Das viertägige Seminar behandelt komplexe Netzarchitekturen mit Sicherheitszonen, VLANs, transparenten Bridges, Bonding, statischem und richtlinienbasiertem Routing, mehreren Uplinks sowie DHCP-, DNS- und Zeitdiensten. Eine Kommunikationsmatrix bildet die verbindliche Grundlage. Der Schwerpunkt liegt auf konsistenten Hin- und Rückwegen, kontrollierter Segmentierung, Ausfallszenarien und einer technischen Abnahme mit Positiv- und Negativtests.
Inhaltsübersicht
- Lernziele
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Seminarinhalte
- Praxisübungen
- Methodik
Lernziele
- komplexe UTM-Netzarchitekturen aus Anforderungen ableiten
- Zonen, VLANs, Bridges und Bonding sicher konfigurieren
- statisches und richtlinienbasiertes Routing beherrschen
- Multi-WAN, DHCP, DNS und NTP in das Design integrieren
- Paketpfade, Ausfälle und Abweichungen systematisch testen
Zielgruppe
Netzwerkadministration, Infrastrukturarchitektur, Firewall-Engineering und technische Consultants
Voraussetzungen
Sehr gute TCP/IP-, Subnetz- und Routingkenntnisse; Grundkenntnisse der Endian-UTM-Bedienung
Seminarinhalte
Modul 1: Netzanforderungen und Kommunikationsmatrix erarbeiten
- Standorte, Netze, VLANs, Adressbereiche, Dienste, Sicherheitsklassen und Eigentümer vollständig erfassen.
- Erforderliche Kommunikationsbeziehungen nach Quelle, Ziel, Dienst, Richtung und Schutzbedarf beschreiben.
- Abhängigkeiten von DHCP, DNS, NTP, Routing, Providern und externen Netzen sichtbar machen.
- Konflikte, überlappende Netze und nicht dokumentierte Übergänge vor der Umsetzung bereinigen.
Modul 2: Bereitstellungsmodell und Dimensionierung planen
- Standortanzahl, Benutzerzahlen, Durchsatz, gleichzeitige VPN-Verbindungen und aktivierte Sicherheitsdienste erfassen.
- Hardware-, virtuelle und cloudbasierte Bereitstellung anhand von Verfügbarkeit, Skalierung und Betriebsmodell vergleichen.
- Schnittstellen, Ressourcen, Speicherbedarf und Reserven für Wachstum sowie Protokollierung dimensionieren.
- Abnahmekriterien für Leistung, Ausfallsicherheit und Wiederherstellbarkeit festlegen.
Modul 3: Zonen, Schnittstellen und VLANs konfigurieren
- Interne, externe und demilitarisierte Bereiche nach Schutzbedarf und Vertrauensniveau in Zonen gliedern.
- Physische und virtuelle Schnittstellen zuordnen sowie VLAN-Tagging und ungetaggten Verkehr kontrolliert konfigurieren.
- Managementzugriffe und zentrale Dienste je Zone auf das erforderliche Minimum begrenzen.
- Zonenzuordnung durch Adress-, Routing- und Firewalltests verifizieren.
Modul 4: Bridging, Bonding und transparente Einbindung umsetzen
- Einsatzkriterien für Routing-Modus, transparenten Bridge-Modus und kombinierte Architekturen vergleichen.
- Bridges, beteiligte Schnittstellen und Schleifenvermeidung strukturiert planen.
- Bonding für Verfügbarkeit oder Durchsatz mit passenden Betriebsparametern konfigurieren.
- Layer-2-Kommunikation, Spanning-Tree-Verhalten und Fehlerfälle kontrolliert testen.
Modul 5: Statisches und richtlinienbasiertes Routing aufbauen
- Direkt verbundene Netze, statische Routen, Standardrouten und Rückwege vollständig modellieren.
- Quell-, ziel- und richtlinienbasierte Weiterleitung für definierte Verkehrsflüsse konfigurieren.
- Asymmetrisches Routing, konkurrierende Routen und unerwünschte Umgehungspfade erkennen.
- Routingentscheidungen mit Traceroute, Verbindungstabellen und Protokollen nachvollziehen.
Modul 6: Uplinks, Multi-WAN und Leitungsüberwachung einrichten
- Provideranschlüsse, Adressierungsarten, Gateways, Prüfziele und Qualitätsanforderungen erfassen.
- Mehrere Uplinks mit Prioritäten, Überwachungsparametern und zulässigen Verkehrsarten konfigurieren.
- Failover- und Failback-Verhalten einschließlich bestehender Sitzungen fachlich bewerten.
- Ausfälle, instabile Leitungen und Rückkehr zum Primärpfad reproduzierbar testen.
Modul 7: DHCP, DNS und Zeitdienste integrieren
- Adresspools, feste Zuordnungen, Reservierungen, Lease-Zeiten und DHCP-Relay-Szenarien planen.
- DNS-Proxy, interne Namensauflösung, Weiterleitung und zonenspezifische DNS-Pfade konfigurieren.
- Zeitquellen und Zeitsynchronisation für Protokolle, Zertifikate und Authentifizierung absichern.
- Namensauflösung, Lease-Vergabe und Zeitkonsistenz mit definierten Prüfverfahren kontrollieren.
Modul 8: Hosts, Netzobjekte und wiederverwendbare Gruppen pflegen
- Einzelhosts, Netze, Bereiche und vollqualifizierte Domänennamen konsistent benennen.
- Objekte nach Zweck, Eigentümer, Umgebung und Schutzklasse gruppieren.
- Abhängigkeiten zu Firewall-, NAT-, VPN- und Proxy-Regeln vor Änderungen ermitteln.
- Veraltete oder doppelte Objekte kontrolliert bereinigen und Änderungen dokumentieren.
Modul 9: Zugriffe auf die UTM selbst absichern
- Benötigte Verwaltungs-, Diagnose- und Infrastrukturdienste je Zone bestimmen.
- Systemzugriffsregeln auf definierte Administratornetze und erforderliche Protokolle begrenzen.
- Remote-Administration mit mehrstufigen Schutzmaßnahmen und nachvollziehbarer Freigabe versehen.
- Nicht benötigte Zugriffspfade schließen und Sperrtests durchführen.
Modul 10: Netzwerkänderungen testen und abnehmen
- Testfälle für Routing, Zonenübergänge, Uplink-Auswahl, DNS und DHCP aus der Kommunikationsmatrix ableiten.
- Positiv-, Negativ-, Last- und Ausfalltests in einer kontrollierten Reihenfolge durchführen.
- Paketpfade mit Statusanzeigen, Verbindungen, Protokollen und gezielten Mitschnitten nachvollziehen.
- Abweichungen beheben und eine freigegebene Sollkonfiguration sichern.
Praxisübungen
- Entwurf einer mehrzonigen Topologie mit VLAN-, Bridge- und Routingvarianten
- Konfiguration mehrerer Uplinks und richtlinienbasierter Pfade
- Integration von DHCP, DNS, NTP und zentralen Managementzugängen
- Analyse asymmetrischer und konkurrierender Routingfälle
- Durchführung einer vollständigen Netzwerk- und Ausfallabnahme
Methodik
Fachliche Einordnung, nachvollziehbare Demonstrationen, schrittweise Konfiguration, praktische Übungen am System, Positiv- und Negativtests, strukturierte Fehleranalyse sowie dokumentierte Abnahme der erarbeiteten Konfiguration.
Fachbereichsleitung / Leitung der Trainer / Ansprechpersonen
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 4 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.396 zzgl. MwSt. Inhaus: € 6.800 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Netzwerkadministration, Infrastrukturarchitektur, Firewall-Engineering und technische Consultants |
| Voraussetzungen: | Sehr gute TCP/IP-, Subnetz- und Routingkenntnisse; Grundkenntnisse der Endian-UTM-Bedienung |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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