Der kompakte Kurs eignet sich als gemeinsamer Einstieg für gemischte Projekt- und Betriebsteams. Er schafft genügend technische Tiefe für fundierte Entscheidungen, ersetzt aber keine spezialisierte Administrator- oder Entwicklerwoche.
Ein durchgängiger Praxisfall zeigt den Weg von der Anforderung über Plattformaufbau und Betrieb bis zur Einordnung einer eigenen Dogu-Erweiterung.
Inhaltsübersicht
- Zielgruppe
- Lernziele
- Seminarinhalte
- Praxisübungen
- Arbeitsweise
Zielgruppe
Technische Projektleitung, IT-Architektur, Administration, DevOps, Entwicklung, IT-Sicherheit und Produktverantwortung
Lernziele
- Teilnehmende können Architektur und Nutzen der Plattform verständlich einordnen.
- Teilnehmende können Installation und Tagesbetrieb in den wesentlichen Schritten nachvollziehen.
- Teilnehmende können Sicherheits-, Backup- und Monitoringanforderungen erkennen.
- Teilnehmende können passende Vertiefungs- oder Intensivpfade auswählen.
Seminarinhalte
1. Begriffe, Rollen und Einsatzmodelle
Das Cloudogu EcoSystem wird als Betriebsplattform eingeordnet. Dogus, Systemkomponenten, Plattformdienste und angebundene Werkzeuge werden sauber voneinander abgegrenzt.
- Den Begriff Dogu von einem beliebigen Container unterscheiden und die Integrationsmerkmale festhalten.
- Rollen für Plattformbetrieb, Toolverantwortung, Entwicklung, Sicherheit und Fachadministration zuordnen.
- SingleNode-, MultiNode-, Cloud-, On-Premises- und abgeschottete Einsatzmodelle vergleichen.
- Aus den Betriebsanforderungen ein geeignetes Zielbild für die weitere Arbeit ableiten.
2. Aufbau und Eigenschaften eines Dogu
Ein Dogu verbindet eine Anwendung mit den gemeinsamen Diensten der Plattform. Im Mittelpunkt stehen standardisierte Bereitstellung, Konfiguration, Anmeldung und Abhängigkeiten.
- Anwendungscontainer, Metadaten, Persistenz, Konfiguration und Startlogik als Bausteine erfassen.
- Abhängigkeiten zu anderen Dogus und Systemkomponenten nachvollziehen.
- Single Sign-on, Navigation, Reverse Proxy und zentrale Konfiguration als Integrationspunkte einordnen.
- Gesundheitszustand, Version und Lifecycle eines Dogu anhand eines Beispiels bewerten.
3. Architektur und zentrale Plattformkomponenten
Die Architektur wird vom Zugang über gemeinsame Dienste bis zu den Anwendungs-Dogus betrachtet. Abhängigkeiten und Betriebsgrenzen werden als übersichtliches Modell dokumentiert.
- Zugangsweg, Namensauflösung, TLS-Terminierung und Reverse Proxy in das Architekturmodell eintragen.
- CAS, LDAP, Registry, Warp-Menü, Administrationsdienste und Backup-Funktionen zuordnen.
- Persistente Daten, Konfigurationsdaten und Laufzeitdaten getrennt betrachten.
- Fehlerdomänen und kritische Abhängigkeiten für Betrieb und Wiederanlauf kennzeichnen.
4. Anforderungen und Installationsplanung
Eine belastbare Installation beginnt mit einer vollständigen Bestandsaufnahme. Infrastruktur, Netzwerk, Identitäten, Zertifikate und Betriebsprozesse werden vor dem Setup festgelegt.
- CPU, Arbeitsspeicher, Datenträger, Wachstum und Sicherungsbedarf dimensionieren.
- DNS-Namen, Zeitsynchronisation, Proxy-Regeln, Mailversand und notwendige Netzwerkpfade planen.
- Zertifikatsquelle, Administrationskonten, Rollen und Verantwortlichkeiten festlegen.
- Abnahmekriterien, Wartungsfenster, Dokumentationsumfang und Rückfallweg definieren.
5. cesapp sicher und nachvollziehbar einsetzen
Die Kommandozeile bildet den standardisierten Verwaltungsweg für viele Plattformaufgaben. Befehle werden nach Lesen, Prüfen, Ändern und Validieren geordnet.
- Mit
cesapp list,detailundhealthyeinen belastbaren Ausgangszustand aufnehmen. - Remote-Bestand, installierte Versionen und verfügbare Aktualisierungen vergleichen.
- Änderungsbefehle zunächst mit Ziel, Abhängigkeiten und Rückfallweg dokumentieren.
- Nach jeder Änderung Gesundheitszustand, Logs und betroffene Geschäftsprozesse kontrollieren.
6. Upgrades, Wartungsmodus und Rückfallplanung
Upgrades werden als geplante Änderungen behandelt. Vorprüfung, Sicherung, Durchführung und Nachtest bilden eine untrennbare Einheit.
- Verfügbare Updates, Abhängigkeiten, Änderungsumfang und bekannte Risiken bewerten.
- Sicherung, Wartungsfenster, Kommunikationsweg und Abbruchkriterien vorbereiten.
- Upgrade ausführen und Fortschritt sowie Meldungen lückenlos beobachten.
- Funktionstest durchführen und bei Grenzwertverletzung den vorbereiteten Rückfallweg einsetzen.
7. Sicherungsumfang, Ziele und Richtlinien
Ein Plattformbackup umfasst mehr als Anwendungsdateien. Dogu-Daten, Metadaten, Instanzkonfiguration und Registry-Inhalte werden gemeinsam betrachtet.
- Schutzbedarf, Wiederanlaufzeit und maximal tolerierbaren Datenverlust festlegen.
- Zu sichernde Datenbereiche und ausgeschlossene temporäre Daten dokumentieren.
- Externes Sicherungsziel, Verschlüsselung, Aufbewahrung und Löschfristen bestimmen.
- Sicherungsrichtlinie mit Zeitplan, Verantwortlichkeit und Prüfverfahren freigeben.
8. Schutzbedarf, Bedrohungen und Sicherheitszonen
Sicherheit wird von Daten und Geschäftsprozessen aus geplant. Plattformdienste, Dogus und Verwaltungszugänge erhalten getrennte Schutzmaßnahmen.
- Datenarten, Kritikalität, regulatorische Vorgaben und Angreifermodelle erfassen.
- Vertrauensgrenzen zwischen Nutzenden, Administration, Dogus und Infrastruktur markieren.
- Schutzmaßnahmen für Identitäten, Netzwerk, Daten, Updates und Protokolle zuordnen.
- Restrisiken, Verantwortliche und Prüffrequenzen in einem Sicherheitskonzept festhalten.
9. Monitoringmodell und relevante Signale
Technische Messwerte werden mit Nutzerwirkung und Geschäftsprozessen verknüpft. Nicht jede Warnung ist ein Vorfall, aber jede kritische Wirkung benötigt ein Signal.
- Erreichbarkeit, Gesundheit, Ressourcen, Persistenz und Integrationen als Signalgruppen definieren.
- Grenzwerte aus Normalbetrieb und Kapazitätsplanung ableiten.
- Warnung, Alarm, Ticket und Eskalation voneinander abgrenzen.
- Dashboards und Prüfintervalle den verantwortlichen Rollen zuordnen.
10. Dogu-Auswahl und Toolchain-Architektur
Dogus werden zu einer integrierten Toolchain kombiniert. Funktionsüberschneidungen und unnötige Abhängigkeiten werden bewusst vermieden.
- Für jede Prozessphase benötigte Funktionen und Datenobjekte zuordnen.
- Passende Dogus für Projektmanagement, Quellcode, CI, Analyse, Artefakte und Wissen auswählen.
- Übergaben, Single Sign-on, Navigation und technische Integrationen im Zielbild eintragen.
- Minimalen Startumfang und spätere Ausbaustufen versioniert festlegen.
11. Dockerfile, startup.sh, dogu.json und Ressourcen
Die Kernartefakte eines Dogu werden mit eindeutigen Verantwortlichkeiten aufgebaut. Einmalige Build-Schritte und wiederkehrende Startlogik bleiben getrennt.
- Dockerfile für Basisimage, Pakete, Anwendung und unveränderliche Ressourcen erstellen.
- startup.sh für Konfiguration, Migration, Rechteprüfung und Anwendungsstart strukturieren.
- dogu.json als zentrale Metadaten- und Integrationsbeschreibung anlegen.
- Zusätzliche Ressourcen versionieren und mit minimalen Rechten in das Image übernehmen.
12. Durchgängiger Praxisfall
Ein zusammenhängender Fall verbindet Planung, Installation, Administration und Fehlerbehebung. Entscheidungen werden nicht nur ausgeführt, sondern begründet.
- Anforderungen einer Beispielorganisation aufnehmen und ein Zielbild erstellen.
- Passendes Tool-Set und Betriebsmodell auswählen sowie Risiken dokumentieren.
- Repräsentative Installation oder Änderung durchführen und mit Prüfpunkten abnehmen.
- Eingebaute Störung analysieren, beheben und in eine Betriebsmaßnahme übersetzen.
Praxisübungen
- Architektur- und Rollenmodell für eine Beispielorganisation
- Zustandsaufnahme und kontrollierte Änderung an einer Beispielinstanz
- Entwurf einer Sicherungs- und Sicherheitscheckliste
- Skizze eines eigenen Dogu mit zentralen Integrationspunkten
Arbeitsweise
Fachimpulse, Demonstrationen und ein fortlaufender Praxisfall sorgen für einen kompakten, aber technisch belastbaren Überblick.
Fachbereichsleitung und Ansprechpersonen
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Technische Projektleitung, IT-Architektur, Administration, DevOps, Entwicklung, IT-Sicherheit und Produktverantwortung |
| Voraussetzungen: | Allgemeine Kenntnisse in Linux, Webanwendungen, Containern und Software-Lifecycle |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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