Die Auswahl von Android-Version, Prozessorarchitektur und Gerätekonfiguration bestimmt Testabdeckung, App-Kompatibilität, Ausführungszeit und Infrastrukturkosten. Das Seminar entwickelt aus Produktanforderungen eine belastbare Image-Matrix für Self-hosted- und Device-Image-Umgebungen.
Seminarziel
Eine nachvollziehbare Strategie für Android-Images, ARM64- und x86_64-Geräte, Versionspflege, Kompatibilitätsprüfungen und standardisierte Freigaben wird aufgebaut. Am Ende steht ein dokumentierter Image-Katalog mit Auswahlregeln, Prüfpunkten und Ablöseverfahren.
Inhaltsübersicht
- 1. Anforderungsprofil und Testziele
- 2. ARM64 und x86_64 fachlich einordnen
- 3. Android-Versionen und Supportfenster
- 4. Geräteprofile standardisieren
- 5. Kompatibilitäts- und Benchmark-Test
- 6. Image-Katalog und Governance
- Praxisprojekt und Übungen
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Didaktik und Arbeitsweise
Fachliche Einordnung
Der Themenblock ist als eigenständiger Qualifizierungsbaustein für produktionsnahe Android-Test- und Betriebsumgebungen abgegrenzt. Konfigurationen werden nicht nur demonstriert, sondern mit Sollwerten, Negativtests, Rücksetzschritten und dokumentierten Prüfpunkten abgesichert. Dadurch bleiben die erarbeiteten Abläufe auf Self-hosted- und Device-Image-Szenarien übertragbar.
Seminarinhalte
1. Anforderungsprofil und Testziele
Geschäftliche und technische Anforderungen werden in prüfbare Kriterien für die Image-Auswahl übersetzt.
- Schritt 1: Unterstützte Android-Mindest- und Zielversionen aus Produktvorgaben erfassen.
- Schritt 2: Native Bibliotheken, Google-Dienste, Root-Bedarf und Hardwaremerkmale je Anwendung dokumentieren.
- Schritt 3: Testarten nach Funktions-, Kompatibilitäts-, Performance- und Sicherheitstests klassifizieren.
- Schritt 4: Muss-, Soll- und Kann-Kriterien in einer priorisierten Entscheidungsmatrix festhalten.
2. ARM64 und x86_64 fachlich einordnen
Architekturunterschiede werden hinsichtlich Genauigkeit, Kompatibilität und Ressourcenbedarf bewertet.
- Schritt 1: APK- und App-Bundle-Inhalte auf vorhandene ABI-Varianten prüfen.
- Schritt 2: ARM64-only-, Universal- und x86-kompatible Artefakte getrennt kennzeichnen.
- Schritt 3: Ein Referenzszenario auf beiden Architekturen mit identischen Testdaten ausführen.
- Schritt 4: Abweichungen bei Installation, Startzeit, Laufzeitverhalten und Bibliotheksladung protokollieren.
3. Android-Versionen und Supportfenster
Eine wartbare Versionsabdeckung wird aus Markt-, Produkt- und Risikodaten abgeleitet.
- Schritt 1: Aktiv unterstützte Android-Versionen und produktseitige Mindeststände aufnehmen.
- Schritt 2: Versionen nach Releasekritikalität und Nutzeranteil in Testklassen einteilen.
- Schritt 3: Für neue Android-Versionen einen Pilot-, Freigabe- und Rückfallprozess definieren.
- Schritt 4: Veraltete Images mit Enddatum, Restnutzung und Ablöseverantwortung versehen.
4. Geräteprofile standardisieren
Auflösung, Dichte, Speicher, Geräteeigenschaften und Netzwerkbedingungen werden reproduzierbar festgelegt.
- Schritt 1: Referenzprofile für kleine, mittlere und leistungsorientierte Geräte definieren.
- Schritt 2: Auflösung, Pixeldichte, RAM, Datenträger und relevante Produkteigenschaften dokumentieren.
- Schritt 3: Profilnamen, Versionierung und Änderungsregeln vereinheitlichen.
- Schritt 4: Jedes Profil mit einem kurzen Smoke-Test und einer Sollwertliste validieren.
5. Kompatibilitäts- und Benchmark-Test
Image-Entscheidungen werden durch messbare Tests statt durch Annahmen abgesichert.
- Schritt 1: Repräsentative Anwendungen und Testszenarien für einen Vergleich auswählen.
- Schritt 2: Installationszeit, Bootzeit, Testlaufzeit, CPU-, Speicher- und I/O-Verhalten messen.
- Schritt 3: Fehlerbilder wie fehlende Bibliotheken, Grafikprobleme oder Architekturkonflikte klassifizieren.
- Schritt 4: Messwerte gegen definierte Akzeptanzgrenzen bewerten und Freigabeempfehlungen ableiten.
6. Image-Katalog und Governance
Der freigegebene Bestand wird als kontrollierter Servicekatalog geführt.
- Schritt 1: Katalogfelder für Version, Architektur, Profil, Einsatzzweck, Eigentümer und Status festlegen.
- Schritt 2: Freigabe-, Änderungs- und Stilllegungsrollen zuordnen.
- Schritt 3: Regelmäßige Überprüfungsintervalle und Ausnahmeregeln definieren.
- Schritt 4: Den vollständigen Katalog anhand eines neuen Image-Kandidaten probeweise durchlaufen.
Praxisprojekt und Übungen
Die Übungen verwenden einen zusammenhängenden Laborfall. Jeder Arbeitsauftrag enthält Ausgangslage, Sollzustand, Durchführung, Prüfpunkte und eine kontrollierte Bereinigung. Fehlerfälle werden bewusst eingebaut, damit Diagnose und Rückfall nicht erst im Produktivbetrieb erprobt werden.
- Übung 1: Aus einer Beispielanwendung wird eine priorisierte Android- und Architekturmatrix erstellt.
- Übung 2: ARM64- und x86_64-Läufe werden anhand definierter Kompatibilitäts- und Leistungsmerkmale verglichen.
- Übung 3: Ein versionierter Image-Katalog mit Freigabe- und Ablöseworkflow wird aufgebaut.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Testarchitektur, Mobile Engineering, Qualitätssicherung, Plattformbetrieb und technische Projektleitung.
Voraussetzungen: Grundkenntnisse zu Android-Anwendungen, Teststufen und virtueller Infrastruktur.
Didaktik und Arbeitsweise
Kurze Fachimpulse werden unmittelbar durch Demonstrationen, strukturierte Konfigurationsschritte, Praxisübungen und kontrollierte Fehlerfälle vertieft. Für jeden wesentlichen Ablauf entstehen wiederverwendbare Checklisten, Konfigurationsnachweise oder Runbooks. Die Bearbeitung erfolgt ohne undokumentierte Sonderkonfigurationen und endet jeweils mit einer technischen Validierung des erreichten Zustands.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Testarchitektur, Mobile Engineering, Qualitätssicherung, Plattformbetrieb und technische Projektleitung |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse zu Android-Anwendungen, Teststufen und virtueller Infrastruktur |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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