Vom ersten Diagramm zur konsistenten Diagrammlandschaft
Das Intensivseminar bündelt die fachlichen Inhalte der Grundlagen-, Sprach-, Migrations-, Dokumentations- und Governance-Seminare. Es vermittelt einen breiten, praxisfähigen Überblick, ersetzt jedoch nicht jede spezialisierte Vertiefung in voller Tiefe. Die Auswahl konzentriert sich auf typische Architektur-, Prozess-, Daten-, Netzwerk-, Hardware- und Dokumentationsaufgaben.
Fünf Tage sind die maximal sinnvolle Kompaktdauer für diesen Umfang. Jeder Tag verbindet Sprachkonzepte, Kroki-Rendering und Qualitätsprüfung. Ein gemeinsames Beispielszenario wird schrittweise erweitert, sodass isolierte Syntaxübungen zu einer konsistenten Diagrammlandschaft zusammenwachsen.
Inhaltsübersicht
- Kroki-Grundlagen, API und Auswahl geeigneter Notationen
- PlantUML, C4 und Structurizr für Softwarearchitektur
- Mermaid, BPMN und Excalidraw für Abläufe und Fachprozesse
- GraphViz, D2 und ERD für Graphen und Datenmodelle
- Netzwerk-, Hardware-, Text- und ASCII-Diagramme
- Vega und Vega-Lite für deklarative Datenvisualisierung
- AsciiDoc, Markdown, GitLab und Sphinx
- Migration, Teamstandards, Review und Abschlussprojekt
Zielgruppe
Das Seminar richtet sich an Architekten, Entwickler, technische Redakteure, Analysten, Administratoren und fachübergreifende Teams, die ein breites Kroki-Kompetenzprofil in kurzer Zeit aufbauen möchten. Für reine Plattformadministration ist das separate Intensivseminar zum Plattformbetrieb zielgerichteter.
Voraussetzungen
Erforderlich sind allgemeine IT-Kenntnisse, Grundkenntnisse der Versionsverwaltung und Bereitschaft zur Arbeit mit textuellen Quellen. Erfahrungen mit Softwarearchitektur, Datenmodellen oder Dokumentationssystemen sind hilfreich, aber nicht für alle Themen zwingend.
Lernstrecke Schritt für Schritt
- Schritt 1: Ziele, Diagrammarten und Qualitätskriterien festlegen. Das gemeinsame Fallbeispiel wird analysiert. Architektur, Ablauf, Daten, Netzwerk, Hardware und Kennzahlen erhalten getrennte Fragestellungen und Zielgruppen.
- Schritt 2: Kroki-API und Ausgabewege anwenden. Klartext- und JSON-POST, kodierte GET-Anfragen, Formate und Optionen werden praktisch genutzt. Ein einheitliches Request-Muster gilt für alle folgenden Sprachen.
- Schritt 3: PlantUML-Grundmodelle erstellen. Komponenten, Sequenzen, Zustände und Deployment-Strukturen werden als Text beschrieben. Beziehungen und Begriffe folgen einem gemeinsamen Glossar.
- Schritt 4: C4 und Structurizr einsetzen. Kontext-, Container- und ausgewählte Komponentenansichten werden aus abgestimmten Modellelementen erzeugt. Die Ebenen bleiben klar voneinander getrennt.
- Schritt 5: Mermaid für technische Abläufe nutzen. Flowcharts, Sequenzen, Zustände und Zeitpläne werden auf typische Einsatzgrenzen geprüft. Diagrammoptionen und Companion-Betrieb werden einbezogen.
- Schritt 6: BPMN und Excalidraw einordnen. Fachprozesse erhalten eine formale BPMN-Sicht; freiere Skizzen werden mit Excalidraw-Daten gerendert. Aussage und Änderbarkeit bestimmen die Wahl.
- Schritt 7: GraphViz und D2 für Abhängigkeiten verwenden. Ein technischer Abhängigkeitsgraph und eine strukturierte Systemübersicht werden erstellt. Layout, Cluster und Komplexitätsgrenzen werden kontrolliert.
- Schritt 8: ERD für Datenstrukturen modellieren. Entitäten, Attribute, Schlüssel und Kardinalitäten werden aus dem Fallbeispiel abgeleitet und mit Architekturbegriffen abgeglichen.
- Schritt 9: Netzwerk- und Paketdarstellungen ergänzen. Netzwerkzonen, Geräte, Paketfelder oder Rackbezüge werden mit geeigneten Spezialsprachen beschrieben. Technische Details bleiben in eigenen Sichten.
- Schritt 10: Hardware- und Timingdiagramme anwenden. Ein kleines Register- oder Signalbeispiel zeigt Bytefield, WaveDrom, Symbolator oder WireViz. Die Auswahl richtet sich nach vorhandenen Fachanforderungen.
- Schritt 11: Text- und ASCII-Werkzeuge vergleichen. Ditaa, SvgBob, GoAT und Pikchr werden für schnelle technische Skizzen erprobt. Lesbarkeit der Quelle und Stabilität des Layouts werden bewertet.
- Schritt 12: Daten mit Vega-Lite visualisieren. Eine Kennzahl wird aus strukturierten Daten mit Mark, Encoding, Skala und Beschriftung dargestellt. Transformation und Aussage bleiben nachvollziehbar.
- Schritt 13: Diagramme in Dokumentation integrieren. AsciiDoc-, Markdown-, GitLab- oder Sphinx-Workflows binden Quellen und gerenderte Ausgaben ein. Lokale Vorschau und CI-Build werden abgestimmt.
- Schritt 14: Bestände migrieren und Standards definieren. Vorhandene Bilder werden priorisiert, Zielsprachen zugeordnet und nach Namens-, Stil- und Reviewregeln überführt. Zugänglichkeit und Textalternativen werden berücksichtigt.
- Schritt 15: Das Abschlussprojekt konsolidieren. Mehrere Sichten werden gerendert, in eine Dokumentation eingebunden und durch ein fachliches sowie technisches Review geführt. Inkonsistenzen werden vor der Freigabe korrigiert.
Praxisaufgaben
- Ein gemeinsames System in Architektur-, Ablauf-, Daten- und Betriebssichten zerlegen.
- Mindestens fünf unterschiedliche Diagrammsprachen über dasselbe Kroki-Anfragemodell rendern.
- Eine Dokumentationsseite mit versionierten Quellen und automatisierter Erzeugung aufbauen.
- Ein vorhandenes manuelles Diagramm in eine geeignete Textnotation migrieren.
- Eine komplette Diagrammlandschaft mit Glossar, Reviewcheckliste und Freigabestand erstellen.
Kompetenzziele
- Kroki übergreifend für unterschiedliche Diagrammsprachen einsetzen.
- Notation, Abstraktion und Ausgabeformat nach fachlicher Aufgabe auswählen.
- Architektur-, Prozess-, Daten-, Netzwerk-, Hardware- und Kennzahlensichten erstellen.
- Diagramme in versionierte Dokumentations- und Build-Prozesse integrieren.
- Migration, Teamstandards und Qualitätsreviews für eine konsistente Diagrammlandschaft organisieren.
Fachbereichsleitung / Leitung der Trainer / Ansprechpersonen
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt. Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Architekten, Entwickler, technische Redakteure, Analysten, Administratoren und fachübergreifende Teams |
| Voraussetzungen: | Allgemeine IT-Kenntnisse und Grundkenntnisse der Versionsverwaltung |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Fachvortrag, Demonstrationen, praktische Übungen, Live-Konfiguration und Review am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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