Das Seminar zeigt, wie aus verstreuten Definitionen ein steuerbares, vernetztes Business Glossary entsteht. Fachbegriffe, Kennzahlen, Regeln, Richtlinien, Verantwortlichkeiten und Beziehungen werden in einem semantischen Modell zusammengeführt und mit technischen Datenobjekten verbunden. Die Arbeit in Zeenea Studio und die Nutzung in Zeenea Explorer werden durch Freigabe-, Pflege- und Qualitätssicherungsprozesse ergänzt.
Inhaltsübersicht
- Zielsetzung
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Seminarinhalte
- Praxisübungen
- Methodik
- 1. Glossarauftrag, Scope und Zielgruppen
- 2. Begriffstypen und semantische Struktur
- 3. Eindeutige Definitionen und Benennungsregeln
- 4. Kennzahlen und Berechnungslogik dokumentieren
- 5. Beziehungen zu technischen Metadaten
- 6. Workflow, Freigabe und Änderungssteuerung
- 7. Glossarqualität und redaktionelle Governance
- 8. Bereitstellung, Suche und Nutzung
Zielsetzung
- Glossar-Scope, Taxonomie und Verantwortungsmodell festlegen
- Begriffe, Kennzahlen, Regeln und Richtlinien eindeutig modellieren
- Synonyme, Mehrdeutigkeiten, Hierarchien und Beziehungen kontrolliert behandeln
- Fachliche Objekte mit technischen Assets und Datenprodukten verknüpfen
- Freigabe-, Review- und Änderungsprozesse definieren
- Qualität und Nutzung des Glossars anhand messbarer Kriterien steuern
Zielgruppe
Business Data Stewards, Data Owner, Facharchitektur, Data Governance, BI- und Analytics-Teams, Prozessmanagement sowie Verantwortliche für Unternehmensbegriffe und Kennzahlen.
Voraussetzungen
Grundverständnis von Data Governance und fachlicher Datenmodellierung. Eigene Begriffslisten oder Kennzahlendefinitionen können in die Übungen eingebracht werden.
Seminarinhalte
1. Glossarauftrag, Scope und Zielgruppen
- Schritt 1: Geschäftliche Problemstellungen und erwartete Nutzungsszenarien festhalten
- Schritt 2: Domänen, Sprachen, Begriffstypen und Abgrenzung zu Datenmodellen bestimmen
- Schritt 3: Rollen für Erstellung, fachliche Freigabe, Pflege und Nutzung definieren
Praxis: Ein Glossar-Charter mit Scope, Rollen und Qualitätszielen wird erstellt.
2. Begriffstypen und semantische Struktur
- Schritt 1: Geschäftsbegriff, KPI, Regel, Richtlinie und fachliches Objekt unterscheiden
- Schritt 2: Eigenschaften, Pflichtfelder, Status und Beziehungstypen passend modellieren
- Schritt 3: Taxonomie, Hierarchie und Netzbeziehungen bewusst kombinieren
Praxis: Ein kleines semantisches Modell für eine Fachdomäne wird entworfen.
3. Eindeutige Definitionen und Benennungsregeln
- Schritt 1: Definitionen mit Geltungsbereich, Abgrenzung und Beispielen formulieren
- Schritt 2: Synonyme, Akronyme, Homonyme und sprachliche Varianten verwalten
- Schritt 3: Namenskonventionen und redaktionelle Standards prüfbar anwenden
Praxis: Uneinheitliche Begriffe werden anhand eines Definitionstemplates überarbeitet.
4. Kennzahlen und Berechnungslogik dokumentieren
- Schritt 1: Geschäftliche Bedeutung, Formel, Granularität, Filter und Zeitbezug erfassen
- Schritt 2: Quelle, Verantwortlichkeit, Freigabestatus und Varianten transparent machen
- Schritt 3: Kennzahlen mit Reports, Datasets, Feldern und Datenprodukten verknüpfen
Praxis: Ein KPI-Steckbrief einschließlich Berechnungs- und Herkunftsnachweis wird aufgebaut.
5. Beziehungen zu technischen Metadaten
- Schritt 1: Begriffe mit Datasets, Feldern, Prozessen, Anwendungen und Berichten verbinden
- Schritt 2: Automatische Vorschläge und manuelle Qualitätssicherung sinnvoll kombinieren
- Schritt 3: Auswirkungen semantischer Änderungen auf Suche, Lineage und Governance bewerten
Praxis: Für einen Geschäftsbegriff wird ein vollständiges Netz technischer Bezüge erstellt.
6. Workflow, Freigabe und Änderungssteuerung
- Schritt 1: Entwurf, Review, Genehmigung, Veröffentlichung und Stilllegung standardisieren
- Schritt 2: Konflikte, Parallelvarianten und domänenübergreifende Abstimmung behandeln
- Schritt 3: Änderungsanträge, Versionierung und Kommunikationspflichten definieren
Praxis: Ein Freigabeprozess mit Rollen, Prüfkriterien und Eskalationsweg wird modelliert.
7. Glossarqualität und redaktionelle Governance
- Schritt 1: Vollständigkeit, Eindeutigkeit, Aktualität, Verknüpfung und Nutzung messen
- Schritt 2: Review-Zyklen nach Kritikalität und Änderungsdynamik festlegen
- Schritt 3: Qualitätsmängel priorisieren und in einen steuerbaren Backlog überführen
Praxis: Eine Glossar-Qualitätsprüfung mit Scorecard wird durchgeführt.
8. Bereitstellung, Suche und Nutzung
- Schritt 1: Explorer-Sicht, Suchbegriffe, Filter und Kontextinformationen aus Nutzersicht prüfen
- Schritt 2: Begriffe in Analyse-, Reporting-, Compliance- und Datenproduktprozesse einbetten
- Schritt 3: Einführung, Schulung und Feedback für Fachbereiche organisieren
Praxis: Ein nutzerorientierter Such- und Validierungstest wird vorbereitet und ausgeführt.
Praxisübungen
- Erstellung eines Glossar-Charters und Rollenmodells
- Modellierung einer Fachdomäne mit Begriffen, KPI, Regel und Beziehungen
- Überarbeitung fehlerhafter Definitionen nach Redaktionsstandard
- Aufbau eines KPI-Steckbriefs mit technischen Verknüpfungen
- Durchführung einer Glossar-Qualitätsprüfung
Methodik
Modellierungsworkshops, Redaktionsübungen und Plattformdemonstrationen führen schrittweise zu einem veröffentlichungsfähigen Glossarausschnitt einschließlich Governance und Qualitätskontrolle.
Fachbereichsleitung / Trainerteam / Kontakt
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, 2. Tag: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Business Data Stewards, Data Owner, Facharchitektur, Data Governance, BI- und Analytics-Teams, Prozessmanagement sowie Verantwortliche für Unternehmensbegriffe und Kennzahlen. |
| Voraussetzungen: | Grundverständnis von Data Governance und fachlicher Datenmodellierung. Eigene Begriffslisten oder Kennzahlendefinitionen können in die Übungen eingebracht werden. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Fachimpulse, Demonstrationen, praktische Übungen, Fallstudien und Arbeitsvorlagen |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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