Seminar PoolParty Semantic Suite – Mehrsprachigkeit, SKOS-XL und Terminologieverwaltung

Seminar / Training

Mehrsprachige Wissensmodelle sind keine einfache Übersetzungsliste. Unterschiedliche Bedeutungsumfänge, regionale Varianten, Abkürzungen und terminologische Beziehungen erfordern klare Regeln und Verantwortlichkeiten. Das Seminar verbindet sprachspezifische Labels, SKOS-XL, Übersetzungsworkflow und Qualitätsmessung.

Inhaltsverzeichnis

  1. Zielsetzung
  2. Kompetenzziele
  3. Seminarinhalte
  4. Praxisübungen
  5. Zielgruppe und Voraussetzungen
  6. Methodik und Qualitätssicherung

Zielsetzung

Ziel ist ein konsistentes Terminologiemodell, das Suche, Tagging, Austausch und redaktionelle Pflege über mehrere Sprachen unterstützt. Sprachliche Abweichungen werden fachlich dokumentiert statt technisch kaschiert.

Kompetenzziele

  • Sprachumfang, Referenzsprache und Übersetzungsverantwortung festlegen.
  • Labels, Definitionen und Varianten sprachspezifisch modellieren.
  • SKOS-XL für eigenständige Labelobjekte und Relationen einsetzen.
  • Sprachabdeckung und terminologische Qualität systematisch prüfen.

Seminarinhalte

3.1 Mehrsprachige Modellierung

  1. Sprachumfang, Referenzsprache und Übersetzungsverantwortung pro Projekt festlegen.
  2. Bevorzugte und alternative Benennungen sprachspezifisch pflegen und Sprach-Tags kontrollieren.
  3. Nicht deckungsgleiche Begriffe über Scope Notes statt erzwungener Eins-zu-eins-Übersetzungen behandeln.
  4. Sprachabdeckung prüfen und fehlende oder widersprüchliche Benennungen priorisieren.

3.2 Konzepte, Benennungen und Definitionen modellieren

  1. Bevorzugte Benennung pro Sprache eindeutig und fachlich neutral formulieren.
  2. Alternative und versteckte Benennungen für Synonyme, Schreibvarianten und Suchbegriffe ergänzen.
  3. Definitionen, Hinweise, Beispiele und redaktionelle Notizen nach verbindlichen Regeln pflegen.
  4. Dublettengefahr, Homonyme und unklare Sammelbegriffe anhand einer Prüfliste bereinigen.

3.3 Label-, Notiz- und Metadatenregeln

  1. Schreibweise, Singular oder Plural, Abkürzungen und Großschreibung verbindlich festlegen.
  2. Notiztypen für Definition, Scope Note, Historie und redaktionelle Begründung unterscheiden.
  3. Eigene Metadatenfelder mit Datentyp, Kardinalität und Pflichtstatus spezifizieren.
  4. Regeln an repräsentativen Konzepten testen und als redaktionelles Muster dokumentieren.

3.4 SKOS-XL und terminologische Relationen

  1. Einsatzkriterien für eigenständig adressierbare Labels und Label-Relationen bestimmen.
  2. Labelobjekte mit Varianten, Abkürzungen und terminologischen Beziehungen modellieren.
  3. Abhängigkeiten zu Import, Export, Suche und nachgelagerten Anwendungen prüfen.
  4. Ein kleines Terminologiemodell validieren und für Redaktionsrollen dokumentieren.

3.5 Statusmodelle und redaktionelle Workflows

  1. Lebenszyklus von Entwurf, Prüfung, Freigabe, Veröffentlichung und Stilllegung definieren.
  2. Rollen und Berechtigungen für Erstellung, Review, Freigabe und Administration zuordnen.
  3. Änderungsanträge mit Begründung, Auswirkung und verantwortlicher Rolle erfassen.
  4. Einen Freigabefall einschließlich Rückgabe, Korrektur und erneuter Prüfung durchspielen.

3.6 Qualitätsregeln und Datenvalidierung

  1. Qualitätsszenarien für fehlende Labels, verwaiste Konzepte, ungültige Relationen und Pflichtfelder anlegen.
  2. Validierung auf einen definierten Projektstand anwenden und Befunde priorisieren.
  3. Fehlerursachen von fachlichen Ausnahmen unterscheiden und dokumentierte Ausnahmeregeln festlegen.
  4. Korrekturen durchführen, erneut prüfen und den Qualitätsstatus nachvollziehbar protokollieren.

3.7 Berichte und Kennzahlen

  1. Kennzahlen für Umfang, Sprachabdeckung, Änderungsvolumen, Freigabestatus und Qualitätsbefunde auswählen.
  2. Standardberichte ausführen und Ergebnisse nach Zielgruppe aufbereiten.
  3. Eigene Abfragen oder Berichtslogiken für Governance-Fragen definieren.
  4. Regelmäßige Review-Termine mit Schwellenwerten und Eskalationswegen festlegen.

Praxisübungen

4.1 Mehrsprachiges Konzeptset aufbauen

  1. Referenzsprache und Zielsprachen festlegen.
  2. Bevorzugte und alternative Labels pflegen.
  3. Nicht deckungsgleiche Begriffe mit Scope Notes dokumentieren.

4.2 SKOS-XL-Modell erstellen

  1. Geeignete Labels als eigene Objekte identifizieren.
  2. Varianten und Label-Relationen modellieren.
  3. Export- und Suchauswirkung prüfen.

4.3 Sprachqualitätsbericht erstellen

  1. Pflichtkriterien und Sollabdeckung definieren.
  2. Validierung und Bericht ausführen.
  3. Fehlende oder widersprüchliche Einträge priorisieren.

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: Terminologiemanagement, Übersetzungsmanagement, technische Redaktion, Knowledge Engineering, Informationsarchitektur und internationale Content-Teams.

Voraussetzungen: Grundkenntnisse in Taxonomie- oder Thesauruspflege. Linguistische oder terminologische Erfahrung ist hilfreich, aber nicht erforderlich.

Methodik und Qualitätssicherung

Die Vermittlung kombiniert strukturierte Fachimpulse, Demonstrationen, moderierte Modellierungs- oder Konfigurationsschritte und praktische Übungen. Jeder Arbeitsblock endet mit einer prüfbaren Zwischenkontrolle.

  • Ausgangszustand und Lernziel werden vor jedem Arbeitsauftrag festgelegt.
  • Konfigurationen und Modelle werden schrittweise aufgebaut und dokumentiert.
  • Positiv-, Negativ- und Grenzfälle werden anhand definierter Kriterien geprüft.
  • Abweichungen werden analysiert, korrigiert und in einer erneuten Prüfung bestätigt.

Fachbereichsleitung, Trainerteam und Ansprechpersonen

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Terminologiemanagement, Übersetzungsmanagement, technische Redaktion, Knowledge Engineering, Informationsarchitektur und internationale Content-Teams.
Voraussetzungen: Grundkenntnisse in Taxonomie- oder Thesauruspflege. Linguistische oder terminologische Erfahrung ist hilfreich, aber nicht erforderlich.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, moderierte Fallarbeit und praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse und Workshop
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmenden
Sprache: Deutsch; bei Firmenseminaren ist Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
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