Das Seminar zeigt, wie Datenqualität in Actian Data Intelligence und Zeenea als verständlicher Vertrauenskontext bereitgestellt wird. Qualitätsdimensionen, Regeln, Messwerte, Zertifizierungen, Nutzungsfitness und externe DQM-Ergebnisse werden mit Katalogobjekten, Lineage, Verantwortlichkeiten und Datenprodukten verknüpft. Zusätzlich entsteht ein Integrations- und Betriebsmodell für Aktualisierung, Abweichungsbehandlung und kontinuierliche Verbesserung.
Inhaltsübersicht
- Zielsetzung
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Seminarinhalte
- Praxisübungen
- Methodik
- 1. Qualität aus dem Nutzungszweck ableiten
- 2. Qualitätsdimensionen und Regelmodell
- 3. Profiling, Sampling und Baseline
- 4. Vertrauenssignale im Katalog
- 5. DQM-Integration und Mapping
- 6. Synchronisation, API und Fehlerbehandlung
- 7. Ownership und Issue Management
- 8. Lineage-basierte Ursachen- und Impact-Analyse
- 9. Qualität in Datenprodukten und Contracts
- 10. Steuerung und kontinuierliche Verbesserung
Zielsetzung
- Qualitätsanforderungen aus konkreten Nutzungsfällen ableiten
- Dimensionen, Regeln, Messwerte und Schwellen konsistent modellieren
- Qualitätssignale nutzerorientiert in Studio und Explorer bereitstellen
- Externe DQM-Ergebnisse über geeignete Integrationsmuster synchronisieren
- Ownership, Eskalation und Behebung von Qualitätsproblemen organisieren
- Qualität in Datenprodukte, Contracts und Freigaben integrieren
- Kennzahlen für Qualität, Vertrauen und Verbesserung etablieren
Zielgruppe
Data Quality Manager, Data Stewards, Data Owner, Data Engineers, Data Product Owner, Data Governance, Analytics- und Plattformteams.
Voraussetzungen
Grundkenntnisse zu Datenqualität und Datenkatalogen. Erfahrung mit DQM-Werkzeugen, Qualitätsregeln oder Datenprofiling ist hilfreich.
Seminarinhalte
1. Qualität aus dem Nutzungszweck ableiten
- Schritt 1: Fitness for Use als Ausgangspunkt statt universeller Qualitätsurteile verwenden
- Schritt 2: Entscheidungen, Risiken und kritische Datenelemente identifizieren
- Schritt 3: Messbare Anforderungen und akzeptable Toleranzen formulieren
Praxis: Für einen Analysefall werden Qualitätsanforderungen und Kritikalität abgeleitet.
2. Qualitätsdimensionen und Regelmodell
- Schritt 1: Vollständigkeit, Genauigkeit, Aktualität, Konsistenz, Eindeutigkeit und Validität einordnen
- Schritt 2: Regel, Messung, Schwelle, Ergebnis und Status voneinander trennen
- Schritt 3: Objekt-, Feld-, Produkt- und Prozessbezug passend modellieren
Praxis: Ein Qualitätsregel-Katalog für kritische Felder wird erstellt.
3. Profiling, Sampling und Baseline
- Schritt 1: Datenprofil und Stichprobe zur Hypothesenbildung und Regelpriorisierung nutzen
- Schritt 2: Verteilungen, Nullwerte, Ausreißer und Wertebereiche fachlich interpretieren
- Schritt 3: Baseline, Saisonabhängigkeit und erwartete Veränderung dokumentieren
Praxis: Ein Profiling-Ergebnis wird in prüfbare Regeln und Schwellen übersetzt.
4. Vertrauenssignale im Katalog
- Schritt 1: Messwerte, Status, Zertifizierungen, Review-Datum und Owner kombinieren
- Schritt 2: Aktualität, Gültigkeitsbereich und Kontext der Signale transparent machen
- Schritt 3: Missverständliche Ampellogik und Scheingenauigkeit vermeiden
Praxis: Eine nutzerorientierte Qualitätsdarstellung für Explorer wird entworfen.
5. DQM-Integration und Mapping
- Schritt 1: Quellobjekte, DQM-Assets und Katalogobjekte eindeutig korrelieren
- Schritt 2: Ergebnisfelder, Dimensionen, Zeitstempel und Status auf das Metamodell abbilden
- Schritt 3: Synchronisationsrichtung, Frequenz und Feldverantwortung definieren
Praxis: Ein Mapping für externe Qualitätsmessungen wird ausgearbeitet.
6. Synchronisation, API und Fehlerbehandlung
- Schritt 1: GraphQL-basierte Übergabe und Aktualisierung konzeptionell strukturieren
- Schritt 2: Idempotenz, Delta, Retry, veraltete Werte und Löschungen behandeln
- Schritt 3: Monitoring und Abstimmung bei Mapping- oder Berechtigungsfehlern planen
Praxis: Ein technischer Ablauf mit Kontrollpunkten und Wiederanlauf wird modelliert.
7. Ownership und Issue Management
- Schritt 1: Data Owner, Steward, Rule Owner und technische Behebung klar zuordnen
- Schritt 2: Befund, Priorität, Ursache, Maßnahme, Frist und Nachtest standardisieren
- Schritt 3: Eskalation und Kommunikation nach geschäftlicher Auswirkung steuern
Praxis: Ein Qualitätsincident wird vom Signal bis zum Abschluss bearbeitet.
8. Lineage-basierte Ursachen- und Impact-Analyse
- Schritt 1: Upstream-Ursachen und Downstream-Auswirkungen mit Lineage ermitteln
- Schritt 2: Qualitätssignale entlang eines Datenflusses kontextbezogen interpretieren
- Schritt 3: Behebungsreihenfolge und Regressionstests risikobasiert planen
Praxis: Ein Qualitätsproblem wird über mehrere Prozessstufen analysiert.
9. Qualität in Datenprodukten und Contracts
- Schritt 1: Produkt-SLOs, Contract-Regeln und Freigabeschwellen definieren
- Schritt 2: Verletzungen, Ausnahmen, Consumer-Kommunikation und Wiederherstellung regeln
- Schritt 3: Marketplace-Darstellung mit verständlichen Vertrauensinformationen ergänzen
Praxis: Ein Datenprodukt erhält Qualitäts-SLOs und Contract-Kontrollen.
10. Steuerung und kontinuierliche Verbesserung
- Schritt 1: Regelabdeckung, Fehlerrate, Wiederholungen, Behebungszeit und Geschäftsauswirkung messen
- Schritt 2: Reviews, Problem-Backlog und Präventionsmaßnahmen etablieren
- Schritt 3: Qualitätskennzahlen mit Governance- und Produktsteuerung verbinden
Praxis: Eine Data-Quality-Scorecard mit Verbesserungszyklus wird erstellt.
Praxisübungen
- Ableitung nutzungsbezogener Qualitätsanforderungen
- Erstellung eines Regel- und Schwellenmodells
- Entwurf einer Explorer-gerechten Vertrauensanzeige
- Mapping und Synchronisationsdesign für ein DQM-System
- Lineage-basierte Incident-Analyse
- Qualitäts-SLOs für ein Datenprodukt
Methodik
Regelmodellierung, Profiling-Interpretation, Integrationsdesign und Incident-Fälle werden mit einem durchgängigen Datenproduktbeispiel verbunden.
Fachbereichsleitung / Trainerteam / Kontakt
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, 2. Tag: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Data Quality Manager, Data Stewards, Data Owner, Data Engineers, Data Product Owner, Data Governance, Analytics- und Plattformteams. |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse zu Datenqualität und Datenkatalogen. Erfahrung mit DQM-Werkzeugen, Qualitätsregeln oder Datenprofiling ist hilfreich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Fachimpulse, Demonstrationen, praktische Übungen, Fallstudien und Arbeitsvorlagen |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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