Diagramme direkt aus der technischen Dokumentation erzeugen
Technische Dokumentation bleibt nur dann konsistent, wenn Diagrammquelle, Text und Softwarestand gemeinsam versioniert werden. Das Seminar zeigt, wie Kroki in AsciiDoc-, Markdown-, GitLab- und Sphinx-Prozesse eingebunden wird, ohne Diagramme als manuell nachgeführte Fremddateien zu behandeln.
Zwei Tage sind notwendig, weil sich Syntax, Vorschau, Build-Prozess und Betriebsmodell der Dokumentationssysteme unterscheiden. Die Übungen verbinden lokale Bearbeitung, einen kontrollierten Kroki-Endpunkt, CI-Erzeugung und eine nachvollziehbare Veröffentlichung.
Inhaltsübersicht
- Repository- und Ordnerstruktur für Text und Diagrammquellen
- AsciiDoc-Diagrammblöcke und Vorschau
- Markdown-Integrationen und Dateireferenzen
- GitLab-Konfiguration für Kroki-Rendering
- Sphinx-Erweiterung und Dokumentationsbuild
- IDE-Unterstützung und lokale Qualitätskontrolle
- Self-Hosting, Offline-Betrieb und Endpunktwechsel
- CI-Rendering, Veröffentlichung und Fehlerdiagnose
Zielgruppe
Das Seminar richtet sich an technische Redakteure, Entwickler, Architekten, DevOps-Fachkräfte und Dokumentationsverantwortliche. Besonders geeignet ist es für Docs-as-Code-Projekte, Softwarehandbücher, Architekturentscheidungen, Betriebshandbücher und interne Wissensplattformen.
Voraussetzungen
Erforderlich sind Grundkenntnisse in mindestens einem textbasierten Dokumentationsformat und in Versionsverwaltung. Erfahrungen mit AsciiDoc, Markdown, GitLab oder Sphinx sind hilfreich; die Übungen können auf einen Schwerpunkt angepasst werden. Kroki-Grundlagen werden kompakt wiederholt.
Lernstrecke Schritt für Schritt
- Schritt 1: Dokumentationsquellen und Ausgaben strukturieren. Text, Diagrammquellen, generierte Bilder und Build-Artefakte erhalten getrennte Verzeichnisse. Namensregeln verhindern Mehrdeutigkeiten und unnötige Binärdateien im Repository.
- Schritt 2: Kroki-Endpunkte und Betriebsvarianten festlegen. Öffentlicher, interner und lokaler Endpunkt werden funktional abgegrenzt. Konfigurationen bleiben austauschbar, damit Dokumentationsquellen nicht auf eine einzelne Umgebung festgelegt werden.
- Schritt 3: AsciiDoc-Diagrammblöcke einbinden. Diagrammtyp, Quelle, Attribute, Beschriftung und Ausgabe werden in AsciiDoc beschrieben. Eingebettete und ausgelagerte Quellen werden hinsichtlich Wiederverwendung und Review verglichen.
- Schritt 4: Lokale AsciiDoc-Vorschau prüfen. Eine unterstützende Editor- oder IDE-Vorschau wird konfiguriert. Abweichungen zwischen lokaler Darstellung und automatisiertem Build werden erkannt und dokumentiert.
- Schritt 5: Markdown-Workflows aufbauen. Kroki-fähige Erweiterungen oder vorgerenderte Artefakte werden in einen klaren Ablauf eingebunden. Relative Pfade und alternative Textbeschreibungen bleiben über Verzeichniswechsel hinweg stabil.
- Schritt 6: GitLab-Rendering konfigurieren. Kroki-Endpunkt und erlaubte Diagrammtypen werden für die Plattform festgelegt. Markdown-, AsciiDoc- und weitere unterstützte Textformate werden mit einem kleinen Repository getestet.
- Schritt 7: Sphinx-Dokumentation erweitern. Diagrammquellen werden in reStructuredText oder Markdown-basierten Sphinx-Projekten verarbeitet. Build-Konfiguration, Abhängigkeiten und Ausgabeziele werden reproduzierbar festgehalten.
- Schritt 8: Ausgabeformate passend wählen. SVG, Rasterformate und PDF werden für Web, Druck und Archivierung bewertet. Größe, Skalierung, Schrift und Transparenz werden in der Zielumgebung geprüft.
- Schritt 9: Offline- und Self-Hosting-Szenarien umsetzen. Ein interner Kroki-Endpunkt ersetzt externe Abhängigkeiten. Fallback, Zeitüberschreitung und klare Fehlermeldungen verhindern unbemerkte Lücken im Dokumentationsbuild.
- Schritt 10: CI-Rendering und Qualitätsprüfungen einrichten. Die Pipeline rendert geänderte Quellen, prüft fehlende Ausgaben und verwaltet Artefakte. Diagrammfehler führen zu einer nachvollziehbaren Build-Meldung.
- Schritt 11: Versionsbezug und Freigabe sichern. Diagrammquelle, Dokumentationsstand und Softwareversion werden miteinander verknüpft. Freigaben verhindern, dass veraltete Bilder trotz geänderter Quellen veröffentlicht werden.
- Schritt 12: Integrationsfehler systematisch diagnostizieren. Fehler in Blocksyntax, Dateipfad, Endpunkt, Zertifikat, Diagrammsprache und Build-Umgebung werden über einen festen Prüfpfad voneinander getrennt.
Praxisaufgaben
- Eine Dokumentationsseite mit ausgelagerter Diagrammquelle und lokaler Vorschau erstellen.
- Dasselbe Diagramm in einem zweiten Dokumentationssystem wiederverwenden.
- Einen internen Kroki-Endpunkt konfigurierbar machen, ohne Quellen zu ändern.
- Einen CI-Build mit Diagrammprüfung und Artefaktablage aufbauen.
- Einen absichtlich fehlerhaften Pfad und eine Syntaxstörung anhand der Diagnosekette beheben.
Kompetenzziele
- Kroki in AsciiDoc-, Markdown-, GitLab- und Sphinx-Prozesse integrieren.
- Dokumentationsquellen, generierte Ausgaben und Build-Artefakte sauber trennen.
- Lokale Vorschau und automatisierten Build konsistent konfigurieren.
- Self-Hosting und Offline-Szenarien ohne Quellenabhängigkeit umsetzen.
- Integrationsfehler strukturiert lokalisieren und Dokumentationsfreigaben absichern.
Fachbereichsleitung / Leitung der Trainer / Ansprechpersonen
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Technische Redakteure, Entwickler, Architekten, DevOps-Fachkräfte und Dokumentationsverantwortliche |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse in einem textbasierten Dokumentationsformat und in Versionsverwaltung |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Fachvortrag, Demonstrationen, praktische Übungen, Live-Konfiguration und Review am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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