Beschreibung
Der Intensivpfad verbindet Jython, Makros, API-Navigation, transaktionale Modelländerungen, Profile, Stereotype, Studio-Konfiguration, Java-Erweiterungen, Modulpaketierung, XMI und Java Code Engineering. Ein gemeinsames Erweiterungsprojekt automatisiert Modellprüfung, Modellpflege und Code- beziehungsweise Austauschabläufe.
Formatbegründung: Fünf Tage sind die maximale und zugleich notwendige Dauer, um Skripting, Erweiterungsmetamodell, Java-Code-Engineering und Modulbereitstellung praktisch zu verbinden, ohne kritische Test-, Rollback- und Qualitätsphasen auszulassen.
Zielgruppe
Tool Engineers, Java- und Python-Entwickler, Softwarearchitekten, Methodenverantwortliche und technische Modelio-Plattformteams.
Voraussetzungen
Sehr sichere Modelio-Bedienung, gute Java-Kenntnisse, Grundlagen in Python/Jython, UML-Metamodellverständnis und Erfahrung mit Build- sowie Versionsprozessen.
Inhaltsübersicht
- Jython-Konsole und sichere Skriptgrundlagen
- Modelio-API und Modellnavigation
- Makros und wiederkehrende Arbeitsabläufe
- Transaktionale Modelländerungen
- Automatisierte Listen, Prüfungen und Berichte
- Metamodell, Profile und Erweiterungskonzept
- Stereotype, Tag-Werte und Darstellung
- Eigene Diagrammtypen, Paletten und Kommandos
- Modelio Studio mit Java- und Jython-Erweiterungen
- Modulstruktur, Paketierung und Bereitstellung
- Tests, Diagnose und Wartbarkeit von Erweiterungen
- Java-orientiertes Klassen- und Paketmodell
- Codegenerierung und Generierungsregeln
- Reverse Engineering aus Java-Quellcode
- Roundtrip, Synchronisation und Konfliktregeln
- Roundtrip-Test und Austauschabnahme
Seminarinhalte
1. Jython-Konsole und sichere Skriptgrundlagen
Skripte beginnen mit lesenden Abfragen und klarer Trennung zwischen Analyse und Modelländerung.
- Jython-Konsole öffnen und verfügbare Kontextobjekte sowie Ausgaben prüfen.
- Modellelemente nach Typ, Name, Paket und Eigenschaft suchen.
- Ergebnisse strukturiert ausgeben und leere, doppelte oder unerwartete Treffer behandeln.
- Skript mit Parametern, Fehlerbehandlung und Dry-Run-Schalter wiederverwendbar machen.
2. Modelio-API und Modellnavigation
Die API wird genutzt, um Modellinhalte zuverlässig zu lesen, zu filtern und über Beziehungen zu navigieren.
- Einstiegspunkte für Sitzung, aktuelles Projekt, Modellservices und Metamodell einordnen.
- Elemente typisiert abfragen und Eigenschaften sicher auslesen.
- Besitzer-, Abhängigkeits- und Traceability-Beziehungen in beide Richtungen traversieren.
- Abfrageergebnisse gegen die Benutzeroberfläche und ein bekanntes Referenzmodell validieren.
3. Makros und wiederkehrende Arbeitsabläufe
Häufige Modellierungs- und Prüfaufgaben werden als nachvollziehbare Makros standardisiert.
- Geeigneten Ablauf mit klaren Eingaben, Ausgaben und Grenzen auswählen.
- Makro für Selektion, Benennung, Statuspflege oder Berichtserzeugung entwickeln.
- Makro an normalen, leeren und fehlerhaften Eingaben testen.
- Bedienhinweis, Version, Verantwortlichkeit und Freigabestatus dokumentieren.
4. Transaktionale Modelländerungen
Schreibende Automatisierung wird mit Vorprüfung, Transaktion, Validierung und Rückfalloption abgesichert.
- Änderungsmenge zunächst lesend ermitteln und als Vorschau ausgeben.
- Elemente, Beziehungen oder Eigenschaften innerhalb einer kontrollierten Transaktion ändern.
- Fehlerbehandlung und Rollback für unvollständige Änderungen einbauen.
- Audit ausführen und geänderte Elemente in einem Änderungsprotokoll zusammenstellen.
5. Automatisierte Listen, Prüfungen und Berichte
Skripte verbinden Modellabfragen mit reproduzierbaren Qualitäts- und Steuerungsinformationen.
- Berichtsfrage und benötigte Felder für Elemente, Beziehungen und Status definieren.
- Abfrage und Aggregation implementieren und sortierbare Ausgabe erzeugen.
- Ergebnis mit manueller Stichprobe und bekannten Sollwerten prüfen.
- Ausführung, Ausgabeformat, Ablage und Fehlerbehandlung für den Regelbetrieb festlegen.
6. Metamodell, Profile und Erweiterungskonzept
Erweiterungen werden auf fachlichen Bedarf begrenzt und sauber vom Standardmetamodell abgegrenzt.
- Erweiterungsbedarf, Zielgruppen und nicht durch Standardmodelle abgedeckte Informationen sammeln.
- Geeignete Metaklassen, Erweiterungspunkte und Namensräume bestimmen.
- Profilstruktur mit Stereotypen, Eigenschaften, Enumerationen und Constraints entwerfen.
- Konzept gegen Austausch, Dokumentation, Bedienbarkeit und langfristige Pflege prüfen.
7. Stereotype, Tag-Werte und Darstellung
Fachspezifische Begriffe werden mit kontrollierter Semantik und konsistenter Darstellung umgesetzt.
- Stereotype mit Geltungsbereich, Bedeutung und erlaubten Basistypen definieren.
- Tag-Werte, Datentypen, Pflichtfelder und Standardwerte anlegen.
- Symbolik, Beschriftung und Eigenschaftsdarstellung konfigurieren.
- Beispielmodell erzeugen und Stereotypanwendung, Validierung und Dokumentausgabe testen.
8. Eigene Diagrammtypen, Paletten und Kommandos
Spezialisierte Arbeitsoberflächen reduzieren Fehlbedienung und führen durch einen definierten Modellierungsprozess.
- Zweck, zugelassene Elemente, Beziehungen und Diagrammregeln festlegen.
- Diagrammtyp, Palette und Erzeugungskommandos konfigurieren.
- Kontextmenüs, Eigenschaften und Schnellaktionen ergänzen.
- Diagramm mit Neuaufbau, Bearbeitung, Kopie, Export und Wiederöffnung testen.
9. Modelio Studio mit Java- und Jython-Erweiterungen
Konfiguration und Programmierung werden gezielt kombiniert, um wartbare Erweiterungen zu erzeugen.
- Funktionsumfang zwischen Profil, Studio-Konfiguration, Jython-Skript und Java-Modul aufteilen.
- Einen prototypischen Befehl mit Modelio Studio und Jython implementieren.
- Komplexere Logik, Services und Fehlerbehandlung in einer Java-Erweiterung strukturieren.
- Beide Varianten auf Installation, Bedienung, Diagnose und Versionskompatibilität vergleichen.
10. Modulstruktur, Paketierung und Bereitstellung
Erweiterungen erhalten eine nachvollziehbare Versionierung, Abhängigkeiten und einen kontrollierten Auslieferungsprozess.
- Modulmetadaten, Abhängigkeiten, Ressourcen und Versionsschema festlegen.
- Erweiterung bauen und in einer getrennten Testinstallation einspielen.
- Aktivierung, Aktualisierung, Deaktivierung und Entfernung prüfen.
- Freigabepaket mit Installationshinweis, Kompatibilitätsmatrix und Rollbackplan erstellen.
11. Tests, Diagnose und Wartbarkeit von Erweiterungen
Erweiterungen werden gegen funktionale, technische und betriebliche Kriterien geprüft.
- Testfälle für normale Bedienung, Fehlerfälle, große Modelle und fehlende Abhängigkeiten definieren.
- Protokollierung und verständliche Fehlermeldungen ergänzen.
- Regressionstest nach Profil-, API- oder Moduländerung durchführen.
- Offene Risiken, bekannte Einschränkungen und Wartungsverantwortung dokumentieren.
12. Java-orientiertes Klassen- und Paketmodell
Das Modell wird auf Java-Strukturen, Sichtbarkeiten, Typen und Paketierungsregeln ausgerichtet.
- Java-Pakete, Klassen, Schnittstellen, Aufzählungen und Datentypen modellieren.
- Attribute, Operationen, Parameter, Exceptions und Sichtbarkeiten festlegen.
- Vererbung, Realisierung, Assoziationen und Abhängigkeiten Java-konform prüfen.
- Modell mit einer Zielprojektstruktur und vereinbarten Coding-Regeln abgleichen.
13. Codegenerierung und Generierungsregeln
Generierung wird kontrolliert vorbereitet, damit Modellentscheidungen reproduzierbar in Quellcode überführt werden.
- Generierungsumfang, Zielpfade, Paketstruktur und Überschreibungsregeln definieren.
- Java-Code aus einem ausgewählten Modellbereich erzeugen.
- Generierte Dateien, Signaturen, Kommentare und Abhängigkeiten prüfen.
- Generierung nach Modelländerung wiederholen und unbeabsichtigte Codeänderungen ausschließen.
14. Reverse Engineering aus Java-Quellcode
Bestehender Code wird selektiv in ein analysierbares Modell überführt.
- Quellcodebestand, Buildstruktur, Abhängigkeiten und gewünschte Modellgranularität festlegen.
- Ausgewählte Pakete und Klassen einlesen und Importprotokoll prüfen.
- Technische Details filtern und Architektursichten aus dem importierten Modell ableiten.
- Import mit Stichproben gegen den Quellcode und bekannte Architekturentscheidungen validieren.
15. Roundtrip, Synchronisation und Konfliktregeln
Änderungen in Modell und Code werden mit eindeutigem Verantwortungs- und Synchronisationsverfahren abgestimmt.
- Führende Quelle je Artefaktart und erlaubte Änderungsrichtungen definieren.
- Modelländerung generieren und kontrollierte Codeänderung zurückführen.
- Konflikte, Umbenennungen und gelöschte Elemente anhand einer Vergleichssicht untersuchen.
- Synchronisationszyklus mit Review, Build und Wiederholbarkeit abschließen.
16. Roundtrip-Test und Austauschabnahme
Ein kontrollierter Hin- und Rückaustausch macht Datenverlust und semantische Verschiebung sichtbar.
- Referenzmodell exportieren, im Ziel importieren und dort eine definierte Änderung durchführen.
- Geändertes Modell zurückübertragen und mit dem Ausgangsmodell vergleichen.
- Abweichungen nach Struktur, Beziehungen, Eigenschaften, Profilen und Diagrammen klassifizieren.
- Austauschfreigabe, Einschränkungen und zulässige Nacharbeiten dokumentieren.
Praxisübungen
- Automatisierte Modellanalyse mit Bericht und Dry-Run.
- Entwicklung eines Profils mit eigenem Diagrammtyp und Kommando.
- Java-Generierung, Reverse Engineering und Roundtrip in einem Beispielprojekt.
- Paketierung, Installation, Regressionstest und Austauschabnahme.
Qualitätskriterien
- Modellelemente werden im Modellbaum eindeutig strukturiert und in Diagrammen wiederverwendet statt dupliziert.
- Beziehungen, Status, Benennung und Verantwortlichkeiten sind nachvollziehbar und entsprechen dem vereinbarten Modellierungsrahmen.
- Audit- und Reviewbefunde werden priorisiert, korrigiert und in einer erneuten Prüfung verifiziert.
- Übungsergebnisse lassen sich nach Schließen und erneutem Öffnen des Projekts reproduzierbar nachvollziehen.
- Der durchgängige Fall verbindet alle Teilgebiete in einem freigegebenen, dokumentierten Gesamtmodell.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt. Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Tool Engineers, Java- und Python-Entwickler, Softwarearchitekten, Methodenverantwortliche und technische Modelio-Plattformteams. |
| Voraussetzungen: | Sehr sichere Modelio-Bedienung, gute Java-Kenntnisse, Grundlagen in Python/Jython, UML-Metamodellverständnis und Erfahrung mit Build- sowie Versionsprozessen. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Fachvortrag, Live-Modellierung, Demonstrationen, praktische Übungen und strukturierte Reviews am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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