Seminar Apache Grails Administration und Konfiguration

Produktive Grails-Anwendungen benötigen mehr als einen erfolgreichen Start auf dem Entwicklerrechner. Konfigurationsquellen, Umgebungswerte, Secrets, Protokollierung und administrative Eingriffe müssen nachvollziehbar geregelt sein.

Das Seminar baut eine betriebsfähige Referenzkonfiguration auf. Jede Einstellung wird daraufhin geprüft, wem sie gehört, wie sie validiert wird und wie sich eine fehlerhafte Änderung sicher erkennen und zurücknehmen lässt.

Inhaltsverzeichnis

  1. Zielgruppe
  2. Voraussetzungen
  3. Lernziele
  4. Modul 1: Framework, Laufzeit und Projektökosystem einordnen
  5. Modul 2: Konfigurationsmodell und Umgebungen
  6. Modul 3: Externe Konfiguration und Secret-Management
  7. Modul 4: Logging, Fehlerprotokolle und Nachvollziehbarkeit
  8. Modul 5: Laufzeitparameter, Wartung und administrative Funktionen
  9. Modul 6: Health, Metriken und technische Beobachtbarkeit
  10. Praxisprojekt und Übungen
  11. Arbeitsweise

Zielgruppe

Administratoren, DevOps-Fachkräfte, Entwickler mit Betriebsverantwortung und technische Anwendungsbetreuer.

Voraussetzungen

Grundkenntnisse in Java oder Groovy, Erfahrung mit Webanwendungen sowie grundlegende Kenntnisse von Linux- oder Windows-Diensten.

Lernziele

  • Konfiguration nach Umgebung, Sensitivität und Verantwortlichkeit strukturieren.
  • Externe Werte und Secrets kontrolliert in die Anwendung einbringen.
  • Logging und Diagnoseinformationen für Störungen nutzbar machen.
  • Healthchecks und administrative Funktionen sicher bereitstellen.
  • Start-, Wartungs- und Störungsabläufe als Betriebsstandard dokumentieren.

Modul 1: Framework, Laufzeit und Projektökosystem einordnen

Das Zusammenspiel von Apache Grails, Groovy, Spring Boot, Gradle, GORM und den zentralen Grails-Plugins wird als technische Gesamtarchitektur betrachtet.

  1. Schritt 1: Die Aufgaben von Framework, Laufzeit, Buildsystem und Persistenzschicht voneinander abgrenzen.
  2. Schritt 2: Anwendungsprofile, Konventionen und Erweiterungspunkte einer Grails-Anwendung zuordnen.
  3. Schritt 3: Die Abhängigkeiten zwischen Java-Version, Grails-Version, Groovy, Spring Boot und GORM erfassen.
  4. Schritt 4: Für ein Beispielprojekt eine belastbare Technologie- und Versionsmatrix erstellen.

Modul 2: Konfigurationsmodell und Umgebungen

Konfiguration wird nach Umgebung, Verantwortlichkeit und Sensitivität strukturiert.

  1. Schritt 1: application.yml und programmatische Konfiguration sinnvoll aufteilen.
  2. Schritt 2: Umgebungsabhängige Werte ohne Codeverzweigungen bereitstellen.
  3. Schritt 3: Typen, Standardwerte und Validierung für Konfigurationswerte festlegen.
  4. Schritt 4: Fehlende oder widersprüchliche Werte beim Start früh erkennen.

Modul 3: Externe Konfiguration und Secret-Management

Betriebswerte werden außerhalb des Anwendungsartefakts verwaltet und kontrolliert in die Laufzeit eingebracht.

  1. Schritt 1: Konfigurationsquellen und Prioritäten nachvollziehen.
  2. Schritt 2: Dateien, Umgebungsvariablen und Plattform-Secrets geeignet kombinieren.
  3. Schritt 3: Sensible Werte in Logs, Fehlerausgaben und Diagnosen maskieren.
  4. Schritt 4: Konfigurationsänderungen versionieren, freigeben und rückgängig machen.

Modul 4: Logging, Fehlerprotokolle und Nachvollziehbarkeit

Protokolle werden so gestaltet, dass sie bei Fehleranalyse helfen, ohne sensible Daten oder unnötiges Rauschen zu erzeugen.

  1. Schritt 1: Logger-Kategorien und Log-Level für Anwendung und Framework definieren.
  2. Schritt 2: Korrelationskennungen über Controller, Service und externe Aufrufe weitergeben.
  3. Schritt 3: Stacktraces und Request-Parameter kontrolliert behandeln.
  4. Schritt 4: Strukturierte Ereignisse für zentrale Auswertung vorbereiten.

Modul 5: Laufzeitparameter, Wartung und administrative Funktionen

Wiederkehrende Betriebsaufgaben werden kontrolliert, protokolliert und möglichst automatisiert ausgeführt.

  1. Schritt 1: Health-, Readiness- und Informationsendpunkte festlegen.
  2. Schritt 2: Administrative Befehle und Wartungsjobs von Benutzerfunktionen trennen.
  3. Schritt 3: Cache-Leerung, Jobsteuerung und Diagnosezugriffe absichern.
  4. Schritt 4: Betriebsanweisungen für Start, Stopp, Wartung und Störung erstellen.

Modul 6: Health, Metriken und technische Beobachtbarkeit

Betriebszustand und Leistung werden über definierte Signale statt über Vermutungen bewertet.

  1. Schritt 1: Health- und Readiness-Informationen fachlich sinnvoll zusammenstellen.
  2. Schritt 2: Metriken für HTTP, JVM, Datenbankpool und Geschäftsprozesse erfassen.
  3. Schritt 3: Logs, Metriken und Traces über Korrelationsdaten verbinden.
  4. Schritt 4: Warnschwellen und Dashboards aus Servicezielen ableiten.

Praxisprojekt und Übungen

Eine vorbereitete Anwendung wird für Entwicklung, Test und Produktion konfiguriert. Zum Abschluss entstehen ein geprüftes Konfigurationsschema, ein Diagnoseprofil und eine kurze Betriebsanweisung für Start, Wartung und Störung.

Arbeitsweise

Kurze fachliche Einführungen wechseln mit Demonstrationen, angeleiteten Implementierungsschritten, selbstständigen Übungen und gemeinsamer Auswertung. Entscheidungen werden im Code, in Tests und in einer knappen technischen Dokumentation nachvollziehbar festgehalten.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Administratoren, DevOps-Fachkräfte, Entwickler mit Betriebsverantwortung und technische Anwendungsbetreuer.
Voraussetzungen: Grundkenntnisse in Java oder Groovy, Erfahrung mit Webanwendungen sowie grundlegende Kenntnisse von Linux- oder Windows-Diensten.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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