Seminar metaphactory – Visuelle Ontologiemodellierung – Fortgeschrittene Modellierung

Das zweitägige Vertiefungsseminar behandelt komplexe und modulare semantische Modelle im Visual Ontology Editor. Imports, wiederverwendbare Muster, fortgeschrittene OWL- und SHACL-Ausdrücke, Vokabularbindungen, Refactoring, Abhängigkeitsanalyse und Modellperformance werden anhand eines realistischen Domänenmodells bearbeitet.

Inhaltsübersicht

  • Lernziele und fachliche Einordnung
  • Schrittweise Seminarinhalte
  • Praxisübungen und Laborszenarien
  • Zielgruppe und Voraussetzungen
  • Didaktik und Arbeitsweise

Lernziele

  • Große Modelle in kohärente Module mit kontrollierten Importabhängigkeiten zerlegen.
  • Fortgeschrittene Klassen-, Beziehungs- und Restriktionsmuster korrekt modellieren.
  • Vokabulare, externe Ontologien und wiederverwendbare Design Patterns integrieren.
  • Modelle refaktorieren, Abhängigkeiten analysieren und Kompatibilität bewerten.
  • Qualität, Dokumentation, Performance und Freigabe für produktive Nutzung absichern.

Schrittweise Seminarinhalte

1. Modularisierung und Importarchitektur

Schwerpunkt: Domänengrenzen, Kern- und Erweiterungsmodule, Importgraph, transitive Abhängigkeiten, fehlende Imports, Zyklen, Ownership und Releasekopplung.

  1. Ausgangslage, fachliche Anforderungen und messbare Akzeptanzkriterien für den Themenblock „Modularisierung und Importarchitektur“ erfassen.
  2. Relevante Ressourcen, Rollen, Datenobjekte und Abhängigkeiten anhand von Domänengrenzen, Kern- und Erweiterungsmodule, Importgraph, transitive Abhängigkeiten, fehlende Imports, Zyklen, Ownership und Releasekopplung modellieren.
  3. Die erforderliche Konfiguration oder Arbeitsfolge in der metaphactory-Laborumgebung beziehungsweise im Prozessmodell schrittweise umsetzen.
  4. Funktion, Berechtigungen, Datenqualität, Protokollierung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis einen fachlich geprüften und wiederholbaren Standard für „Modularisierung und Importarchitektur“ dokumentieren.

2. Fortgeschrittene OWL- und SHACL-Muster

Schwerpunkt: Äquivalenz, Disjunktheit, inverse Eigenschaften, Eigenschaftsketten, qualifizierte Kardinalitäten, logische Constraints, Pfade und wiederverwendbare Shapes.

  1. Ausgangslage, fachliche Anforderungen und messbare Akzeptanzkriterien für den Themenblock „Fortgeschrittene OWL- und SHACL-Muster“ erfassen.
  2. Relevante Ressourcen, Rollen, Datenobjekte und Abhängigkeiten anhand von Äquivalenz, Disjunktheit, inverse Eigenschaften, Eigenschaftsketten, qualifizierte Kardinalitäten, logische Constraints, Pfade und wiederverwendbare Shapes modellieren.
  3. Die erforderliche Konfiguration oder Arbeitsfolge in der metaphactory-Laborumgebung beziehungsweise im Prozessmodell schrittweise umsetzen.
  4. Funktion, Berechtigungen, Datenqualität, Protokollierung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis einen fachlich geprüften und wiederholbaren Standard für „Fortgeschrittene OWL- und SHACL-Muster“ dokumentieren.

3. Wiederverwendung von Ontologien und Vokabularen

Schwerpunkt: öffentliche Modelle, Mapping, Alignments, kontrollierte Begriffe, Restriktionen auf Vokabulare oder Collections, Namensräume und Provenienz.

  1. Ausgangslage, fachliche Anforderungen und messbare Akzeptanzkriterien für den Themenblock „Wiederverwendung von Ontologien und Vokabularen“ erfassen.
  2. Relevante Ressourcen, Rollen, Datenobjekte und Abhängigkeiten anhand von öffentliche Modelle, Mapping, Alignments, kontrollierte Begriffe, Restriktionen auf Vokabulare oder Collections, Namensräume und Provenienz modellieren.
  3. Die erforderliche Konfiguration oder Arbeitsfolge in der metaphactory-Laborumgebung beziehungsweise im Prozessmodell schrittweise umsetzen.
  4. Funktion, Berechtigungen, Datenqualität, Protokollierung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis einen fachlich geprüften und wiederholbaren Standard für „Wiederverwendung von Ontologien und Vokabularen“ dokumentieren.

4. Refactoring und Kompatibilitätsanalyse

Schwerpunkt: Umbenennung, Verschiebung, Aufteilung, Zusammenführung, Deprecation, Ersatzbeziehungen, Datenmigration, App-Auswirkungen und Abnahmetests.

  1. Ausgangslage, fachliche Anforderungen und messbare Akzeptanzkriterien für den Themenblock „Refactoring und Kompatibilitätsanalyse“ erfassen.
  2. Relevante Ressourcen, Rollen, Datenobjekte und Abhängigkeiten anhand von Umbenennung, Verschiebung, Aufteilung, Zusammenführung, Deprecation, Ersatzbeziehungen, Datenmigration, App-Auswirkungen und Abnahmetests modellieren.
  3. Die erforderliche Konfiguration oder Arbeitsfolge in der metaphactory-Laborumgebung beziehungsweise im Prozessmodell schrittweise umsetzen.
  4. Funktion, Berechtigungen, Datenqualität, Protokollierung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis einen fachlich geprüften und wiederholbaren Standard für „Refactoring und Kompatibilitätsanalyse“ dokumentieren.

5. Qualität, Performance und Modellfreigabe

Schwerpunkt: Kompetenzfragen, Reasoning-Auswirkungen, Query-Komplexität, SHACL-Tests, Dokumentation, Review, Versionierung und Veröffentlichung.

  1. Ausgangslage, fachliche Anforderungen und messbare Akzeptanzkriterien für den Themenblock „Qualität, Performance und Modellfreigabe“ erfassen.
  2. Relevante Ressourcen, Rollen, Datenobjekte und Abhängigkeiten anhand von Kompetenzfragen, Reasoning-Auswirkungen, Query-Komplexität, SHACL-Tests, Dokumentation, Review, Versionierung und Veröffentlichung modellieren.
  3. Die erforderliche Konfiguration oder Arbeitsfolge in der metaphactory-Laborumgebung beziehungsweise im Prozessmodell schrittweise umsetzen.
  4. Funktion, Berechtigungen, Datenqualität, Protokollierung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis einen fachlich geprüften und wiederholbaren Standard für „Qualität, Performance und Modellfreigabe“ dokumentieren.

Praxisübungen und Laborszenarien

  • Aufteilung eines monolithischen Modells in Module mit dokumentiertem Importgraph.
  • Umsetzung fortgeschrittener OWL- und SHACL-Muster einschließlich Negativtests.
  • Durchführung eines Refactorings mit Daten-, Query- und App-Kompatibilitätsprüfung.

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: Erfahrene Ontologiemodellierung, Knowledge-Graph-Engineering, Semantic Architecture und Data Governance.

Voraussetzungen: Sichere RDF-, OWL- und SHACL-Grundlagen sowie praktische Erfahrung mit dem Visual Ontology Editor.

Didaktik und Arbeitsweise

Kurze Fachimpulse werden unmittelbar durch Demonstrationen, strukturierte Konfigurationsschritte, Praxisübungen und kontrollierte Fehlerfälle vertieft. Jede Übung verwendet definierte Ausgangswerte, Prüfpunkte und Dokumentationsanforderungen, damit die erarbeiteten Abläufe als reproduzierbarer Arbeits- oder Betriebsstandard einsetzbar bleiben.

Fachbereichsleitung und Trainerteam

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weiterer Tag 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Erfahrene Ontologiemodellierung, Knowledge-Graph-Engineering, Semantic Architecture und Data Governance
Voraussetzungen: Sichere RDF-, OWL- und SHACL-Grundlagen sowie praktische Erfahrung mit dem Visual Ontology Editor
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
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Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
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