Performanceprobleme lassen sich nicht durch pauschale Tuninglisten lösen. Benötigt werden ein messbares Ziel, ein realistisches Lastszenario und ein eindeutiger Nachweis, welcher Teil des Systems die Grenze verursacht.
Das Seminar beginnt mit einer reproduzierbaren Ausgangsmessung. Anschließend werden Webschicht, Serialisierung, GORM, Datenbank und Cache einzeln untersucht und jede Änderung gegen die Baseline verglichen.
Inhaltsverzeichnis
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Lernziele
- Modul 1: Messmethodik und reproduzierbare Lastszenarien
- Modul 2: Health, Metriken und technische Beobachtbarkeit
- Modul 3: Webschicht, Serialisierung und Thread-Nutzung optimieren
- Modul 4: Datenbank- und GORM-Performance
- Modul 5: Caching mit klarer Gültigkeit und Invalidierung
- Modul 6: Laufzeitkonfiguration und Ressourcensteuerung
- Modul 7: Testarchitektur, Testdaten und CI-Integration
- Praxisprojekt und Übungen
- Arbeitsweise
Zielgruppe
Erfahrene Grails-Entwickler, Performance Engineers, DevOps-Fachkräfte, Administratoren und technische Anwendungsbetreuer.
Voraussetzungen
Praktische Grails- oder Spring-Boot-Erfahrung, GORM- und SQL-Grundkenntnisse sowie Verständnis von JVM, HTTP und Metriken.
Lernziele
- Messbare Leistungsziele und reproduzierbare Lastszenarien definieren.
- Metriken, Logs und Profilingdaten zu einem Engpassbild verbinden.
- Web-, Serialisierungs- und Threadprobleme eingrenzen.
- GORM- und Datenbankzugriffe gezielt optimieren.
- Caching kontrolliert einsetzen und Verbesserungen regressionssicher nachweisen.
Modul 1: Messmethodik und reproduzierbare Lastszenarien
Optimierungen beginnen mit einer belastbaren Ausgangsmessung und einem klaren Engpassnachweis.
- Schritt 1: Antwortzeit-, Durchsatz- und Ressourcenziele festlegen.
- Schritt 2: Realistische Datenmengen und Benutzerabläufe modellieren.
- Schritt 3: Warm-up, Messfenster und Vergleichsbedingungen vereinheitlichen.
- Schritt 4: Messdaten so dokumentieren, dass Verbesserungen objektiv nachweisbar sind.
Modul 2: Health, Metriken und technische Beobachtbarkeit
Betriebszustand und Leistung werden über definierte Signale statt über Vermutungen bewertet.
- Schritt 1: Health- und Readiness-Informationen fachlich sinnvoll zusammenstellen.
- Schritt 2: Metriken für HTTP, JVM, Datenbankpool und Geschäftsprozesse erfassen.
- Schritt 3: Logs, Metriken und Traces über Korrelationsdaten verbinden.
- Schritt 4: Warnschwellen und Dashboards aus Servicezielen ableiten.
Modul 3: Webschicht, Serialisierung und Thread-Nutzung optimieren
Controller und Antworterzeugung werden auf unnötige Arbeit, Blockierungen und große Datenmengen geprüft.
- Schritt 1: Langsame Endpunkte mit Timings und Profiling eingrenzen.
- Schritt 2: Datenbindung und Serialisierung auf notwendige Felder beschränken.
- Schritt 3: Große Antworten paginieren und Streaming nur gezielt einsetzen.
- Schritt 4: Blockierende externe Aufrufe und Threadpool-Auslastung kontrollieren.
Modul 4: Datenbank- und GORM-Performance
Persistenzzugriffe werden anhand realer Abfragen, Ausführungspläne und Objektmengen optimiert.
- Schritt 1: Langsame und häufige Abfragen aus Logs und Metriken identifizieren.
- Schritt 2: N-plus-eins-Probleme, unnötige Joins und Volltabellenzugriffe beheben.
- Schritt 3: Indizes und Projektionen passend zu Zugriffsmustern auswählen.
- Schritt 4: Poolgrößen, Transaktionsdauer und Sperrkonflikte überwachen.
Modul 5: Caching mit klarer Gültigkeit und Invalidierung
Caches werden nur dort eingesetzt, wo Lebensdauer, Schlüssel und Invalidierung fachlich beherrschbar sind.
- Schritt 1: Geeignete Daten und erwarteten Nutzen bestimmen.
- Schritt 2: Cache-Schlüssel und Gültigkeitsdauer eindeutig definieren.
- Schritt 3: Invalidierung bei Änderungen und Fehlerfällen implementieren.
- Schritt 4: Trefferquote, Speicherverbrauch und veraltete Daten überwachen.
Modul 6: Laufzeitkonfiguration und Ressourcensteuerung
JVM und Container werden gemeinsam auf Speichergrenzen, Startverhalten und sauberes Beenden abgestimmt.
- Schritt 1: Heap, Metaspace und Container-Grenzen konsistent konfigurieren.
- Schritt 2: Graceful Shutdown und maximale Beendigungszeit prüfen.
- Schritt 3: Temporäre Dateien, Schreibpfade und Zeitzone kontrollieren.
- Schritt 4: Fehlstarts und Ressourcenengpässe mit reproduzierbaren Tests untersuchen.
Modul 7: Testarchitektur, Testdaten und CI-Integration
Die Testpyramide wird an Risiko, Laufzeit und Wartungskosten des Projekts ausgerichtet.
- Schritt 1: Testarten und Verantwortlichkeiten im Team festlegen.
- Schritt 2: Builder, Fixtures und definierte Datenzustände erstellen.
- Schritt 3: Parallelisierung und reproduzierbare Infrastruktur vorbereiten.
- Schritt 4: Qualitätsgrenzen und Berichte in die Build-Pipeline integrieren.
Praxisprojekt und Übungen
Eine vorbereitete Anwendung wird unter definierter Last gemessen. Ein Web- und ein Datenbankengpass werden getrennt analysiert, behoben und gegen die ursprüngliche Baseline verglichen.
Arbeitsweise
Kurze fachliche Einführungen wechseln mit Demonstrationen, angeleiteten Implementierungsschritten, selbstständigen Übungen und gemeinsamer Auswertung. Entscheidungen werden im Code, in Tests und in einer knappen technischen Dokumentation nachvollziehbar festgehalten.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Erfahrene Grails-Entwickler, Performance Engineers, DevOps-Fachkräfte, Administratoren und technische Anwendungsbetreuer. |
| Voraussetzungen: | Praktische Grails- oder Spring-Boot-Erfahrung, GORM- und SQL-Grundkenntnisse sowie Verständnis von JVM, HTTP und Metriken. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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