Seminar Maestro – Barrierefreiheit, Lokalisierung und visuelle Regressionstests

Inhaltsverzeichnis

  1. Seminarprofil
  2. Lernziele
  3. Seminarinhalte
  4. Praxisübungen
  5. Zielgruppe und Voraussetzungen
  6. Praxisnutzen

Seminarprofil

Dieses praxisorientierte Seminar behandelt zugängliche, lokalisierte und visuell konsistente mobile Oberflächen. Die Arbeit erfolgt schrittweise an ausführbaren Flows, klar definierten Testzuständen und nachvollziehbaren Diagnoseartefakten. Konfiguration, Testlogik und Betriebsanforderungen werden so verbunden, dass die erarbeiteten Muster in produktiven Teams weiterverwendbar bleiben.

Lernziele

  • zugängliche Namen und Zustände prüfen
  • Sprach- und Regionsvarianten stabil ausführen
  • visuelle Baseline-Prüfungen belastbar gestalten
  • dynamische Bildbereiche und Textvarianten kontrollieren

Seminarinhalte

Schritt 1: Barrierearme Bedienpfade und zugängliche Elemente prüfen

Die Testsuite kontrolliert, ob zentrale Bedienelemente über verständliche Namen und Zustände erreichbar sind. Zusätzlich werden Fokusreihenfolge, vergrößerte Darstellung und alternative Texte in repräsentativen Journeys berücksichtigt.

  • zugängliche Namen und Rollen für Kernaktionen prüfen
  • große Schrift und veränderte Anzeigegrößen testen
  • Fehler als gemeinsame Aufgabe von Entwicklung und Qualitätssicherung behandeln

Schritt 2: Stabile Selektoren entwickeln

Elemente werden bevorzugt über fachlich stabile Merkmale angesprochen. Text, Kennung und Zustand werden gegeneinander abgewogen; fragile Koordinaten und zufällige Bildschirmpositionen werden vermieden. Die Selektorstrategie wird als Teamregel dokumentiert.

  • Text- und ID-Selektion anhand der Oberfläche bewerten
  • reguläre Ausdrücke nur bei kontrollierten Varianten einsetzen
  • Eindeutigkeit vor jeder Interaktion mit einer Prüfung bestätigen

Schritt 3: Lokalisierung, Region und Zeitzone absichern

Sprachvarianten werden ohne fragile Volltextkopplung getestet. Datums-, Zahlen- und Währungsformate sowie Textlängen werden in geeigneten Geräteprofilen geprüft.

  • Textselektoren von stabilen Kennungen ergänzen
  • lange Übersetzungen und Rechts-nach-links-Darstellung berücksichtigen
  • Region und Zeitzone in Testdaten und Erwartungen einbeziehen

Schritt 4: Geräte-, Sprach- und Regionsmatrix festlegen

Geräteprofile werden aus realen Zielgruppen und Risikoklassen abgeleitet. Betriebssystem, Formfaktor, Sprache, Region und Zeitzone werden gezielt kombiniert, statt jede mögliche Variante ungeprüft auszuführen.

  • repräsentative Kern- und Randgeräte definieren
  • Sprache, Region und Zeitzone als Testparameter behandeln
  • Matrix regelmäßig anhand von Nutzungs- und Fehlerdaten anpassen

Schritt 5: Visuelle Regression mit Baseline-Bildern prüfen

Screenshots werden an stabilen Zuständen erstellt und gegen freigegebene Baseline-Bilder verglichen. Dynamische Bereiche, Geräteauflösung und Toleranzen werden kontrolliert, damit echte Layoutabweichungen von erwartbaren Variationen unterscheidbar bleiben.

  • stabile Aufnahmezeitpunkte und Bildausschnitte festlegen
  • dynamische Inhalte maskieren oder gezielt ausschließen
  • Änderungsfreigabe und Pflege der Baseline-Bilder regeln

Schritt 6: Screenshots und Aufzeichnungen gezielt einsetzen

Bildmaterial wird nicht als Ersatz für Assertions, sondern als Diagnose- und Dokumentationsmittel genutzt. Aufnahmezeitpunkt, Dateibenennung und sensible Bildinhalte werden kontrolliert.

  • aussagekräftige Screenshots an fachlichen Übergängen erzeugen
  • Aufzeichnungen für schwer reproduzierbare Fehler erstellen
  • Artefakte nach Lauf, Gerät und Szenario eindeutig ordnen

Schritt 7: Berichte und Laufartefakte auswertbar machen

Testergebnisse werden für Entwickler, Qualitätssicherung und Betrieb unterschiedlich aufbereitet. Maschinenlesbare Berichte, Screenshots, Protokolle und Geräteinformationen bilden zusammen einen nachvollziehbaren Fehlerkontext.

  • Berichtsformat passend zur Zielplattform wählen
  • Artefakte auch bei abgebrochenen Läufen sichern
  • Aufbewahrung und Zugriff auf sensible Daten regeln

Schritt 8: Governance und Qualitätsregeln festlegen

Namenskonventionen, Reviewpflicht, Eigentümerschaft, Freigaben und Umgang mit instabilen Tests werden als verbindlicher Betriebsrahmen beschrieben. Die Regeln sind kurz, messbar und in den Entwicklungsablauf integrierbar.

  • Definition of Done für neue Flows vereinbaren
  • Verantwortung für Tests und Testdaten zuordnen
  • Quarantäne und Rückführung instabiler Tests regeln

Praxisübungen

  1. Zentralen Bedienpfad mit großen Schriftgrößen und zugänglichen Namen prüfen
  2. Denselben Flow in zwei Sprachen und unterschiedlichen Regionen ausführen
  3. Baseline-Bilder mit kontrolliertem Bildausschnitt erstellen und Abweichungen bewerten

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: QA Engineers, Accessibility-Verantwortliche, Mobile-Entwickler, Produktteams und Testautomatisierer.

Voraussetzungen: Grundkenntnisse in UI-Tests; Testbuilds mit mehreren Sprachen und geeigneten Accessibility-Eigenschaften.

Praxisnutzen

Nach Abschluss stehen belastbare Vorgehensweisen, wiederverwendbare YAML-Bausteine und klare Prüfkriterien zur Verfügung. Tests können reproduzierbar ausgeführt, fachlich verständlich bewertet und bei Fehlern mit einer systematischen Diagnose bearbeitet werden.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weiterer Tag 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: QA Engineers, Accessibility-Verantwortliche, Mobile-Entwickler, Produktteams und Testautomatisierer
Voraussetzungen: Grundkenntnisse in UI-Tests; Testbuilds mit mehreren Sprachen und geeigneten Accessibility-Eigenschaften
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Fachvortrag, Demonstrationen, schrittweise Anleitungen, praktische Übungen und gemeinsame Fehleranalyse am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Basel 2 Tage
Winterthur 2 Tage
Zürich 2 Tage
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Stream gespeichert 2 Tage
Bern 2 Tage
Luzern 2 Tage
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
Sankt Gallen 2 Tage
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Winterthur 2 Tage
Zürich 2 Tage
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Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
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