Seminar Modelio – MDA, Profile, Modelio Studio und Modulentwicklung

Beschreibung

Das Seminar entwickelt aus einem fachlichen Erweiterungsbedarf ein eigenes Profil mit Stereotypen, Eigenschaften, Darstellung, Diagrammtyp, Palette, Mustern und Kommandos. Jython- und Java-Erweiterungen, Modulstruktur, Paketierung, Installation und Regressionstests vervollständigen den Entwicklungszyklus.

Formatbegründung: Vier Tage sind fachlich erforderlich, weil Metamodellentwurf, Studio-Konfiguration, Skripting, Java-Entwicklung und Paketierung aufeinander aufbauen und in einer installierbaren, getesteten Erweiterung enden.

Zielgruppe

Tool Engineers, Java- und Python-Entwickler, Methodenverantwortliche, Enterprise-Modeling-Teams und technische Product Owner.

Voraussetzungen

Sehr sichere Modelio-Bedienung, UML-Metamodellverständnis, Grundlagen in Java und Python/Jython sowie Erfahrung mit Versionsverwaltung und Buildprozessen. Modelio Studio und benötigte Entwicklungsmodule müssen verfügbar sein.

Inhaltsübersicht

  1. Metamodell, Profile und Erweiterungskonzept
  2. Stereotype, Tag-Werte und Darstellung
  3. Eigene Diagrammtypen, Paletten und Kommandos
  4. Modellierungsmuster und geführte Erzeugung
  5. Modelio Studio mit Java- und Jython-Erweiterungen
  6. Transaktionale Modelländerungen
  7. Modulstruktur, Paketierung und Bereitstellung
  8. Tests, Diagnose und Wartbarkeit von Erweiterungen

Seminarinhalte

1. Metamodell, Profile und Erweiterungskonzept

Erweiterungen werden auf fachlichen Bedarf begrenzt und sauber vom Standardmetamodell abgegrenzt.

  1. Erweiterungsbedarf, Zielgruppen und nicht durch Standardmodelle abgedeckte Informationen sammeln.
  2. Geeignete Metaklassen, Erweiterungspunkte und Namensräume bestimmen.
  3. Profilstruktur mit Stereotypen, Eigenschaften, Enumerationen und Constraints entwerfen.
  4. Konzept gegen Austausch, Dokumentation, Bedienbarkeit und langfristige Pflege prüfen.

2. Stereotype, Tag-Werte und Darstellung

Fachspezifische Begriffe werden mit kontrollierter Semantik und konsistenter Darstellung umgesetzt.

  1. Stereotype mit Geltungsbereich, Bedeutung und erlaubten Basistypen definieren.
  2. Tag-Werte, Datentypen, Pflichtfelder und Standardwerte anlegen.
  3. Symbolik, Beschriftung und Eigenschaftsdarstellung konfigurieren.
  4. Beispielmodell erzeugen und Stereotypanwendung, Validierung und Dokumentausgabe testen.

3. Eigene Diagrammtypen, Paletten und Kommandos

Spezialisierte Arbeitsoberflächen reduzieren Fehlbedienung und führen durch einen definierten Modellierungsprozess.

  1. Zweck, zugelassene Elemente, Beziehungen und Diagrammregeln festlegen.
  2. Diagrammtyp, Palette und Erzeugungskommandos konfigurieren.
  3. Kontextmenüs, Eigenschaften und Schnellaktionen ergänzen.
  4. Diagramm mit Neuaufbau, Bearbeitung, Kopie, Export und Wiederöffnung testen.

4. Modellierungsmuster und geführte Erzeugung

Wiederkehrende Modellstrukturen werden als parametrierte Muster bereitgestellt.

  1. Stabilen wiederkehrenden Modellbaustein und seine Variationspunkte identifizieren.
  2. Muster mit Platzhaltern, Benennungsregeln und Beziehungen definieren.
  3. Muster in unterschiedlichen Paketen und Namensräumen anwenden.
  4. Erzeugte Struktur auf Eindeutigkeit, Abhängigkeiten und nachträgliche Änderbarkeit prüfen.

5. Modelio Studio mit Java- und Jython-Erweiterungen

Konfiguration und Programmierung werden gezielt kombiniert, um wartbare Erweiterungen zu erzeugen.

  1. Funktionsumfang zwischen Profil, Studio-Konfiguration, Jython-Skript und Java-Modul aufteilen.
  2. Einen prototypischen Befehl mit Modelio Studio und Jython implementieren.
  3. Komplexere Logik, Services und Fehlerbehandlung in einer Java-Erweiterung strukturieren.
  4. Beide Varianten auf Installation, Bedienung, Diagnose und Versionskompatibilität vergleichen.

6. Transaktionale Modelländerungen

Schreibende Automatisierung wird mit Vorprüfung, Transaktion, Validierung und Rückfalloption abgesichert.

  1. Änderungsmenge zunächst lesend ermitteln und als Vorschau ausgeben.
  2. Elemente, Beziehungen oder Eigenschaften innerhalb einer kontrollierten Transaktion ändern.
  3. Fehlerbehandlung und Rollback für unvollständige Änderungen einbauen.
  4. Audit ausführen und geänderte Elemente in einem Änderungsprotokoll zusammenstellen.

7. Modulstruktur, Paketierung und Bereitstellung

Erweiterungen erhalten eine nachvollziehbare Versionierung, Abhängigkeiten und einen kontrollierten Auslieferungsprozess.

  1. Modulmetadaten, Abhängigkeiten, Ressourcen und Versionsschema festlegen.
  2. Erweiterung bauen und in einer getrennten Testinstallation einspielen.
  3. Aktivierung, Aktualisierung, Deaktivierung und Entfernung prüfen.
  4. Freigabepaket mit Installationshinweis, Kompatibilitätsmatrix und Rollbackplan erstellen.

8. Tests, Diagnose und Wartbarkeit von Erweiterungen

Erweiterungen werden gegen funktionale, technische und betriebliche Kriterien geprüft.

  1. Testfälle für normale Bedienung, Fehlerfälle, große Modelle und fehlende Abhängigkeiten definieren.
  2. Protokollierung und verständliche Fehlermeldungen ergänzen.
  3. Regressionstest nach Profil-, API- oder Moduländerung durchführen.
  4. Offene Risiken, bekannte Einschränkungen und Wartungsverantwortung dokumentieren.

Praxisübungen

  • Entwurf eines domänenspezifischen Profils.
  • Konfiguration eines eigenen Diagrammtyps mit Palette und Regeln.
  • Implementierung eines Jython-Kommandos und einer Java-Erweiterungsfunktion.
  • Bau, Installation, Update, Regressionstest und Rollback eines Modulpakets.

Qualitätskriterien

  • Modellelemente werden im Modellbaum eindeutig strukturiert und in Diagrammen wiederverwendet statt dupliziert.
  • Beziehungen, Status, Benennung und Verantwortlichkeiten sind nachvollziehbar und entsprechen dem vereinbarten Modellierungsrahmen.
  • Audit- und Reviewbefunde werden priorisiert, korrigiert und in einer erneuten Prüfung verifiziert.
  • Übungsergebnisse lassen sich nach Schließen und erneutem Öffnen des Projekts reproduzierbar nachvollziehen.
  • Die fachlichen Abnahmepunkte des Bereichs Erweiterungsentwicklung werden anhand des Übungsprojekts vollständig geprüft.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 4 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 2.396 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 6.800 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Tool Engineers, Java- und Python-Entwickler, Methodenverantwortliche, Enterprise-Modeling-Teams und technische Product Owner.
Voraussetzungen: Sehr sichere Modelio-Bedienung, UML-Metamodellverständnis, Grundlagen in Java und Python/Jython sowie Erfahrung mit Versionsverwaltung und Buildprozessen. Modelio Studio und benötigte Entwicklungsmodule müssen verfügbar sein.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Fachvortrag, Live-Modellierung, Demonstrationen, praktische Übungen und strukturierte Reviews am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Sankt Gallen 4 Tage
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Inhaus / Firmenseminar 4 Tage
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