Seminar / Training
Das Seminar zeigt, wie EUDI-Wallet-Nachweise in bestehende IAM- und CIAM-Landschaften integriert werden. Behandelt werden Identitätsverknüpfung, Kontoerstellung, Login und Step-up, Account Recovery, Rollen- und Berechtigungszuordnung, Federation, Session-Management, Lifecycle-Ereignisse, Claim-Mapping und die Trennung zwischen kryptografischer Nachweisprüfung und interner Autorisierung.
Zwei Seminartage sind erforderlich, um technische Integrationsmuster, Identitätsauflösung, Konto- und Session-Lebenszyklus, Recovery, Autorisierung und Betriebsfälle in einem konsistenten Zielbild zu verbinden. Die Dauer enthält einen vollständigen Integrationsentwurf und ein Fehlerfall-Lab.
Inhaltsübersicht
- Zielbild und Integrationsmuster
- Identitätsverknüpfung und Konto-Lifecycle
- Login, Step-up und Session-Management
- Claim-Mapping und Autorisierung
- Recovery, Gerätewechsel und Support
- Betrieb, Protokollierung und Datenschutz
- Lernziele und Zielgruppe
- Praxisanteil und Arbeitsunterlagen
Lernziele
- Wallet-Nachweise von internen Identitäten, Konten und Berechtigungen abgrenzen.
- Sichere Identitätsverknüpfung und Kontoerstellung entwerfen.
- Login-, Step-up- und Recovery-Flüsse mit Wallet-Nachweisen modellieren.
- Claims kontrolliert in Rollen, Attribute und Richtlinien überführen.
- Betriebs-, Datenschutz- und Fehleranforderungen in die IAM-Architektur integrieren.
Zielgruppe
IAM- und CIAM-Architektur, Identity Engineering, Security Engineering, Anwendungsarchitektur, Entwicklung, Plattformbetrieb, Produktmanagement, Datenschutz und technische Projektleitung.
Voraussetzungen
Grundkenntnisse von IAM, OIDC/OAuth, Sessions, Rollen und Berechtigungen. Erfahrung mit einer bestehenden IAM- oder CIAM-Plattform ist hilfreich.
Seminarinhalte
1. Zielbild und Integrationsmuster
Einordnung der Wallet als externer Nachweis- und Authentisierungskanal innerhalb von IAM, CIAM, Federation und Anwendungszugriff.
- Schritt 1: bestehende Identity Provider, Verzeichnisse, Konten und Vertrauensbeziehungen erfassen.
- Schritt 2: geeignete Integrationsmuster für Registrierung, Login, Step-up und Nachweisvorlage auswählen.
- Schritt 3: Wallet-Verifikation, Identitätsauflösung und Autorisierungsentscheidung komponentenseitig trennen.
- Schritt 4: Zielbild mit Verantwortungen, Schnittstellen und Sicherheitsgrenzen dokumentieren.
2. Identitätsverknüpfung und Konto-Lifecycle
Zuordnung geprüfter PID- oder Attributsdaten zu bestehenden oder neuen Konten einschließlich Dubletten, Namensänderungen und Re-Enrollment.
- Schritt 1: interne Identitätsanker und zulässige Matching-Merkmale bestimmen.
- Schritt 2: automatische, bestätigte und manuell geprüfte Verknüpfungspfade definieren.
- Schritt 3: Kontoerstellung, Aktualisierung, Trennung und Zusammenführung kontrollieren.
- Schritt 4: Fehlverknüpfung und Kontoübernahme mit Korrektur- und Sperrverfahren behandeln.
3. Login, Step-up und Session-Management
Wallet-basierte Anmeldung, kontextbezogene Nachweise, Assurance-Übergänge, Session-Bindung und erneute Bestätigung.
- Schritt 1: Zugriffsszenarien nach Risiko, benötigtem Assurance-Niveau und Nachweis klassifizieren.
- Schritt 2: Challenge und Wallet-Präsentation an Browser-, App- oder Backend-Sitzung binden.
- Schritt 3: Step-up-Auslöser, Session-Laufzeit und Re-Authentication festlegen.
- Schritt 4: Replay, Session-Fixation, Parallelgeräte und Abbruchpfade testen.
4. Claim-Mapping und Autorisierung
Übersetzung externer, kontextbezogener Nachweise in interne Attribute, Rollen, Policies und fachliche Entscheidungen.
- Schritt 1: Claim-Semantik, Aussteller, Gültigkeit und zulässigen Verwendungszweck erfassen.
- Schritt 2: Mapping-Regeln mit Priorität, Konfliktbehandlung und Versionierung definieren.
- Schritt 3: kurzlebige Nachweise von dauerhaft gepflegten Stammdaten und Rollen trennen.
- Schritt 4: Autorisierungsentscheidungen gegen Überprivilegierung und veraltete Claims prüfen.
5. Recovery, Gerätewechsel und Support
Wiederherstellung interner Konten und Wallet-bezogener Zugänge ohne Umgehung des erforderlichen Vertrauensniveaus.
- Schritt 1: Verlust-, Gerätewechsel-, gesperrte Wallet- und Kontosperrszenarien erfassen.
- Schritt 2: Recovery-Faktoren und alternative Nachweise nach Risiko bewerten.
- Schritt 3: Supportrollen, Identitätsprüfung, Wartezeiten und Vier-Augen-Kontrollen definieren.
- Schritt 4: Social-Engineering- und Insiderangriffe im Recovery-Prozess testen.
6. Betrieb, Protokollierung und Datenschutz
Monitoring, Fehlerklassen, Auditspur, Datenminimierung, Aufbewahrung und Änderungen an Ausstellern, Trust und Mapping.
- Schritt 1: technische und fachliche Ereignisse für Betrieb und Audit bestimmen.
- Schritt 2: Protokolle auf notwendige Daten, Integrität, Zugriff und Fristen begrenzen.
- Schritt 3: Änderungen an Vertrauensankern, Claims und Policies kontrolliert ausrollen.
- Schritt 4: Störung vom Verifikationsfehler bis zur fachlichen Auswirkung im Runbook abbilden.
Praxisanteil
- Entwurf einer IAM-/CIAM-Zielarchitektur mit Wallet-Verifikation.
- Ausarbeitung eines sicheren Identity-Linking- und Recovery-Verfahrens.
- Erstellung eines Claim-Mappings mit Autorisierungs- und Konfliktregeln.
Arbeitsunterlagen
Die Arbeitsunterlagen enthalten strukturierte Checklisten, Vorlagen und Referenzmodelle für die unmittelbare Weiterarbeit im Projekt. Im Seminar werden insbesondere folgende Artefakte erstellt oder vorbereitet:
- IAM-/CIAM-Zielarchitektur
- Identity-Linking-Verfahren
- Authentisierungs- und Sessionkonzept
- Claim- und Policy-Mapping
- Recovery- und Supportverfahren
- IAM-Betriebs- und Auditkonzept
Fachbereichsleitung und Seminarorganisation
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, 2. Tag: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | IAM- und CIAM-Architektur, Identity Engineering, Security Engineering, Anwendungsarchitektur, Entwicklung, Plattformbetrieb, Produktmanagement, Datenschutz und technische Projektleitung. |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse von IAM, OIDC/OAuth, Sessions, Rollen und Berechtigungen. Erfahrung mit einer bestehenden IAM- oder CIAM-Plattform ist hilfreich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, Fallstudien, strukturierte Arbeitsaufträge und praktische Übungen |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Ausführliche Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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