Seminar croit Ceph Clusterplanung und Hardwaredesign

Ein Ceph-Cluster wird nicht nach Bruttokapazität, sondern nach Workload, Schutzklasse, Wiederherstellungsziel und Wachstum dimensioniert. Das Seminar übersetzt fachliche Anforderungen in Knoten-, Medien-, Netzwerk- und Failure-Domain-Entscheidungen.

Inhaltsübersicht

  1. Seminarprofil
  2. Lernziele
  3. Zielgruppe
  4. Voraussetzungen
  5. Seminarinhalte
  6. Praxisübungen

Seminarprofil

Das Seminar führt von den fachlichen Speicheranforderungen zu einem belastbaren croit Ceph Clusterdesign. Es behandelt Workload-Profile, nutzbare und rohe Kapazität, Replikation und Erasure Coding, Knotenzahl, Failure Domains, HDD- und NVMe-Designs, CPU, RAM, DB/WAL, Netzwerk, Managementknoten und Wachstum.

Lernziele

  • Workloads nach Durchsatz, IOPS, Latenz, Objektgröße und Änderungsrate klassifizieren
  • rohe, nutzbare und reservierte Kapazität nachvollziehbar berechnen
  • Replikation oder Erasure Coding passend zum Einsatzfall auswählen
  • CPU, RAM, Datenträger, DB/WAL und Netzwerk dimensionieren
  • Wachstum, Ausfalltoleranz und Abnahmetests in einem Design dokumentieren

Zielgruppe

Storage-Architekten, Administratoren, technische Projektleiter und Beschaffungsverantwortliche

Voraussetzungen

Grundverständnis von Serverhardware, Netzwerken und Speicher-Workloads; Ceph-Grundlagen sind empfohlen

Seminarinhalte

Schritt 1: Anforderungen und Workload-Profil

Die Planung beginnt mit messbaren Anforderungen statt mit Produktlisten. Datenmenge, Zugriffsmuster, Latenz, Parallelität und Wachstum werden getrennt erhoben.

  • Block-, Datei- und Objekt-Workloads
  • IOPS, Bandbreite und kleine Objekte
  • RPO, RTO und Wartungsfenster

Schritt 2: Kapazitätsmodell

Bruttokapazität wird um Redundanz, Reserven, Full-Schwellen und Wachstumsbedarf bereinigt. Recovery muss auch beim Ausfall einer Failure Domain möglich bleiben.

  • Replikations- und EC-Overhead
  • Betriebsreserve und Headroom
  • Wachstums- und Austauschzyklen

Schritt 3: Knoten und Failure Domains

Knotenzahl und Topologie werden aus Schutzklasse und Wartbarkeit abgeleitet. Host-, Rack- und Standortgrenzen werden in CRUSH abbildbar geplant.

  • Mindestknotenzahlen
  • Host-, Rack- und Raumverteilung
  • MON-, MGR-, MDS- und Gateway-Platzierung

Schritt 4: HDD-, NVMe- und Hybridmodelle

Medien werden nach Latenz, Durchsatz, Kosten und Schreibhaltbarkeit gewählt. Controller, Backplanes und direkte PCIe-Anbindung werden berücksichtigt.

  • HDD-Kapazitätscluster
  • All-NVMe-Cluster
  • HBAs, Power-Loss-Protection und Geräteklassen

Schritt 5: CPU, RAM und DB/WAL

CPU und RAM werden nicht nur pro Host, sondern auch pro OSD und Dienst bewertet. Für HDD-Cluster wird die BlueStore-DB anhand der Änderungsrate dimensioniert.

  • Kernzahl und Taktfrequenz
  • Speicherbedarf von OSD, MDS und RGW
  • DB/WAL-Größe, Partitionierung und Schreiblast

Schritt 6: Netzwerk und Managementknoten

Management-, Client- und Clusterverkehr werden logisch getrennt und redundant ausgelegt. PXE-Anforderungen und Betriebsdaten des Managementknotens fließen ein.

  • Bandbreite, Latenz und Redundanz
  • LACP, VLANs und Routing
  • Managementknoten, Logs, Metriken und Images

Schritt 7: Wachstum und Lebenszyklus

Erweiterungen werden als regelmäßige Designoperation geplant. Generationenwechsel, Mischbetrieb und Ersatzteile erhalten definierte Grenzen.

  • skalierbare Erweiterungseinheiten
  • Rebalancing und Recovery-Fenster
  • Hardwaretausch und Kapazitätsprognose

Schritt 8: Designreview und Abnahme

Das Ergebnis wird als Architekturblatt mit Annahmen, Risiken und Tests dokumentiert. Ein Design gilt erst nach reproduzierbaren Funktions- und Lasttests als belastbar.

  • Stückliste und Topologieskizze
  • Risiko- und Annahmenliste
  • Abnahme-, Performance- und Failover-Tests

Praxisübungen

  1. ein Kapazitätsmodell für Replikation und Erasure Coding berechnen
  2. zwei Hardwarevarianten für unterschiedliche Workloads vergleichen
  3. eine CRUSH- und Netzwerk-Topologie als Designblatt erstellen

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Öffentliche Schulung

Diese Seminarform ist auch als Präsenzseminar bekannt und bedeutet, dass Sie in unseren Räumlichkeiten von einem Trainer vor Ort geschult werden. Jeder Teilnehmer hat einen Arbeitsplatz mit virtueller Schulungsumgebung. Öffentliche Seminare werden in deutscher Sprache durchgeführt, die Unterlagen sind teilweise in Englisch.

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Inhausschulung

Diese Seminarform bietet sich für Unternehmen an, welche gleiche mehrere Teilnehmer gleichzeitig schulen möchten. Der Trainer kommt zu Ihnen ins Haus und unterrichtet in Ihren Räumlichkeiten. Diese Seminare können in Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich gebucht werden.

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Webinar

Diese Art der Schulung ist geeignet, wenn Sie die Präsenz eines Trainers nicht benötigen, nicht Reisen können und über das Internet an einer Schulung teilnehmen möchten.

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Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich und Webinar: CHF 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: CHF 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Storage-Architekten, Administratoren, technische Projektleiter und Beschaffungsverantwortliche
Voraussetzungen: Grundverständnis von Serverhardware, Netzwerken und Speicher-Workloads; Ceph-Grundlagen sind empfohlen
Standorte: Basel, Bern, Luzern, Sankt Gallen, Winterthur, Zürich
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, angeleitete Konfigurationen und praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Ausführliche deutschsprachige Dokumentation als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter +41 (800) 225127

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
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Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
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Basel 2 Tage
Winterthur 2 Tage
Zürich 2 Tage
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