Seminar Keylime – Datenbanken, Skalierung und Verfügbarkeitsdesign

Seminar / Training

Überblick

Das Seminar behandelt Persistenz, Kapazitätsplanung, horizontale Verteilung und kontrolliertes Ausfallverhalten. Theorie, Konfiguration und technische Prüfung werden in einem durchgängigen Szenario verbunden, sodass aus einzelnen Funktionen ein nachvollziehbarer Betriebs- oder Sicherheitsprozess entsteht.

Zwei Tage sind erforderlich, da Grundlagen und Konfiguration zunächst belastbar aufgebaut und anschließend mit Vertiefung, negativen Prüffällen, Fehleranalyse und Betriebsübergabe abgesichert werden. Im Mittelpunkt stehen reproduzierbare Arbeitsschritte, positive und negative Testfälle sowie eine dokumentierte technische Abnahme.

Inhaltsübersicht

  1. Daten und Zugriffsprofile inventarisieren
  2. Datenbankbackend auswählen
  3. Verbindungen und Berechtigungen härten
  4. Migration und Schemaänderung planen
  5. Backup- und Wiederherstellungsziele definieren
  6. Verifier- und Registrar-Topologie entwerfen
  7. Kapazitätsmodell berechnen
  8. Last- und Ausfalltests ausführen
  9. Skalierungstrigger dokumentieren

Lernziele

  • Persistenz, kapazitätsplanung, horizontale verteilung und kontrolliertes ausfallverhalten fachlich einordnen und für ein konkretes Einsatzszenario planen.
  • Daten und Zugriffsprofile inventarisieren.
  • Datenbankbackend auswählen.
  • Verbindungen und Berechtigungen härten.
  • Migration und Schemaänderung planen.
  • Positive und negative Prüfergebnisse technisch bewerten, Fehler schichtweise lokalisieren und die Betriebs- oder Freigabeentscheidung dokumentieren.

Seminarinhalte Schritt für Schritt

Schritt 1: Daten und Zugriffsprofile inventarisieren

Agenteninformationen, Zustände, Richtlinienbezüge und Verwaltungsdaten werden nach Schreibfrequenz, Konsistenzbedarf und Wiederherstellungsrelevanz klassifiziert. Der resultierende Sollzustand wird mit einer Kontrollabfrage bestätigt und als Ausgangspunkt für den nächsten Arbeitsschritt festgehalten.

Schritt 2: Datenbankbackend auswählen

Lokale und zentrale relationale Backends werden nach Betriebsgröße, Hochverfügbarkeit, Backup, Wartung und organisatorischer Zuständigkeit bewertet. Konfiguration, erwartete Werte und tatsächliches Ergebnis werden versioniert dokumentiert; ein gezielter Negativtest prüft die Wirksamkeit.

Schritt 3: Verbindungen und Berechtigungen härten

Dienstkonten, minimale Rechte, verschlüsselte Verbindungen, Secret-Ablage und Verbindungsgrenzen werden festgelegt. Die Umsetzung erfolgt in einer Laborumgebung und wird anhand von Statusdaten, Dienstprotokollen und einem reproduzierbaren Prüffall abgenommen.

Schritt 4: Migration und Schemaänderung planen

Quell- und Zielzustand, Wartungsfenster, Konsistenzprüfung, Komponentenreihenfolge und Rückfall werden dokumentiert. Fehlerbilder werden nicht pauschal behoben, sondern der verursachenden Identitäts-, Netzwerk-, Policy-, TPM- oder Betriebsschicht zugeordnet.

Schritt 5: Backup- und Wiederherstellungsziele definieren

Recovery Point und Recovery Time werden für Datenbank, Konfiguration, Zertifikate und Policies getrennt festgelegt und durch Restore-Tests belegt. Der resultierende Sollzustand wird mit einer Kontrollabfrage bestätigt und als Ausgangspunkt für den nächsten Arbeitsschritt festgehalten.

Schritt 6: Verifier- und Registrar-Topologie entwerfen

Agentenzuordnung, Lastverteilung, gemeinsame oder getrennte Persistenz und Fehlerdomänen werden modelliert. Konfiguration, erwartete Werte und tatsächliches Ergebnis werden versioniert dokumentiert; ein gezielter Negativtest prüft die Wirksamkeit.

Schritt 7: Kapazitätsmodell berechnen

Agentenzahl, Prüfintervall, Antwortgröße, Timeout, Parallelität und Reconnect-Spitzen werden in Transaktionen, Netzwerkvolumen und Reserven übersetzt. Die Umsetzung erfolgt in einer Laborumgebung und wird anhand von Statusdaten, Dienstprotokollen und einem reproduzierbaren Prüffall abgenommen.

Schritt 8: Last- und Ausfalltests ausführen

Normallast, Burst, langsame Agents, Datenbanklatenz und Komponentenausfall werden reproduzierbar erzeugt und anhand definierter Messwerte bewertet. Fehlerbilder werden nicht pauschal behoben, sondern der verursachenden Identitäts-, Netzwerk-, Policy-, TPM- oder Betriebsschicht zugeordnet.

Schritt 9: Skalierungstrigger dokumentieren

Grenzwerte und Betriebsregeln legen fest, wann vertikale Erweiterung, zusätzliche Verifier oder ein Datenbankumbau erforderlich werden. Der resultierende Sollzustand wird mit einer Kontrollabfrage bestätigt und als Ausgangspunkt für den nächsten Arbeitsschritt festgehalten.

Praxisübungen

  • Kapazitätsmodell für mehrere Agentenzahlen und Prüfintervalle erstellen.
  • Datenbankmigration mit Konsistenzkontrolle und Rückfallplan entwerfen.
  • Verifier-Verteilung für zwei Fehlerdomänen modellieren.
  • Last- und Ausfalltest mit messbaren Erfolgskriterien spezifizieren.

Einordnung in den Lernpfad

Nach Betrieb und Monitoring. Vor großflächigem Rollout mit Deployment-Automatisierung und REST-Integration verbinden.

Fachbereichsleitung / Trainerleitung / Ansprechpersonen

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, 2. Tag: 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Plattformarchitektur, Datenbankadministration, Site Reliability Engineering, Keylime-Betrieb und technische Projektleitung.
Voraussetzungen: Grundkenntnisse zu Keylime-Architektur und Betrieb sowie Erfahrung mit relationalen Datenbanken, Backup und Hochverfügbarkeitskonzepten.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Winterthur 2 Tage
Zürich 2 Tage
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Luzern 2 Tage
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Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
Sankt Gallen 2 Tage
Basel 2 Tage
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