Seminar AnyDesk Ultimate On-Premises – Konfigurationsschlüssel, Richtlinien und zentrale Client-Steuerung

Seminar / Training

Das Seminar übersetzt technische und organisatorische Vorgaben in versionierte AnyDesk-Clientrichtlinien.

Behandelt werden Build-Einstellungen, Advanced Options, Defaults und Overrides, Oberfläche, Funktionen, Permission Profiles, Netzwerk und Proxy, Anzeige, Audio, Datei, Aufzeichnung sowie die Verteilung über Gruppenrichtlinien und MDM.

Inhaltsverzeichnis

  1. Einordnung und Lernziele
  2. Zielgruppe und Voraussetzungen
  3. Konfigurationsquellen und Prioritäten ordnen
  4. Oberflächen- und Funktionsrichtlinien definieren
  5. Berechtigungen und Sicherheitsgrundlage konfigurieren
  6. Verbindungs-, Proxy- und Netzwerkrichtlinien setzen
  7. Anzeige, Audio, Datei und Aufzeichnung steuern
  8. Erweiterte Konfigurationsschlüssel einsetzen
  9. Richtlinien über Build, GPO und MDM verteilen
  10. Konfiguration testen und revisionsfähig versionieren
  11. Praxisübungen und Checklisten

Einordnung und Lernziele

Die Inhalte werden an einer kontrollierten Labor- oder Demonstrationsumgebung nachvollzogen. Version, Plattform und freigeschalteter Ultimate-Umfang werden vor produktiven Änderungen geprüft.

  • Konfigurationsquellen und Überschreibungsprioritäten eindeutig ordnen.
  • Sicherheits- und Funktionsvorgaben in passende Schlüssel und Profile übertragen.
  • Lokale Änderbarkeit gezielt erlauben oder durch Overrides verhindern.
  • Richtlinien plattformgerecht über Build, GPO und MDM verteilen.
  • Wirksame Werte automatisiert oder mit reproduzierbaren Testfällen nachweisen.

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: Client Engineering, Endpoint Management, Gruppenrichtlinien- und MDM-Administration, Informationssicherheit und Anwendungsadministration.

Voraussetzungen: Grundkenntnisse von AnyDesk-Custom-Clients sowie praktische Erfahrung mit mindestens einem zentralen Client-Management-Verfahren.

Seminarinhalte

1. Konfigurationsquellen und Prioritäten ordnen

  1. Schritt 1: Build-Einstellungen, Advanced Options, lokale Einstellungen, Gruppenrichtlinien und MDM-Profile als mögliche Quellen erfassen.
  2. Schritt 2: Priorität und Überschreibungsverhalten von Defaults, Overrides und lokal änderbaren Werten bestimmen.
  3. Schritt 3: Widersprüchliche Quellen vermeiden und pro Plattform eine führende Konfiguration festlegen.
  4. Schritt 4: Sollwerte mit Besitzer, Version, Gültigkeitsbereich und Begründung dokumentieren.
  5. Schritt 5: Tatsächlich wirksame Werte auf einem Referenzgerät kontrollieren.

2. Oberflächen- und Funktionsrichtlinien definieren

  1. Schritt 1: Benötigte Funktionen je Clientrolle festlegen und unnötige Menüs oder Einstellungen deaktivieren.
  2. Schritt 2: Sprache, Anzeigename, Einladungen, Adressbuch, Chat und sichtbare Bedienelemente standardisieren.
  3. Schritt 3: Verbindungsinitiierung und Annahme je Build gezielt erlauben oder sperren.
  4. Schritt 4: Benutzeränderungen nur dort zulassen, wo sie den Sicherheitsstandard nicht unterlaufen.
  5. Schritt 5: Konfiguration mit Anwender- und Supporttests auf Verständlichkeit prüfen.

3. Berechtigungen und Sicherheitsgrundlage konfigurieren

  1. Schritt 1: Permission Profiles für getrennte Supportfälle erstellen und nur benötigte Funktionen freigeben.
  2. Schritt 2: Tastatur, Maus, Zwischenablage, Dateiübertragung, Audio, Druck, Neustart und Systeminformationen nach Schutzbedarf steuern.
  3. Schritt 3: Access Control List, unbeaufsichtigten Zugriff, 2FA und Sitzungsbestätigung in ein konsistentes Zugriffsmodell einordnen.
  4. Schritt 4: Einstellungen durch Overrides oder verwaltete Richtlinien gegen lokale Abschwächung schützen.
  5. Schritt 5: Konfiguration mit einem Berechtigungstest aus Sicht erlaubter und unerlaubter Gegenstellen prüfen.

4. Verbindungs-, Proxy- und Netzwerkrichtlinien setzen

  1. Schritt 1: Direkte Verbindungen, Listener-Port, Proxy-Modus und Authentisierung nach Netzsegment und Clientrolle definieren.
  2. Schritt 2: On-Premises-Boot-Adressen und CA-Zertifikate unveränderbar hinterlegen.
  3. Schritt 3: Eingehende und ausgehende Sitzungslimits entsprechend Einsatzfall setzen.
  4. Schritt 4: Discovery-Funktion und lokale Sichtbarkeit nach Sicherheitsanforderung aktivieren oder deaktivieren.
  5. Schritt 5: Fehlkonfiguration mit kontrollierten Negativtests erkennen.

5. Anzeige, Audio, Datei und Aufzeichnung steuern

  1. Schritt 1: Qualitätsprofil, Cursorverhalten und Mehrschirmfunktionen auf Performance und Supportbedarf abstimmen.
  2. Schritt 2: Audioübertragung und Wiedergabe je Clientrolle bewusst freigeben.
  3. Schritt 3: Dateiübertragung, Zwischenablage, Druck und Aufzeichnung nach Schutzbedarf beschränken.
  4. Schritt 4: Automatische Aufzeichnung, Speicherpfad und Wiedergaberechte mit Datenschutzvorgaben verbinden.
  5. Schritt 5: Wirksame Einstellungen in typischen Sitzungen praktisch nachweisen.

6. Erweiterte Konfigurationsschlüssel einsetzen

  1. Schritt 1: Benötigte Schlüssel zunächst nach Funktionsgruppe, Plattform und unterstützter Clientversion inventarisieren.
  2. Schritt 2: Standardwerte und erzwungene Overrides bewusst trennen, damit lokale Änderungen nur dort möglich bleiben, wo sie vorgesehen sind.
  3. Schritt 3: UI-, Verbindungs-, Proxy-, Datenschutz-, Aufzeichnungs-, Audio-, Anzeige-, Dateiübertragungs-, VPN- und Wake-on-LAN-Einstellungen gezielt konfigurieren.
  4. Schritt 4: Schlüssel in versionierter Form mit Zweck, Sollwert, Gültigkeitsbereich und Testfall dokumentieren.
  5. Schritt 5: Unbekannte oder veraltete Schlüssel nicht ungeprüft übernehmen, sondern in einem Pilot-Build validieren.

7. Richtlinien über Build, GPO und MDM verteilen

  1. Schritt 1: Je Plattform bestimmen, welche Werte beim Build erzeugt und welche nachträglich zentral verwaltet werden.
  2. Schritt 2: Gruppenrichtlinien für Windows und Konfigurationsprofile für Apple- sowie mobile Plattformen sauber versionieren.
  3. Schritt 3: Defaults und Overrides passend zur gewünschten Änderbarkeit einsetzen.
  4. Schritt 4: Zielgruppen, Zuweisungsfilter und Rolloutringe dokumentieren.
  5. Schritt 5: Richtlinienänderung, Rücknahme und Konfliktbehandlung in einer Pilotgruppe testen.

8. Konfiguration testen und revisionsfähig versionieren

  1. Schritt 1: Für jeden sicherheits- oder betriebsrelevanten Schlüssel einen Sollwert und mindestens einen Testfall definieren.
  2. Schritt 2: Referenzgeräte je Plattform und Clientrolle mit automatisierter oder dokumentierter Prüfung verwenden.
  3. Schritt 3: Änderungen über Versionskontrolle, Review und Freigabe nachvollziehbar machen.
  4. Schritt 4: Alte Schlüssel, nicht mehr unterstützte Werte und Doppelkonfigurationen regelmäßig bereinigen.
  5. Schritt 5: Produktionsfreigabe erst nach Funktions-, Sicherheits- und Rückfalltest erteilen.

Praxisübungen und Checklisten

  • Aufbau eines versionierten Richtlinienkatalogs mit Defaults und Overrides.
  • Konfiguration eines restriktiven Zielsystem-Clients und eines Support-Clients.
  • Verteilung ausgewählter Werte über Gruppenrichtlinie oder MDM-Profil.
  • Durchführung von Wirksamkeits-, Konflikt-, Negativ- und Rückfalltests.

Zu den Übungen gehören dokumentierte Sollwerte, Prüfschritte, Negativtests und Rückfallpunkte. Verwendet werden neutrale Beispielwerte; produktive Kennwörter, Schlüssel und personenbezogene Daten werden nicht in die Seminarunterlagen übernommen.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Client Engineering, Endpoint Management, Gruppenrichtlinien- und MDM-Administration, Informationssicherheit und Anwendungsadministration.
Voraussetzungen: Grundkenntnisse von AnyDesk-Custom-Clients sowie praktische Erfahrung mit mindestens einem zentralen Client-Management-Verfahren.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, angeleitete Konfiguration, praktische Übungen und dokumentierte Prüfungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
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Bern 2 Tage
Luzern 2 Tage
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