Seminar croit Ceph Performanceanalyse und Optimierung

Performanceprobleme entstehen häufig durch das Zusammenspiel von Workload, Datenlayout, Datenträgern, CPU, Netzwerk, Recovery und Clientkonfiguration. Das Seminar ersetzt Einzelparameter-Tuning durch einen messbaren Diagnose- und Änderungsprozess.

Inhaltsübersicht

  1. Seminarprofil
  2. Lernziele
  3. Zielgruppe
  4. Voraussetzungen
  5. Seminarinhalte
  6. Praxisübungen

Seminarprofil

Das Seminar vermittelt eine systematische Performanceanalyse für croit Ceph. Es verbindet Workload- und Baseline-Erfassung mit OSD-, BlueStore-, Netzwerk-, Pool-, Placement-Group- und Datenservice-Metriken. Engpässe werden reproduzierbar lokalisiert, Änderungen kontrolliert getestet und anhand belastbarer Vorher-Nachher-Messungen bewertet.

Lernziele

  • Workloads und Leistungsziele in messbare Testfälle überführen
  • Latenz, IOPS, Durchsatz und Queueing auf Client-, Pool-, OSD- und Hostebene korrelieren
  • BlueStore-, Netzwerk-, PG- und CRUSH-Einflüsse erkennen
  • RBD-, CephFS- und RGW-spezifische Engpässe unterscheiden
  • Optimierungen mit Baseline, Rückfallplan und Abnahme dokumentieren

Zielgruppe

Erfahrene Storage-, Linux- und Performanceadministratoren sowie technische Architekten

Voraussetzungen

Sichere Ceph-Administrationskenntnisse, Linux-Systemanalyse und Grundlagen zu IOPS, Durchsatz, Latenz und Queueing

Seminarinhalte

Schritt 1: Leistungsziel und Workloadprofil

Zunächst werden Blockgröße, Zugriffsmuster, Parallelität, Leseschreibanteil, Objektgröße und gewünschte Antwortzeit festgelegt. Ohne diese Angaben ist eine Performanceaussage fachlich wertlos.

  • IOPS, Durchsatz und Latenz
  • sequentiell, zufällig und gemischt
  • Burst, Dauerlast und Wachstum

Schritt 2: Messdesign und Baseline

Tests werden reproduzierbar, zeitlich begrenzt und getrennt von Recovery oder Wartung durchgeführt. Client- und Clustermesswerte erhalten denselben Zeitbezug.

  • Warm-up, Messdauer und Wiederholung
  • Baseline unter definierter Last
  • Zeitstempel und Änderungskontrolle

Schritt 3: Client- und Datenserviceebene

RBD, CephFS und RGW besitzen unterschiedliche Cache-, Metadaten- und Protokollpfade. Die Analyse beginnt am Client und folgt dem Datenweg in den Cluster.

  • RBD-Features und Queue-Tiefe
  • CephFS-MDS und Metadatenlast
  • RGW, Objektgröße und Parallelität

Schritt 4: Pools, PGs und Datenverteilung

Ungleichmäßige Auslastung, Hotspots und ungeeignete PG-Zahlen werden anhand von Pool- und OSD-Metriken geprüft. CRUSH-Regeln und Geräteklassen werden einbezogen.

  • PG-Verteilung und Autoscaler
  • Balancer und OSD-Auslastung
  • Failure Domain und Geräteklasse

Schritt 5: OSD und BlueStore

Commit- und Apply-Latenzen, Medienverhalten, CPU und BlueStore-DB werden gemeinsam betrachtet. Einzelne langsame OSDs können den gesamten Datenpfad dominieren.

  • OSD-Latenz und Operations
  • HDD, SSD, NVMe und DB/WAL
  • RocksDB, Cache und Medienzustand

Schritt 6: Netzwerk und Hostressourcen

Paketverluste, Retransmits, MTU-Probleme, IRQ-Verteilung, CPU-Engpässe und NUMA-Effekte werden systematisch ausgeschlossen.

  • Bandbreite und Latenz je Pfad
  • Bonding, Switches und Fehlerzähler
  • CPU, Speicher und Interrupts

Schritt 7: Recovery und Hintergrundarbeiten

Recovery, Backfill, Scrubbing und Balancing konkurrieren mit Nutzlast. Prioritäten werden nur nach Messung und mit zeitlicher Begrenzung verändert.

  • Recovery- und Backfill-Last
  • Scrub-Fenster und Balancer
  • Schutz der Redundanz vor Tuningzielen

Schritt 8: Änderungshypothesen testen

Jede Optimierung erhält Ursache, erwarteten Effekt, Messgröße und Rückfallwert. Mehrere Parameter werden nicht gleichzeitig verändert.

  • kontrollierter Einzelparameter-Test
  • Vorher-Nachher-Vergleich
  • Nebenwirkungen und Stabilität

Schritt 9: Abnahme und Kapazitätsgrenze

Die erreichte Leistung wird gegen Zielwert und Reserve geprüft. Neben Spitzenwerten zählen Dauerlast, Fehlertoleranz und Recovery-Verhalten.

  • SLA- und SLO-Abgleich
  • Lasttest mit Ausfall oder Recovery
  • Dokumentation der belastbaren Betriebsgrenze

Praxisübungen

  1. ein Workloadprofil und ein reproduzierbares Messdesign erstellen
  2. einen simulierten Engpass anhand von Client-, OSD- und Netzwerkmetriken lokalisieren
  3. eine Optimierung mit Vorher-Nachher-Messung und Rückfallkriterium durchführen

Seminar und Anbieter vergleichen

Öffentliche Schulung

Diese Seminarform ist auch als Präsenzseminar bekannt und bedeutet, dass Sie in unseren Räumlichkeiten von einem Trainer vor Ort geschult werden. Jeder Teilnehmer hat einen Arbeitsplatz mit virtueller Schulungsumgebung. Öffentliche Seminare werden in deutscher Sprache durchgeführt, die Unterlagen sind teilweise in Englisch.

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Inhausschulung

Diese Seminarform bietet sich für Unternehmen an, welche gleiche mehrere Teilnehmer gleichzeitig schulen möchten. Der Trainer kommt zu Ihnen ins Haus und unterrichtet in Ihren Räumlichkeiten. Diese Seminare können in Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich gebucht werden.

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Webinar

Diese Art der Schulung ist geeignet, wenn Sie die Präsenz eines Trainers nicht benötigen, nicht Reisen können und über das Internet an einer Schulung teilnehmen möchten.

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Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich und Webinar: CHF 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: CHF 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Erfahrene Storage-, Linux- und Performanceadministratoren sowie technische Architekten
Voraussetzungen: Sichere Ceph-Administrationskenntnisse, Linux-Systemanalyse und Grundlagen zu IOPS, Durchsatz, Latenz und Queueing
Standorte: Basel, Bern, Luzern, Sankt Gallen, Winterthur, Zürich
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, angeleitete Konfigurationen und praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Ausführliche deutschsprachige Dokumentation als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter +41 (800) 225127

Seminartermine

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Zürich 3 Tage
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