Seminar Endian UTM – Kompaktseminar Administration, Firewall und VPN

Das dreitägige Kompaktseminar vermittelt die für den täglichen Betrieb wichtigsten Endian-UTM-Kompetenzen in verdichteter Form. Nach einer strukturierten Erstkonfiguration werden Zonen, Routing, Firewall, NAT, Benutzer, Zertifikate und VPN aufgebaut. Monitoring, Sicherung und eine systematische Fehleranalyse ergänzen den Kernpfad. Der Umfang ist bewusst breiter als ein Einzelthema, aber auf typische Administrationsaufgaben fokussiert.

Inhaltsübersicht

  • Lernziele
  • Zielgruppe
  • Voraussetzungen
  • Seminarinhalte
  • Praxisübungen
  • Methodik

Lernziele

  • eine UTM-Grundkonfiguration sicher in Betrieb nehmen
  • Zonen, Routing, Firewall und NAT für typische Unternehmensnetze umsetzen
  • Benutzer, Zertifikate und Remote Access konfigurieren
  • Status, Logs und Sicherungen im Tagesbetrieb verwenden
  • häufige Netzwerk-, Firewall- und VPN-Fehler eingrenzen

Zielgruppe

Neue Endian-Administratoren, Netzwerkbetrieb, IT-Support und technische Consultants mit kompaktem Qualifizierungsbedarf

Voraussetzungen

Gute Grundlagen zu IPv4, Subnetzen, Routing und Firewallkonzepten; keine vertieften Endian-Vorkenntnisse erforderlich

Seminarinhalte

Modul 1: EndianOS- und UTM-Architektur einordnen

  1. Rollen von EndianOS, UTM-Appliance, Managementoberfläche, Diensten und Sicherheitszonen voneinander abgrenzen.
  2. Datenpfade für Internetzugang, interne Kommunikation, Veröffentlichungen und Remote-Zugriffe anhand eines Referenznetzes nachvollziehen.
  3. Lizenz-, Plattform- und Bereitstellungsvarianten für Hardware, virtuelle Systeme und Cloud-Umgebungen fachlich bewerten.
  4. Ein Zielbild mit Zuständigkeiten, Schutzbedarf und betrieblichen Abhängigkeiten dokumentieren.

Modul 2: Erstinstallation und Konfigurationsassistent durchführen

  1. Installations- oder Appliance-Start prüfen und einen abgesicherten Administrationszugang vorbereiten.
  2. Zeitzone, Gerätename, Netzwerkmodus, primären Uplink und gegebenenfalls eine Ersatzverbindung konfigurieren.
  3. Interne Zonen und Schnittstellen zuweisen sowie die Basiskommunikation schrittweise freigeben.
  4. Registrierung, Lizenzstatus, Updates und erste Sicherung kontrollieren.

Modul 3: Zonen, Schnittstellen und VLANs konfigurieren

  1. Interne, externe und demilitarisierte Bereiche nach Schutzbedarf und Vertrauensniveau in Zonen gliedern.
  2. Physische und virtuelle Schnittstellen zuordnen sowie VLAN-Tagging und ungetaggten Verkehr kontrolliert konfigurieren.
  3. Managementzugriffe und zentrale Dienste je Zone auf das erforderliche Minimum begrenzen.
  4. Zonenzuordnung durch Adress-, Routing- und Firewalltests verifizieren.

Modul 4: Statisches und richtlinienbasiertes Routing aufbauen

  1. Direkt verbundene Netze, statische Routen, Standardrouten und Rückwege vollständig modellieren.
  2. Quell-, ziel- und richtlinienbasierte Weiterleitung für definierte Verkehrsflüsse konfigurieren.
  3. Asymmetrisches Routing, konkurrierende Routen und unerwünschte Umgehungspfade erkennen.
  4. Routingentscheidungen mit Traceroute, Verbindungstabellen und Protokollen nachvollziehen.

Modul 5: Firewall-Regelwerk und Governance entwerfen

  1. Schutzbedarf, Kommunikationsmatrix, Verantwortlichkeiten und Genehmigungswege in ein Regelkonzept überführen.
  2. Standardverhalten, Regelreihenfolge, Objektverwendung, Protokollierung und zeitliche Gültigkeit festlegen.
  3. Ausnahmen mit Begründung, Ablaufdatum und kompensierenden Kontrollen versehen.
  4. Prüf- und Bereinigungszyklen für technische sowie fachliche Regelverantwortung definieren.

Modul 6: Ausgehenden, zonenübergreifenden und VPN-Verkehr steuern

  1. Regelbereiche nach Verkehrsrichtung und Sicherheitskontext korrekt auswählen.
  2. Quellen, Ziele, Dienste, Benutzerbezug und Zeitbedingungen präzise konfigurieren.
  3. Regelreihenfolge, Überschneidungen und unbeabsichtigte Freigaben mit Testfällen prüfen.
  4. Erlaubte und blockierte Verbindungen anhand der Firewall-Protokolle nachvollziehen.

Modul 7: Portweiterleitung und Destination NAT umsetzen

  1. Veröffentlichungsbedarf, interne Ziele, externe Adressen, Ports und Protokolle erfassen.
  2. Portweiterleitungen mit passenden Quellbeschränkungen und Firewall-Beziehungen konfigurieren.
  3. Hairpin-, Mehr-Uplink- und Übersetzungsfälle auf Rückwege und Zustandsbehandlung prüfen.
  4. Veröffentlichungen von externen und internen Testpunkten kontrolliert validieren.

Modul 8: Identitäts-, Rollen- und Dienstemodell planen

  1. Benutzergruppen, Administratorrollen, externe Verzeichnisse und geschützte Dienste erfassen.
  2. Authentifizierungsquellen, Prioritäten, Ausfallverhalten und Namenskonventionen festlegen.
  3. Minimalrechte, Funktionstrennung und Lebenszyklus von Konten definieren.
  4. Nachweisbare Freigabe- und Rezertifizierungsprozesse für Berechtigungen entwerfen.

Modul 9: Zertifikate, Zertifizierungsstellen und Sperrlisten verwalten

  1. Interne oder externe Zertifizierungsstellen, Zertifikatszwecke und Laufzeiten planen.
  2. Zertifikate und Enrollment-Anfragen sicher erzeugen, importieren und zuordnen.
  3. Vertrauenskette, Hostnamen, Schlüsselverwendung und Ablaufdaten kontrollieren.
  4. Sperrung, Erneuerung und Notfalltausch mit nachvollziehbaren Verfahren vorbereiten.

Modul 10: VPN-Architektur und Vertrauensmodell planen

  1. Standorte, mobile Benutzer, Netze, Adressüberschneidungen und Schutzbedarf erfassen.
  2. OpenVPN, IPsec, L2TP und VPN-Portal nach Anwendungsfall und Endgerät abgrenzen.
  3. Authentifizierung, Zertifikate, Verschlüsselung, Routing und Firewall als Gesamtpfad modellieren.
  4. Betriebs-, Support- und Widerrufsprozesse für Zugänge festlegen.

Modul 11: OpenVPN-Remote-Access bereitstellen

  1. Benutzer und Gruppen mit minimalen Zugriffsrechten zuordnen.
  2. Clientpakete sicher bereitstellen und Endgeräte kontrolliert konfigurieren.
  3. Anmeldung, Tunnelaufbau, DNS und Zugriff auf erlaubte Ressourcen prüfen.
  4. Sperrung, Zertifikatswiderruf und verlorene Endgeräte als Notfallfall testen.

Modul 12: IPsec-Site-to-Site konfigurieren

  1. IKE-Version, Authentifizierung, lokale und entfernte Netze sowie Peer-Adressen abstimmen.
  2. Phase-1- und Phase-2-Profile mit sicheren, kompatiblen Parametern einrichten.
  3. NAT-Traversal, Dead Peer Detection und Perfect Forward Secrecy passend konfigurieren.
  4. Aushandlung, Tunnelstatus und bidirektionale Kommunikation mit der Gegenstelle prüfen.

Modul 13: VPN-Routing, Firewall und NAT abstimmen

  1. Tunnelnetze und VPN-Objekte eindeutig in die Kommunikationsmatrix aufnehmen.
  2. VPN-Firewallregeln nach Benutzergruppe, Tunnel oder Gegenstelle konfigurieren.
  3. NAT nur bei begründetem Bedarf einsetzen und Rückwege vollständig prüfen.
  4. Seitwärtsbewegung, unerlaubte Client-Kommunikation und alternative Pfade mit Negativtests ausschließen.

Modul 14: Dashboard und Systemstatus interpretieren

  1. System-, Netzwerk-, Dienst- und VPN-Status regelmäßig nach einer festen Prüfreihenfolge auswerten.
  2. CPU, Arbeitsspeicher, Datenträger, Schnittstellen und Verbindungszahlen gegen Baselines vergleichen.
  3. Warnungen, Ausfälle und ungewöhnliche Zustandswechsel priorisieren.
  4. Beobachtungen mit Zeitstempel und betroffenen Diensten dokumentieren.

Modul 15: Live-Logs und Fachprotokolle gezielt verwenden

  1. Relevante Protokollbereiche für System, Firewall, VPN, Proxy und Sicherheitsdienste auswählen.
  2. Filter nach Zeit, Quelle, Ziel, Dienst, Benutzer und Meldung einsetzen.
  3. Zusammengehörige Ereignisse über mehrere Protokollquellen hinweg korrelieren.
  4. Ergebnisse für Ticket, Änderung oder Vorfall strukturiert sichern.

Modul 16: Manuelle und geplante Sicherungen einrichten

  1. Sicherungsoptionen nach Änderungsfrequenz und Wiederherstellungsbedarf auswählen.
  2. Tägliche, wöchentliche oder monatliche Sicherungspläne mit geeigneter Rotation konfigurieren.
  3. Sicherungen auf zulässige externe Medien oder definierte Übertragungswege auslagern.
  4. Erfolg, Dateigröße, Lesbarkeit und Vollständigkeit automatisiert oder manuell kontrollieren.

Modul 17: Systematische Fehleranalyse vorbereiten

  1. Fehlerbild, Zeitpunkt, betroffene Nutzer, Dienste und letzte Änderungen präzise erfassen.
  2. Hypothesen nach Schichten, Abhängigkeiten und Wahrscheinlichkeit priorisieren.
  3. Messpunkte und Tests so wählen, dass jeweils nur eine Annahme geprüft wird.
  4. Befunde, Änderungen und Ergebnisse fortlaufend dokumentieren.

Modul 18: Grundkonfiguration prüfen und dokumentieren

  1. Erreichbarkeit von Verwaltung, DNS, NTP, Standardgateway und definierten Testzielen kontrollieren.
  2. Zonenübergänge mit Positiv- und Negativtests gegen die geplante Kommunikationsmatrix verifizieren.
  3. Systemstatus, Dienste, Updates, Lizenz und Ereignismeldungen auf Auffälligkeiten prüfen.
  4. Ausgangskonfiguration sichern und eine belastbare Betriebsdokumentation erstellen.

Praxisübungen

  • Erstkonfiguration einer mehrzonigen UTM
  • Aufbau eines restriktiven Regelwerks mit NAT-Veröffentlichung
  • Einrichtung eines Remote-Access- und eines Site-to-Site-VPN
  • Fehleranalyse anhand von Status, Logs und Verbindungspfad
  • Sicherung und technische Abschlussabnahme

Methodik

Fachliche Einordnung, nachvollziehbare Demonstrationen, schrittweise Konfiguration, praktische Übungen am System, Positiv- und Negativtests, strukturierte Fehleranalyse sowie dokumentierte Abnahme der erarbeiteten Konfiguration.

Fachbereichsleitung / Leitung der Trainer / Ansprechpersonen

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Neue Endian-Administratoren, Netzwerkbetrieb, IT-Support und technische Consultants mit kompaktem Qualifizierungsbedarf
Voraussetzungen: Gute Grundlagen zu IPv4, Subnetzen, Routing und Firewallkonzepten; keine vertieften Endian-Vorkenntnisse erforderlich
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Bern 3 Tage
Luzern 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Sankt Gallen 3 Tage
Basel 3 Tage
Winterthur 3 Tage
Zürich 3 Tage
Stream live 3 Tage
Stream gespeichert 3 Tage
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