerfen.
- Konzept gegen Austausch, Dokumentation, Bedienbarkeit und langfristige Pflege prüfen.
2. Stereotype, Tag-Werte und Darstellung
Fachspezifische Begriffe werden mit kontrollierter Semantik und konsistenter Darstellung umgesetzt.
- Stereotype mit Geltungsbereich, Bedeutung und erlaubten Basistypen definieren.
- Tag-Werte, Datentypen, Pflichtfelder und Standardwerte anlegen.
- Symbolik, Beschriftung und Eigenschaftsdarstellung konfigurieren.
- Beispielmodell erzeugen und Stereotypanwendung, Validierung und Dokumentausgabe testen.
3. Eigene Diagrammtypen, Paletten und Kommandos
Spezialisierte Arbeitsoberflächen reduzieren Fehlbedienung und führen durch einen definierten Modellierungsprozess.
- Zweck, zugelassene Elemente, Beziehungen und Diagrammregeln festlegen.
- Diagrammtyp, Palette und Erzeugungskommandos konfigurieren.
- Kontextmenüs, Eigenschaften und Schnellaktionen ergänzen.
- Diagramm mit Neuaufbau, Bearbeitung, Kopie, Export und Wiederöffnung testen.
4. Modellierungsmuster und geführte Erzeugung
Wiederkehrende Modellstrukturen werden als parametrierte Muster bereitgestellt.
- Stabilen wiederkehrenden Modellbaustein und seine Variationspunkte identifizieren.
- Muster mit Platzhaltern, Benennungsregeln und Beziehungen definieren.
- Muster in unterschiedlichen Paketen und Namensräumen anwenden.
- Erzeugte Struktur auf Eindeutigkeit, Abhängigkeiten und nachträgliche Änderbarkeit prüfen.
5. Modelio Studio mit Java- und Jython-Erweiterungen
Konfiguration und Programmierung werden gezielt kombiniert, um wartbare Erweiterungen zu erzeugen.
- Funktionsumfang zwischen Profil, Studio-Konfiguration, Jython-Skript und Java-Modul aufteilen.
- Einen prototypischen Befehl mit Modelio Studio und Jython implementieren.
- Komplexere Logik, Services und Fehlerbehandlung in einer Java-Erweiterung strukturieren.
- Beide Varianten auf Installation, Bedienung, Diagnose und Versionskompatibilität vergleichen.
6. Transaktionale Modelländerungen
Schreibende Automatisierung wird mit Vorprüfung, Transaktion, Validierung und Rückfalloption abgesichert.
- Änderungsmenge zunächst lesend ermitteln und als Vorschau ausgeben.
- Elemente, Beziehungen oder Eigenschaften innerhalb einer kontrollierten Transaktion ändern.
- Fehlerbehandlung und Rollback für unvollständige Änderungen einbauen.
- Audit ausführen und geänderte Elemente in einem Änderungsprotokoll zusammenstellen.
7. Modulstruktur, Paketierung und Bereitstellung
Erweiterungen erhalten eine nachvollziehbare Versionierung, Abhängigkeiten und einen kontrollierten Auslieferungsprozess.
- Modulmetadaten, Abhängigkeiten, Ressourcen und Versionsschema festlegen.
- Erweiterung bauen und in einer getrennten Testinstallation einspielen.
- Aktivierung, Aktualisierung, Deaktivierung und Entfernung prüfen.
- Freigabepaket mit Installationshinweis, Kompatibilitätsmatrix und Rollbackplan erstellen.
8. Tests, Diagnose und Wartbarkeit von Erweiterungen
Erweiterungen werden gegen funktionale, technische und betriebliche Kriterien geprüft.
- Testfälle für normale Bedienung, Fehlerfälle, große Modelle und fehlende Abhängigkeiten definieren.
- Protokollierung und verständliche Fehlermeldungen ergänzen.
- Regressionstest nach Profil-, API- oder Moduländerung durchführen.
- Offene Risiken, bekannte Einschränkungen und Wartungsverantwortung dokumentieren.
Praxisübungen
- Entwurf eines domänenspezifischen Profils.
- Konfiguration eines eigenen Diagrammtyps mit Palette und Regeln.
- Implementierung eines Jython-Kommandos und einer Java-Erweiterungsfunktion.
- Bau, Installation, Update, Regressionstest und Rollback eines Modulpakets.
Qualitätskriterien
- Modellelemente werden im Modellbaum eindeutig strukturiert und in Diagrammen wiederverwendet statt dupliziert.
- Beziehungen, Status, Benennung und Verantwortlichkeiten sind nachvollziehbar und entsprechen dem vereinbarten Modellierungsrahmen.
- Audit- und Reviewbefunde werden priorisiert, korrigiert und in einer erneuten Prüfung verifiziert.
- Übungsergebnisse lassen sich nach Schließen und erneutem Öffnen des Projekts reproduzierbar nachvollziehen.
- Die fachlichen Abnahmepunkte des Bereichs Erweiterungsentwicklung werden anhand des Übungsprojekts vollständig geprüft.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 4 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.396 zzgl. MwSt. Inhaus: € 6.800 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Tool Engineers, Java- und Python-Entwickler, Methodenverantwortliche, Enterprise-Modeling-Teams und technische Product Owner. |
| Voraussetzungen: | Sehr sichere Modelio-Bedienung, UML-Metamodellverständnis, Grundlagen in Java und Python/Jython sowie Erfahrung mit Versionsverwaltung und Buildprozessen. Modelio Studio und benötigte Entwicklungsmodule müssen verfügbar sein. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Fachvortrag, Live-Modellierung, Demonstrationen, praktische Übungen und strukturierte Reviews am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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