Seminar Apache Grails Fehleranalyse und Troubleshooting

Unsystematische Änderungen verlängern Störungen und erzeugen neue Risiken. Eine belastbare Fehleranalyse trennt Symptom, Hypothese, Messung, Ursache und Korrektur konsequent voneinander.

Das Seminar arbeitet mit absichtlich gestörten Anwendungen. Die Teilnehmenden sichern Belege, grenzen Ursachen ein und erstellen für jede Korrektur einen Regressionsnachweis sowie eine Präventionsmaßnahme.

Inhaltsverzeichnis

  1. Zielgruppe
  2. Voraussetzungen
  3. Lernziele
  4. Modul 1: Systematische Fehleranalyse
  5. Modul 2: Logging, Fehlerprotokolle und Nachvollziehbarkeit
  6. Modul 3: Start-, Build- und Konfigurationsfehler
  7. Modul 4: Datenbank- und GORM-Performance
  8. Modul 5: Laufzeit-, Speicher- und Nebenläufigkeitsfehler
  9. Modul 6: Health, Metriken und technische Beobachtbarkeit
  10. Modul 7: Testarchitektur, Testdaten und CI-Integration
  11. Praxisprojekt und Übungen
  12. Arbeitsweise

Zielgruppe

Grails-Entwickler, technische Anwendungsbetreuer, Administratoren, DevOps-Fachkräfte und Support-Teams.

Voraussetzungen

Praktische Grails- oder Spring-Boot-Erfahrung, Grundkenntnisse von Gradle, Logging, relationalen Datenbanken und JVM-Betrieb.

Lernziele

  • Störungen mit einer wiederholbaren Diagnosemethode bearbeiten.
  • Build-, Start-, Konfigurations- und Laufzeitfehler voneinander trennen.
  • Logs, Thread Dumps, Heap- und Pooldaten zielgerichtet auswerten.
  • GORM- und Datenbankprobleme mit belastbaren Messungen eingrenzen.
  • Korrekturen durch Regressionstests und Betriebsmaßnahmen absichern.

Modul 1: Systematische Fehleranalyse

Störungen werden reproduziert, eingegrenzt und mit Belegen statt mit zufälligen Änderungen bearbeitet.

  1. Schritt 1: Symptom, Zeitpunkt, betroffene Nutzer und letzte Änderungen erfassen.
  2. Schritt 2: Minimalen reproduzierbaren Fall und Vergleichsumgebung herstellen.
  3. Schritt 3: Hypothesen priorisieren und jeweils mit einer Messung prüfen.
  4. Schritt 4: Ursache, Korrektur und Präventionsmaßnahme getrennt dokumentieren.

Modul 2: Logging, Fehlerprotokolle und Nachvollziehbarkeit

Protokolle werden so gestaltet, dass sie bei Fehleranalyse helfen, ohne sensible Daten oder unnötiges Rauschen zu erzeugen.

  1. Schritt 1: Logger-Kategorien und Log-Level für Anwendung und Framework definieren.
  2. Schritt 2: Korrelationskennungen über Controller, Service und externe Aufrufe weitergeben.
  3. Schritt 3: Stacktraces und Request-Parameter kontrolliert behandeln.
  4. Schritt 4: Strukturierte Ereignisse für zentrale Auswertung vorbereiten.

Modul 3: Start-, Build- und Konfigurationsfehler

Fehler vor dem ersten Request werden anhand von Abhängigkeitsgraph, Bean-Lebenszyklus und Konfigurationsauflösung untersucht.

  1. Schritt 1: Build- und Laufzeitfehler sauber voneinander trennen.
  2. Schritt 2: Classpath, Plugin-Kompatibilität und Gradle-Konflikte analysieren.
  3. Schritt 3: Fehlende Beans, Zyklen und Initialisierungsreihenfolgen untersuchen.
  4. Schritt 4: Konfigurationsprioritäten und ungültige Werte sichtbar machen.

Modul 4: Datenbank- und GORM-Performance

Persistenzzugriffe werden anhand realer Abfragen, Ausführungspläne und Objektmengen optimiert.

  1. Schritt 1: Langsame und häufige Abfragen aus Logs und Metriken identifizieren.
  2. Schritt 2: N-plus-eins-Probleme, unnötige Joins und Volltabellenzugriffe beheben.
  3. Schritt 3: Indizes und Projektionen passend zu Zugriffsmustern auswählen.
  4. Schritt 4: Poolgrößen, Transaktionsdauer und Sperrkonflikte überwachen.

Modul 5: Laufzeit-, Speicher- und Nebenläufigkeitsfehler

Fehler unter Last werden mit Thread-, Heap- und Verbindungsdaten eingegrenzt.

  1. Schritt 1: Thread Dumps und blockierte Aufrufe auswerten.
  2. Schritt 2: Heap-Verbrauch, Leaks und übermäßige Objektmengen untersuchen.
  3. Schritt 3: Datenbankpool, Timeouts und externe Abhängigkeiten korrelieren.
  4. Schritt 4: Behebung mit einem gezielten Regressions- oder Lasttest absichern.

Modul 6: Health, Metriken und technische Beobachtbarkeit

Betriebszustand und Leistung werden über definierte Signale statt über Vermutungen bewertet.

  1. Schritt 1: Health- und Readiness-Informationen fachlich sinnvoll zusammenstellen.
  2. Schritt 2: Metriken für HTTP, JVM, Datenbankpool und Geschäftsprozesse erfassen.
  3. Schritt 3: Logs, Metriken und Traces über Korrelationsdaten verbinden.
  4. Schritt 4: Warnschwellen und Dashboards aus Servicezielen ableiten.

Modul 7: Testarchitektur, Testdaten und CI-Integration

Die Testpyramide wird an Risiko, Laufzeit und Wartungskosten des Projekts ausgerichtet.

  1. Schritt 1: Testarten und Verantwortlichkeiten im Team festlegen.
  2. Schritt 2: Builder, Fixtures und definierte Datenzustände erstellen.
  3. Schritt 3: Parallelisierung und reproduzierbare Infrastruktur vorbereiten.
  4. Schritt 4: Qualitätsgrenzen und Berichte in die Build-Pipeline integrieren.

Praxisprojekt und Übungen

Mehrere Fehlerbilder werden nacheinander diagnostiziert: ein Gradle-Konflikt, eine fehlerhafte Bean-Konfiguration, eine langsame GORM-Abfrage und ein Ressourcenengpass. Für jeden Fall entsteht ein kurzes Incident-Protokoll.

Arbeitsweise

Kurze fachliche Einführungen wechseln mit Demonstrationen, angeleiteten Implementierungsschritten, selbstständigen Übungen und gemeinsamer Auswertung. Entscheidungen werden im Code, in Tests und in einer knappen technischen Dokumentation nachvollziehbar festgehalten.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Grails-Entwickler, technische Anwendungsbetreuer, Administratoren, DevOps-Fachkräfte und Support-Teams.
Voraussetzungen: Praktische Grails- oder Spring-Boot-Erfahrung, Grundkenntnisse von Gradle, Logging, relationalen Datenbanken und JVM-Betrieb.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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