Seminar HappySignals – MSP-, Provider- und XLA-Steuerung

Seminarprofil

Das Seminar ergänzt SLA- und Vertragssteuerung um Experience Level Agreements und kontinuierliche Experience-Daten. Interne Teams, Managed Service Provider und weitere Lieferanten werden über gemeinsame Populationen, Messdefinitionen, Zielwerte, Review-Rhythmen und Verbesserungsmechanismen ausgerichtet. Rankings ohne Kontext werden vermieden; im Mittelpunkt stehen gemeinsame Verantwortung, Transparenz und überprüfbare Wirkung.

Zielgruppe: SIAM- und Provider-Management, Vendor Management, ITSM-Leitung, Service-Owner, Einkauf, Vertragsmanagement und Managed Service Provider

Voraussetzungen: Kenntnisse von Serviceverträgen, SLA-Steuerung und den eigenen Provider- beziehungsweise SIAM-Strukturen

Didaktische Einordnung: Zwei Tage sind erforderlich, weil fachliche XLA-Konstruktion, vertragliche Einbettung, Daten- und Rollenmodell sowie ein vollständiger Provider-Review praktisch entwickelt und gegeneinander geprüft werden.

Lernziele

  • SLA, KPI, Experience-Ziel und XLA klar voneinander abgrenzen
  • Messpopulation, Baseline, Ziel und Zeitfenster belastbar definieren
  • Provider- und SIAM-Rollen für Experience-Daten ausrichten
  • Scorecards und Reviews ohne Fehlanreize gestalten
  • Verbesserungs-, Eskalations- und Nachweislogik in die Steuerung integrieren

Inhaltsverzeichnis

  1. Von SLA zu Experience Outcome
  2. XLA-Design und Messdefinition
  3. Provider-Datenmodell und Verantwortlichkeiten
  4. Scorecard und Review-Rhythmus
  5. Fehlanreize, Eskalation und Vertragsbezug
  6. Gemeinsame Verbesserungsinitiative
  7. Praxisprojekt und Leistungsnachweis

1. Von SLA zu Experience Outcome

SLAs beschreiben häufig Prozess- oder Technikleistung. XLAs ergänzen diese Sicht um die wahrgenommene Experience und die Auswirkung auf Produktivität.

Schritt-für-Schritt-Vorgehen

  1. Bestehende SLA- und KPI-Landschaft erfassen.
  2. Nicht abgedeckte Experience-Risiken benennen.
  3. Geeignete Happiness- und Lost-Time-Signale zuordnen.
  4. Gemeinsame Steuerungsfrage formulieren.
  5. SLA und XLA in einer Zielhierarchie verbinden.

Praxisaufgabe

Ein vorhandener Servicevertrag wird um ein Experience-Outcome-Modell ergänzt.

2. XLA-Design und Messdefinition

Ein XLA benötigt eine eindeutige Population, Messbereich, Filter, Kennzahl, Baseline, Ziel, Zeitraum und Ausnahmeregel. Unklare Definitionen erzeugen Streit statt Verbesserung.

Schritt-für-Schritt-Vorgehen

  1. Service und betroffene Nutzerpopulation abgrenzen.
  2. Messbereich und Filterkombination festlegen.
  3. Happiness-, Lost-Time- oder kombinierte Zielgröße wählen.
  4. Baseline und realistischen Zielkorridor bestimmen.
  5. Ausnahmen, Mindestvolumen und Prüfrhythmus dokumentieren.

Praxisaufgabe

Zwei XLA-Varianten werden auf Manipulationsrisiko und Messstabilität geprüft.

3. Provider-Datenmodell und Verantwortlichkeiten

Providervergleich setzt konsistente Service-, Anbieter-, Länder- und Teamdaten voraus. Verantwortlichkeiten für Datenqualität, Analyse und Maßnahmen werden explizit festgelegt.

Schritt-für-Schritt-Vorgehen

  1. Provider- und Servicekatalog abgleichen.
  2. Feldmapping und Wertelisten harmonisieren.
  3. Datenqualitäts-Owner benennen.
  4. Analyse- und Maßnahmenverantwortung trennen.
  5. Streit- und Korrekturverfahren definieren.

Praxisaufgabe

Eine Governance-Matrix wird für Kunde, SIAM-Funktion und zwei Provider erstellt.

4. Scorecard und Review-Rhythmus

Eine Experience-Scorecard zeigt Trend, Zielerreichung, Lost Time, Volumen, qualitative Themen und Maßnahmenstatus. Sie dient dem gemeinsamen Review, nicht einer eindimensionalen Rangliste.

Schritt-für-Schritt-Vorgehen

  1. Maximal relevante Kennzahlen auswählen.
  2. Trend und Vergleichsmaßstab festlegen.
  3. Qualitative Evidenz und Datenqualität ergänzen.
  4. Maßnahmenstatus und Entscheidungen aufnehmen.
  5. Monatlichen und quartalsweisen Review unterscheiden.

Praxisaufgabe

Ein providerübergreifendes Review wird mit Agenda, Scorecard und Entscheidungslog vorbereitet.

5. Fehlanreize, Eskalation und Vertragsbezug

Direkte finanzielle Kopplung an instabile oder beeinflussbare Experience-Werte kann Fehlverhalten erzeugen. Zunächst werden Transparenz und gemeinsame Verbesserung etabliert.

Schritt-für-Schritt-Vorgehen

  1. Beeinflussbarkeit und Datenstabilität bewerten.
  2. Mögliche Gaming- und Vermeidungsanreize identifizieren.
  3. Eskalationsstufen und Korrekturfenster definieren.
  4. Vertragliche Nutzung von Lernphase zu Zielbindung staffeln.
  5. Änderung der Messdefinition kontrolliert regeln.

Praxisaufgabe

Ein problematisches Bonus-Malus-Modell wird in eine risikoärmere Steuerungslogik überführt.

6. Gemeinsame Verbesserungsinitiative

XLA-Steuerung wird wirksam, wenn Auffälligkeiten in gemeinsame, überprüfbare Verbesserungen überführt werden. Kunde und Provider teilen Ziel, Maßnahme, Nachweis und Lernschleife.

Schritt-für-Schritt-Vorgehen

  1. Fokusbereich datenbasiert auswählen.
  2. Gemeinsame Ursachenhypothese formulieren.
  3. Maßnahmen und Verantwortlichkeiten festlegen.
  4. Vorher-Nachher-Messung planen.
  5. Entscheidung über Skalierung oder Korrektur terminieren.

Praxisaufgabe

Eine gemeinsame Initiative für einen kanal- oder servicebezogenen Experience-Hotspot wird ausgearbeitet.

7. Praxisprojekt und Leistungsnachweis

Ein vollständiges Provider-Steuerungsmodell wird erstellt: Zielhierarchie, XLA-Definition, Daten- und Rollenmodell, Scorecard, Review-Agenda, Eskalationslogik und gemeinsame Verbesserungsinitiative. Die Lösung wird auf Messstabilität und Fehlanreize geprüft.

Prüfkriterien

  • Nachvollziehbare Verbindung von Fragestellung, Datenbasis, Analyse und Entscheidung
  • Dokumentierte Filter, Annahmen, Gegenproben und offene Unsicherheiten
  • Klare Verantwortlichkeiten, Zielwerte und terminierte Nachprüfung
  • Praktisch nutzbare Arbeitsunterlagen für den anschließenden Einsatz

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: SIAM- und Provider-Management, Vendor Management, ITSM-Leitung, Service-Owner, Einkauf, Vertragsmanagement und Managed Service Provider
Voraussetzungen: Kenntnisse von Serviceverträgen, SLA-Steuerung und den eigenen Provider- beziehungsweise SIAM-Strukturen
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, moderierte Analysen, praktische Übungen am System, Fallstudien und Transferaufgaben
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Basel 2 Tage
Winterthur 2 Tage
Zürich 2 Tage
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Bern 2 Tage
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
Sankt Gallen 2 Tage
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