Seminar / Training
Das Intensivseminar bündelt Enterprise-Rollout, plattformübergreifenden Clientbetrieb, Supportprozesse, Zugriff, API-Integration, Governance und Produktionsübergabe.
MSI, PKG, CLI, Gruppenrichtlinien und MDM werden mit Windows, macOS, Linux und Mobile, Support- und Sitzungsfunktionen, REST-API, CMDB- oder ITSM-Anbindung, Diagnose, Change und Abnahme in einem gemeinsamen End-to-End-Szenario verbunden.
Inhaltsverzeichnis
- Einordnung und Lernziele
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Rollout in Zielgruppen und Ringe gliedern
- Windows mit MSI, CLI und Gruppenrichtlinien verteilen
- macOS mit PKG, CLI und MDM ausrollen
- Linux-Pakete und automatisierte Installation verwalten
- Android und iOS über MDM anbinden
- Plattform- und Funktionsmatrix erstellen
- Supportfall qualifiziert aufnehmen
- Sitzung kontrolliert starten
- Dateiübertragung und Zwischenablage sicher verwenden
- Remote-Funktionen zielgerichtet einsetzen
- API-Umfang und Integrationsziel bestimmen
- Automatisierte Verwaltungsabläufe gestalten
- ITSM, CMDB, SIEM und Reporting anbinden
- Änderungs- und Release-Management aufbauen
- Installation, Konfiguration und Rückfall verifizieren
- Eskalation und Wissenssicherung organisieren
- Praxisübungen und Checklisten
Einordnung und Lernziele
Die Inhalte werden an einer kontrollierten Labor- oder Demonstrationsumgebung nachvollzogen. Version, Plattform und freigeschalteter Ultimate-Umfang werden vor produktiven Änderungen geprüft.
- Einen gestuften, plattformübergreifenden Enterprise-Rollout durchführen.
- Support- und Zugriffsszenarien sicher und nachvollziehbar betreiben.
- API-basierte Bestands-, Sitzungs- oder Prozessintegration pilotieren.
- Governance, Change, Reporting und Fehlereskalation zusammenführen.
- Eine produktionsreife Rollout- und Supportübergabe erstellen.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Endpoint Management, Softwareverteilung, Service Desk, Support Engineering, Plattformteams, Integrationsentwicklung, ITSM, technische Projektleitung und Service Management.
Voraussetzungen: Grundkenntnisse in mindestens einem Deployment-System, Betriebssystemadministration, Supportprozessen und Skript- oder API-Grundlagen. Eine Testumgebung ist erforderlich.
Seminarinhalte
1. Rollout in Zielgruppen und Ringe gliedern
- Schritt 1: Gerätebestand nach Plattform, Standort, Kritikalität, Benutzergruppe und Clientrolle segmentieren.
- Schritt 2: Technikpilot, Fachpilot, frühe Produktion und breite Verteilung als getrennte Ringe definieren.
- Schritt 3: Erfolgskriterien, Abbruchschwellen, Kommunikationsweg und Rückfall je Ring festlegen.
- Schritt 4: Paketversion, Konfiguration und Zielgruppenzuordnung in einem Rolloutregister dokumentieren.
- Schritt 5: Freigaben erst nach ausgewerteten Pilotdaten in den nächsten Ring übertragen.
2. Windows mit MSI, CLI und Gruppenrichtlinien verteilen
- Schritt 1: Passenden Custom-Client-Installer auswählen und Paketquelle, Signatur sowie Version prüfen.
- Schritt 2: Installation, Update, Deinstallation und Dienststart mit freigegebenen CLI-Parametern automatisieren.
- Schritt 3: Konfiguration über Build, Gruppenrichtlinie oder verwaltete Schlüssel so verteilen, dass keine widersprüchlichen Werte entstehen.
- Schritt 4: UAC, Systemdienst, Benutzerkontext, Firewall und Softwareverteilung gemeinsam testen.
- Schritt 5: Erfolg anhand installierter Version, Dienststatus, Appliance-Verbindung und Testsession nachweisen.
3. macOS mit PKG, CLI und MDM ausrollen
- Schritt 1: Custom-PKG und unterstützte Clientversion prüfen sowie Installation mit administrativen Rechten vorbereiten.
- Schritt 2: App-Start, Hintergrunddienst und notwendige macOS-Sicherheitsberechtigungen getrennt behandeln.
- Schritt 3: Konfigurationsprofile mit korrektem Payload-Identifier, Gültigkeitsbereich und verwalteten AnyDesk-Schlüsseln erstellen.
- Schritt 4: Profil, Paket, Datenschutzfreigaben und Benutzerkommunikation in der richtigen Reihenfolge verteilen.
- Schritt 5: Installation, Dienst, Berechtigungen und On-Premises-Verbindung auf repräsentativen macOS-Versionen testen.
4. Linux-Pakete und automatisierte Installation verwalten
- Schritt 1: Geeignetes DEB-, RPM- oder anderes freigegebenes Paket je Distribution und Architektur auswählen.
- Schritt 2: Paketquelle, Abhängigkeiten, Dienststatus, Benutzerkontext und Desktop-Sitzung berücksichtigen.
- Schritt 3: Installation und Konfigurationsverteilung mit Skript oder Managementsystem reproduzierbar gestalten.
- Schritt 4: Grafiksystem, Berechtigungen, Autostart und unbeaufsichtigten Zugriff je Zielplattform testen.
- Schritt 5: Version, Paketstatus, Appliance-Erreichbarkeit und Rückfallverfahren dokumentieren.
5. Android und iOS über MDM anbinden
- Schritt 1: Unterstützte App-Quelle, Plattformfunktion und Steuerungsmöglichkeiten je Geräteklasse prüfen.
- Schritt 2: Für On-Premises erforderliche Lizenz-, Boot-Adress- und CA-Zertifikatswerte in verwalteten App-Konfigurationen hinterlegen.
- Schritt 3: Defaults und erzwungene Overrides bewusst unterscheiden und lokale Änderungen nach Schutzbedarf begrenzen.
- Schritt 4: Android-Steuerungsplugin, iOS-Plattformgrenzen, Zertifikatsformat und MDM-Payloads praktisch testen.
- Schritt 5: Gerätezuordnung, Profilstatus, Verbindungstest und Rücknahme der Konfiguration nachweisen.
6. Plattform- und Funktionsmatrix erstellen
- Schritt 1: Windows, macOS, Linux, Android und iOS nach unterstützter Installationsform und Clientrolle erfassen.
- Schritt 2: Steuerung, Ansicht, Dienstbetrieb, unbeaufsichtigter Zugriff, Dateiübertragung, Audio, Druck, Shell und mobile Einschränkungen je Plattform prüfen.
- Schritt 3: Erforderliche Betriebssystemberechtigungen und Sicherheitsfreigaben dokumentieren.
- Schritt 4: Abweichende Konfigurationsschlüssel, Paketformate und Updateverfahren sichtbar machen.
- Schritt 5: Nur Funktionen in den Standard aufnehmen, die auf der jeweiligen Zielplattform erfolgreich getestet wurden.
7. Supportfall qualifiziert aufnehmen
- Schritt 1: Identität, Rückrufmöglichkeit, Gerät, Standort, Dringlichkeit und fachliche Freigabe prüfen.
- Schritt 2: Sitzungszweck, erwartete Tätigkeit und benötigte Rechte vor Verbindung festlegen.
- Schritt 3: Interaktiven oder unbeaufsichtigten Zugriff nach dem genehmigten Szenario auswählen.
- Schritt 4: AnyDesk-ID beziehungsweise Alias über einen vertrauenswürdigen Kanal abgleichen.
- Schritt 5: Ticket mit Startzustand, Datenschutzanforderung und Eskalationsweg vorbereiten.
8. Sitzung kontrolliert starten
- Schritt 1: Verbindungsziel und Clientidentität nochmals prüfen.
- Schritt 2: Passendes Permission Profile wählen und unnötige Rechte deaktivieren.
- Schritt 3: Bei interaktivem Zugriff die entfernte Person über Zweck und erwartete Aktionen informieren.
- Schritt 4: Bei unbeaufsichtigtem Zugriff Authentisierung, ACL und zulässiges Wartungsfenster kontrollieren.
- Schritt 5: Sitzungsbeginn im Ticket oder vorgesehenen Nachweissystem erfassen.
9. Dateiübertragung und Zwischenablage sicher verwenden
- Schritt 1: Notwendigkeit und zulässige Datenarten vor Übertragung prüfen.
- Schritt 2: Dateimanager oder Zwischenablage nur mit passendem Permission Profile verwenden.
- Schritt 3: Übertragene Dateien auf Ziel, Integrität und gegebenenfalls Schadsoftware prüfen.
- Schritt 4: Temporäre Dateien und lokale Kopien nach Abschluss bereinigen.
- Schritt 5: Übertragung bei sensiblen Daten nachvollziehbar dokumentieren.
10. Remote-Funktionen zielgerichtet einsetzen
- Schritt 1: Remote Print, Remote Shell, Neustart, Wake-on-LAN, VPN und TCP-Tunneling nur nach Plattform- und Buildprüfung verwenden.
- Schritt 2: Für jede Funktion Berechtigung, Sicherheitsauswirkung und Rückfallmöglichkeit bewerten.
- Schritt 3: Neustart und Wiederverbindung kontrolliert durchführen, ohne den Supportkontext zu verlieren.
- Schritt 4: Tunnel und VPN nicht als pauschalen Netzzugang missverstehen, sondern eng auf den Anwendungsfall begrenzen.
- Schritt 5: Funktionstest und Nachweis in einer freigegebenen Laborumgebung durchführen.
11. API-Umfang und Integrationsziel bestimmen
- Schritt 1: Verfügbarkeit der REST-API im konkreten Ultimate-Umfang und die aktuelle Dokumentation im Verwaltungsbereich prüfen.
- Schritt 2: Verfügbare Ressourcen und Operationen für Clients, Sitzungen, Adressbücher, Lizenz- oder Verwaltungsdaten inventarisieren.
- Schritt 3: Nur fachlich notwendige Lese- und Schreibvorgänge in den Integrationsumfang aufnehmen.
- Schritt 4: Quellsystem, Zielsystem, Datenverantwortung, Aktualität und Fehlerfolgen je Datenfluss festlegen.
- Schritt 5: Einen kleinen, messbaren ersten Anwendungsfall für den Pilot auswählen.
12. Automatisierte Verwaltungsabläufe gestalten
- Schritt 1: Geeignete Abläufe wie Bestandsabgleich, Adressbuchpflege, Sitzungsreport oder Offboarding auswählen.
- Schritt 2: Vorbedingungen, API-Aufruf, Validierung, Rückmeldung und Rückfall als vollständigen Workflow modellieren.
- Schritt 3: Schreibende Aktionen mit Freigabe, Idempotenz und Schutz vor Massenfehlern versehen.
- Schritt 4: Test- und Produktivumgebung sowie technische Konten strikt trennen.
- Schritt 5: Jeden Lauf mit Korrelations-ID, Ergebnis und Fehlerdetails protokollieren.
13. ITSM, CMDB, SIEM und Reporting anbinden
- Schritt 1: Verantwortliches Zielsystem und führende Datenquelle für jeden Integrationsfall festlegen.
- Schritt 2: Sitzungs- oder Clientinformationen so anreichern, dass Tickets und Geräte eindeutig zugeordnet werden.
- Schritt 3: Sicherheitsrelevante Ereignisse oder Abweichungen nach festgelegten Kriterien an Monitoring oder SIEM übergeben.
- Schritt 4: Datenschutz, Löschfristen und Zugriffsrechte auch in nachgelagerten Systemen durchsetzen.
- Schritt 5: Ende-zu-Ende-Test vom API-Aufruf bis zur fachlichen Reaktion durchführen.
14. Änderungs- und Release-Management aufbauen
- Schritt 1: Appliance-, Zertifikats-, Netzwerk-, Build-, Richtlinien- und Plattformänderungen in Change-Klassen einteilen.
- Schritt 2: Risiko, Testumfang, Freigabe, Wartungsfenster, Kommunikation und Rückfall je Klasse festlegen.
- Schritt 3: Versionen von Client-Builds und Konfigurationsschlüsseln nachvollziehbar verwalten.
- Schritt 4: Notfalländerungen nachträglich prüfen und dauerhaft dokumentieren.
- Schritt 5: Releasekalender mit Betriebssystem-, MDM- und Sicherheitsänderungen abstimmen.
15. Installation, Konfiguration und Rückfall verifizieren
- Schritt 1: Automatisierte Prüfschritte für Paketstatus, Version, Dienst, Konfigurationswerte und Appliance-Erreichbarkeit definieren.
- Schritt 2: Interaktive und unbeaufsichtigte Testsession, Dateiübertragung und notwendige Plattformberechtigungen prüfen.
- Schritt 3: Fehlgeschlagene Installationen nach Ursache gruppieren und mit standardisierten Reparaturaktionen behandeln.
- Schritt 4: Rückfallpaket, Deinstallation und Wiederherstellung vorheriger Konfiguration praktisch testen.
- Schritt 5: Rolloutbericht mit Erfolgsquote, Ausnahmen, Restfehlern und nächster Entscheidung erstellen.
16. Eskalation und Wissenssicherung organisieren
- Schritt 1: Störung nach Client, Appliance, Netzwerk, Identität, Plattform oder Anwendung eingrenzen.
- Schritt 2: Relevante Protokolle und Reproduktionsschritte vollständig an die nächste Ebene übergeben.
- Schritt 3: Sicherheits- oder Datenschutzverdacht sofort in den vorgesehenen Ereignisprozess überführen.
- Schritt 4: Workaround von dauerhafter Korrektur trennen und zeitlich befristen.
- Schritt 5: Gelösten Fall in Runbook, Wissensartikel oder Build-Anpassung überführen.
Praxisübungen und Checklisten
- Entwicklung und Durchführung eines Rollouts über mindestens zwei Plattformen.
- Abarbeitung eines Supportfalls mit Zugriff, UAC, Dateiübertragung und geordnetem Abschluss.
- Umsetzung eines API-Piloten für Bestandsabgleich oder Sitzungsreport.
- Simulation von Rolloutfehler, Sicherheitsverdacht und technischer Eskalation.
- Erstellung eines Produktionsübergabepakets mit Reporting, Change- und Rückfallplan.
Zu den Übungen gehören dokumentierte Sollwerte, Prüfschritte, Negativtests und Rückfallpunkte. Verwendet werden neutrale Beispielwerte; produktive Kennwörter, Schlüssel und personenbezogene Daten werden nicht in die Seminarunterlagen übernommen.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt. Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Endpoint Management, Softwareverteilung, Service Desk, Support Engineering, Plattformteams, Integrationsentwicklung, ITSM, technische Projektleitung und Service Management. |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse in mindestens einem Deployment-System, Betriebssystemadministration, Supportprozessen und Skript- oder API-Grundlagen. Eine Testumgebung ist erforderlich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, angeleitete Konfiguration, praktische Übungen und dokumentierte Prüfungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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