Fehler in Kubernetes-Speicherketten entstehen häufig an Übergängen zwischen Anwendung, Kubelet, CSI, Netzwerk, Engine, Replikat und Datenträger.
Die Schulung vermittelt einen festen Diagnosepfad statt unstrukturierter Einzelversuche. Attach-, Mount-, Rebuild-, Kapazitäts- und Netzwerkprobleme werden erzeugt, analysiert und mit verwertbaren Support Bundles dokumentiert.
Inhaltsübersicht
- Triage und Schutz
- Kubernetes-Ebene
- Longhorn-Zustände
- Attach- und Mountfehler
- Replica- und Rebuildfehler
- Disk- und Kapazitätsfehler
- Netzwerk und Backup
- Support Bundle
- Wiederherstellung validieren
- Ursachenanalyse
Zielsetzung
Die Schulung verfolgt folgende fachliche und betriebliche Ziele:
- Störungen anhand eines priorisierten Diagnosemodells eingrenzen.
- Logs, Events, Conditions, Metriken und Support Bundles auswerten.
- Attach-, Mount-, Replikat-, Datenträger- und Netzwerkfehler unterscheiden.
- Wiederherstellung, Eskalation und Ursachenanalyse dokumentiert durchführen.
Lernmodule und praktische Übungen
1. Triage und Schutz
Auswirkung, Dringlichkeit und Datenrisiko werden zuerst bewertet.
- Schritt 1: Betroffene Anwendungen, Volumes, Knoten und Zeitpunkte erfassen.
- Schritt 2: Schreibstopp oder Isolation bei Datengefährdung veranlassen.
- Schritt 3: Letzte Änderungen und parallele Wartungen feststellen.
- Schritt 4: Zulässige Eingriffe für die erste Phase definieren.
2. Kubernetes-Ebene
Die Analyse startet beim Workload und arbeitet sich nach unten vor.
- Schritt 1: Podstatus, Events, PVC- und PV-Bindung kontrollieren.
- Schritt 2: Kubelet- und CSI-Komponenten auf dem Zielknoten prüfen.
- Schritt 3: Node Conditions, Taints und Scheduling erfassen.
- Schritt 4: Fehler zwischen Anwendung, Kubernetes und Storage abgrenzen.
3. Longhorn-Zustände
Custom Resources und UI liefern strukturierte Zustandsinformationen.
- Schritt 1: Volume State, Robustness und Conditions erfassen.
- Schritt 2: Engine-, Replica- und Instance-Manager-Zuordnung prüfen.
- Schritt 3: Node- und Disk-Conditions mit Scheduling-Fehlern vergleichen.
- Schritt 4: Zeitliche Reihenfolge von Statusänderungen rekonstruieren.
4. Attach- und Mountfehler
Fehler zwischen Volume und Pod werden schrittweise eingegrenzt.
- Schritt 1: Vorhandene Attachments und blockierende Zuordnungen prüfen.
- Schritt 2: Frontend, iSCSI oder alternatives Volume-Frontend kontrollieren.
- Schritt 3: Mountpunkt, Dateisystem und Kubelet-Logs untersuchen.
- Schritt 4: Volume kontrolliert detachieren und erneut anbinden.
5. Replica- und Rebuildfehler
Degradierung wird nach Quelle, Ziel und Infrastrukturursache untersucht.
- Schritt 1: Gesunde, fehlerhafte und fehlende Replikate unterscheiden.
- Schritt 2: Rebuild-Quelle, Zielkapazität und Netzwerkpfad prüfen.
- Schritt 3: QoS, Parallelität und wiederkehrende Abbrüche bewerten.
- Schritt 4: Rebuild nach Korrektur starten und Integrität kontrollieren.
6. Disk- und Kapazitätsfehler
Volle oder fehlerhafte Datenträger werden ohne riskante Schnelllöschung behandelt.
- Schritt 1: Physische, reservierte und planbare Kapazität vergleichen.
- Schritt 2: Snapshotwachstum, Orphans und ungewöhnliche Größen identifizieren.
- Schritt 3: Freigegebene Daten bereinigen oder Kapazität erweitern.
- Schritt 4: Scheduling- und Alarmgrenzen anpassen.
7. Netzwerk und Backup
Replikation und Sicherung besitzen unterschiedliche externe Abhängigkeiten.
- Schritt 1: Pod-, Service- und Knotenkommunikation testen.
- Schritt 2: DNS, MTU, Routing und Firewallregeln prüfen.
- Schritt 3: Backup-Ziel, Credentials und Zertifikate kontrollieren.
- Schritt 4: Zeitüberschreitungen mit Netzwerkmetriken korrelieren.
8. Support Bundle
Eine Eskalation benötigt vollständige und kontrolliert behandelte Diagnosedaten.
- Schritt 1: Zeitfenster, Ressourcen und Reproduktionsschritte dokumentieren.
- Schritt 2: Support Bundle über den vorgesehenen Mechanismus erstellen.
- Schritt 3: Inhalt auf Vollständigkeit und sensible Daten prüfen.
- Schritt 4: Bundle, Versionsmatrix und Ereignisablauf zusammen sichern.
9. Wiederherstellung validieren
Nach der Fehlerbehebung wird der Dienst kontrolliert freigegeben.
- Schritt 1: Volumezustand und Replikatgesundheit prüfen.
- Schritt 2: Anwendung starten und Datenintegrität kontrollieren.
- Schritt 3: Monitoring und Backups auf Normalzustand zurückführen.
- Schritt 4: Temporäre Diagnoseänderungen und Notfallrechte entfernen.
10. Ursachenanalyse
Wiederkehrende Fehler werden durch konkrete Maßnahmen verhindert.
- Schritt 1: Technische Ursache und begünstigende Faktoren trennen.
- Schritt 2: Erkennungs- und Reaktionslücken feststellen.
- Schritt 3: Monitoring, Kapazität oder Change-Prozess verbessern.
- Schritt 4: Runbook und Known-Error-Sammlung aktualisieren.
Zielgruppe
Erfahrene Kubernetes- und Longhorn-Administration, Site Reliability Engineering, Support, Incident Response und Plattformbetrieb.
Voraussetzungen
Sichere Kubernetes- und Longhorn-Grundkenntnisse, Linux- und Netzwerkkenntnisse sowie Erfahrung mit Logs, Events und kubectl.
Methodik
Die Inhalte werden durch fachliche Einordnung, Live-Demonstrationen, angeleitete Schrittfolgen und eigenständige Laborübungen vermittelt. Jeder Themenblock endet mit einer technischen Kontrolle anhand definierter Sollzustände.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Erfahrene Kubernetes- und Longhorn-Administration, Site Reliability Engineering, Support, Incident Response und Plattformbetrieb. |
| Voraussetzungen: | Sichere Kubernetes- und Longhorn-Grundkenntnisse, Linux- und Netzwerkkenntnisse sowie Erfahrung mit Logs, Events und kubectl. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Fachvortrag, Demonstrationen, angeleitete Schrittfolgen und praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - alle Präsenzformate mit Trainer vor Ort, Webinar nur bei ausdrücklicher Festlegung |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja |
| Verpflegung: | Kalt- und Warmgetränke, Mittagessen, wahlweise vegetarisch |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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