Seminar eccenca Corporate Memory – Grundlagen und Knowledge-Graph-Konzeption

Seminar / Training

Ein Enterprise Knowledge Graph verbindet Begriffe, Daten und Regeln über Systemgrenzen hinweg. Der Nutzen entsteht jedoch erst durch eine klare fachliche Fragestellung, ein tragfähiges Identitätskonzept und eine kontrollierte Einführung.

Das Seminar vermittelt die Grundlagen von RDF, Vokabularen, Ontologien, Shapes und Grapharchitekturen im Kontext von Corporate Memory. Aus einem Geschäftsszenario wird schrittweise ein umsetzbares Zielbild mit Datenquellen, Rollen und Einführungspfad entwickelt.

Inhaltsübersicht

  1. Seminarziel
  2. Zielgruppe
  3. Voraussetzungen
  4. Seminarinhalte
    1. Schritt 1: Vom Datensilo zum Wissensgraphen
    2. Schritt 2: RDF und Identitäten
    3. Schritt 3: Vokabulare, Ontologien und Shapes
    4. Schritt 4: Corporate-Memory-Bausteine
    5. Schritt 5: Anwendungsfall und Kompetenzfragen
    6. Schritt 6: Zielmodell und Datenquellen
    7. Schritt 7: Rollen, Governance und Einführungspfad
  5. Praxisübungen
  6. Arbeitsweise

Seminarziel

  • Knowledge-Graph-Begriffe und Corporate-Memory-Bausteine sicher einordnen
  • Geschäftsfragen in Klassen, Eigenschaften und Beziehungen übersetzen
  • Identitäten, Namensräume, Provenienz und Qualitätsregeln konzeptionell festlegen
  • einen realistischen Einführungs- und Ausbaupfad für einen ersten Anwendungsfall entwickeln

Zielgruppe

Architekten, Datenverantwortliche, Fachbereichsleiter, Projektleiter, Data Stewards, Knowledge Engineers und technische Entscheider am Beginn einer Knowledge-Graph-Initiative.

Voraussetzungen

Keine produktspezifischen Vorkenntnisse. Erfahrung mit Datenintegration, Informationsarchitektur oder Fachmodellen erleichtert die Übungen.

Seminarinhalte

Schritt 1: Vom Datensilo zum Wissensgraphen

Relationale Tabellen, Dokumente und APIs werden dem Graphmodell gegenübergestellt. Der Schwerpunkt liegt auf fachlicher Verknüpfung, flexibler Erweiterung und der Wiederverwendung gemeinsamer Bedeutungen.

  • Daten, Information und Wissen
  • Knoten, Kanten und Aussagen
  • föderierte und integrierte Sicht

Schritt 2: RDF und Identitäten

Ressourcen, Prädikate und Werte werden als Aussagen modelliert. URI-Strategien und Identitätsregeln verhindern, dass gleiche Objekte mehrfach oder unterschiedliche Objekte fälschlich zusammengeführt werden.

  • Tripel und Graphen
  • URI- und Identifier-Strategie
  • Gleichheit und Referenzierung

Schritt 3: Vokabulare, Ontologien und Shapes

Begriffslisten, formale Modelle und Validierungsregeln werden voneinander abgegrenzt. Für jedes Instrument wird bestimmt, welche fachliche Frage es beantwortet und wer es pflegt.

  • SKOS und kontrollierte Begriffe
  • RDFS und OWL
  • SHACL und Datenverträge

Schritt 4: Corporate-Memory-Bausteine

Build, Explore und Author, Automatisierung, Programmierschnittstellen, Deployment und optionale Analysefunktionen werden in eine Gesamtarchitektur eingeordnet. Die Zuordnung erfolgt nach Nutzerrolle und Prozessphase.

  • Datenintegration und Workflows
  • Recherche und Pflege
  • Betrieb, Automatisierung und Erweiterung

Schritt 5: Anwendungsfall und Kompetenzfragen

Ein Geschäftsziel wird in prüfbare Kompetenzfragen zerlegt. Daraus entstehen benötigte Entitäten, Beziehungen, Datenquellen und Qualitätskriterien.

  • Geschäftsziel und Nutzenhypothese
  • Kompetenzfragen
  • Erfolgskriterien und Messgrößen

Schritt 6: Zielmodell und Datenquellen

Ein erster Modellausschnitt wird mit Klassen, Eigenschaften und Namensräumen entworfen. Quellsysteme werden nach Eignung, Datenqualität, Änderungsfrequenz und Verantwortlichkeit bewertet.

  • Kernklassen und Beziehungen
  • Quellenkatalog
  • Provenienz und Aktualisierung

Schritt 7: Rollen, Governance und Einführungspfad

Verantwortlichkeiten für Modell, Daten, Plattform und Freigabe werden definiert. Ein Pilot wird so zugeschnitten, dass früh nutzbare Ergebnisse entstehen und spätere Erweiterungen nicht blockiert werden.

  • Rollen- und Entscheidungsmodell
  • Pilotumfang und Meilensteine
  • Risiken und Ausbauplanung

Praxisübungen

  1. Formulierung von Kompetenzfragen für einen ausgewählten Unternehmensfall
  2. Entwurf eines fachlichen Mini-Modells mit Identitäts- und Namensraumregeln
  3. Erstellung einer Einführungsroadmap mit Pilot, Rollen und Qualitätskriterien

Arbeitsweise

Die Themen werden in aufeinander aufbauenden Arbeitsschritten vermittelt. Fachliche Einordnung, Demonstration, angeleitete Konfiguration und selbstständige Übungen wechseln sich ab. Jeder größere Arbeitsschritt wird mit einer Prüfung des erzeugten Ergebnisses und einer kurzen technischen Dokumentation abgeschlossen.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, 2. Tag: 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Architekten, Datenverantwortliche, Fachbereichsleiter, Projektleiter, Data Stewards, Knowledge Engineers und technische Entscheider am Beginn einer Knowledge-Graph-Initiative.
Voraussetzungen: Keine produktspezifischen Vorkenntnisse. Erfahrung mit Datenintegration, Informationsarchitektur oder Fachmodellen erleichtert die Übungen.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Sankt Gallen 2 Tage
Basel 2 Tage
Winterthur 2 Tage
Zürich 2 Tage
Stream live 2 Tage
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Luzern 2 Tage
Bern 2 Tage
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
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