Seminar Keylime – Authentifizierung, mTLS und Autorisierung

Seminar / Training

Überblick

Das Seminar behandelt gegenseitige TLS-Authentifizierung, Zertifikatslebenszyklen und minimale API-Rechte. Theorie, Konfiguration und technische Prüfung werden in einem durchgängigen Szenario verbunden, sodass aus einzelnen Funktionen ein nachvollziehbarer Betriebs- oder Sicherheitsprozess entsteht.

Zwei Tage sind erforderlich, da Grundlagen und Konfiguration zunächst belastbar aufgebaut und anschließend mit Vertiefung, negativen Prüffällen, Fehleranalyse und Betriebsübergabe abgesichert werden. Im Mittelpunkt stehen reproduzierbare Arbeitsschritte, positive und negative Testfälle sowie eine dokumentierte technische Abnahme.

Inhaltsübersicht

  1. Kommunikationsbeziehungen inventarisieren
  2. CA-Hierarchie und Zertifikatsprofile entwerfen
  3. mTLS auf Registrar und Verifier aktivieren
  4. Agenten- und Administrationsidentitäten trennen
  5. Autorisierungsregeln formulieren
  6. Push-Sitzungen und Besitznachweis einordnen
  7. Zertifikate rotieren und widerrufen
  8. TLS- und Autorisierungsfehler diagnostizieren
  9. Hardening-Baseline freigeben

Lernziele

  • Gegenseitige tls-authentifizierung, zertifikatslebenszyklen und minimale api-rechte fachlich einordnen und für ein konkretes Einsatzszenario planen.
  • Kommunikationsbeziehungen inventarisieren.
  • CA-Hierarchie und Zertifikatsprofile entwerfen.
  • mTLS auf Registrar und Verifier aktivieren.
  • Agenten- und Administrationsidentitäten trennen.
  • Positive und negative Prüfergebnisse technisch bewerten, Fehler schichtweise lokalisieren und die Betriebs- oder Freigabeentscheidung dokumentieren.

Seminarinhalte Schritt für Schritt

Schritt 1: Kommunikationsbeziehungen inventarisieren

Administrative Zugriffe, Agentenkommunikation und interne Dienstverbindungen werden nach Identität, Methode, Zielressource und Schutzbedarf klassifiziert. Der resultierende Sollzustand wird mit einer Kontrollabfrage bestätigt und als Ausgangspunkt für den nächsten Arbeitsschritt festgehalten.

Schritt 2: CA-Hierarchie und Zertifikatsprofile entwerfen

Vertrauensanker, Intermediate-CAs, Laufzeiten, Schlüsselverwendung und Subject Alternative Names werden für Dienste und Clients getrennt geplant. Konfiguration, erwartete Werte und tatsächliches Ergebnis werden versioniert dokumentiert; ein gezielter Negativtest prüft die Wirksamkeit.

Schritt 3: mTLS auf Registrar und Verifier aktivieren

Serverzertifikate, Clientzertifikatspflicht, CA-Ketten und Zielnamen werden konfiguriert und mit positiven sowie negativen Handshakes geprüft. Die Umsetzung erfolgt in einer Laborumgebung und wird anhand von Statusdaten, Dienstprotokollen und einem reproduzierbaren Prüffall abgenommen.

Schritt 4: Agenten- und Administrationsidentitäten trennen

Agenten erhalten ausschließlich die für ihren Lebenszyklus notwendigen Rechte; administrative Operationen werden an eigene Identitäten gebunden. Fehlerbilder werden nicht pauschal behoben, sondern der verursachenden Identitäts-, Netzwerk-, Policy-, TPM- oder Betriebsschicht zugeordnet.

Schritt 5: Autorisierungsregeln formulieren

Zulässige Identität, Ressource, HTTP-Methode und erwartete Entscheidung werden als Testmatrix mit erlaubten und verbotenen Fällen festgelegt. Der resultierende Sollzustand wird mit einer Kontrollabfrage bestätigt und als Ausgangspunkt für den nächsten Arbeitsschritt festgehalten.

Schritt 6: Push-Sitzungen und Besitznachweis einordnen

Kurzlebige Sitzungsberechtigungen werden an einen kryptografischen Besitznachweis gebunden und klar von langfristigen Dienstzertifikaten getrennt. Konfiguration, erwartete Werte und tatsächliches Ergebnis werden versioniert dokumentiert; ein gezielter Negativtest prüft die Wirksamkeit.

Schritt 7: Zertifikate rotieren und widerrufen

Parallelphase, Umschaltung, Ablaufüberwachung, Schlüsselverlust und Kompromittierung werden mit getrennten Ersatz- und Sperrverfahren behandelt. Die Umsetzung erfolgt in einer Laborumgebung und wird anhand von Statusdaten, Dienstprotokollen und einem reproduzierbaren Prüffall abgenommen.

Schritt 8: TLS- und Autorisierungsfehler diagnostizieren

Uhrzeit, Namensauflösung, Zertifikatskette, Schlüsselzuordnung, Extended Key Usage, Zielname und Policy-Entscheidung werden in einem festen Diagnosebaum geprüft. Fehlerbilder werden nicht pauschal behoben, sondern der verursachenden Identitäts-, Netzwerk-, Policy-, TPM- oder Betriebsschicht zugeordnet.

Schritt 9: Hardening-Baseline freigeben

Vertrauensanker, Mindestparameter, Dateirechte, Rotationsintervalle, Überwachung und Notfallverfahren werden als prüfbare Sollvorgabe dokumentiert. Der resultierende Sollzustand wird mit einer Kontrollabfrage bestätigt und als Ausgangspunkt für den nächsten Arbeitsschritt festgehalten.

Praxisübungen

  • Dienst- und Clientzertifikate mit getrennten Profilen planen.
  • mTLS mit gültigen, abgelaufenen und nicht vertrauenswürdigen Zertifikaten testen.
  • Autorisierungsmatrix für Agent, Betrieb und Administration aufbauen.
  • Zertifikatsrotation mit Parallelphase und Rückfalloption simulieren.

Einordnung in den Lernpfad

Nach Architektur und Installation. Vor produktivem Betrieb, Push-Modell, REST-Automatisierung und Hardening sollte dieses Seminar abgeschlossen sein.

Fachbereichsleitung / Trainerleitung / Ansprechpersonen

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, 2. Tag: 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Keylime-Administration, Plattform- und Security Engineering, PKI-Verantwortliche, DevSecOps und technische Revision.
Voraussetzungen: Kenntnisse der Keylime-Komponenten sowie Grundlagen zu TLS, X.509-Zertifikaten, privaten Schlüsseln und Zertifizierungsstellen.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Zürich 2 Tage
Stream live 2 Tage
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Bern 2 Tage
Luzern 2 Tage
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
Sankt Gallen 2 Tage
Basel 2 Tage
Winterthur 2 Tage
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